[ 09. September 2009 ]
Date: September 7, 2009 9:06:59 PM GMT+02:00
Subject: Festival Zukunftsmusik - ergänzende Informationen
Liebe Freunde und Kollegen,
eine knappe Woche vor Abgabeschluss unserer Ausschreibung zum Festival
„Zukunftsmusik“, das im Herbst 2010 in der Region Stuttgart
stattfinden soll, melde ich mich noch einmal, weil mich in letzter
Zeit viele Nachfragen erreicht haben und einige Missverständnisse
aufgetaucht sind.
Bei einigen war auch der Anhang meiner ersten Mail gar nicht
angekommen, weshalb ich ihn hier noch einmal beifüge. Außerdem sind
die Städteportraits der teilnehmenden Orte im Internet zum Teil etwas
nüchtern geraten und nicht so aussagekräftig, wie ich mir das erhofft
habe.
Daher noch mal die wichtigsten Informationen in Kürze:
- Gesucht sind Komponistinnen und Komponisten, alleine oder in einem
Künstlerteam (z.B. mit einem Regisseur, Videokünstler, Literaten,
Choreographen, Bildenden Künstler etc etc).
- Sie sollen ein musikalisches Projekt für einen Ort entwerfen: Ein
Konzert, eine Installation, eine Performance, ein Happening, ein
interdisziplinäres Projekt, ein theatralisches Projekt etc etc.
- Jeder teilnehmende Ort möchte (mindestens) eine/n Komponisten/in
einladen und im Herbst 2010 ein Projekt durchführen.
- Es sollen Menschen dieses Ortes einbezogen werden: Als (Laien- oder
semiprofessionelle) Musiker, als Statisten, als Chorsänger, als
Sportler, als Fabrikarbeiter, als „Menge“, als Einzelne.
- Es dürfen auch Profis in das Projekt einbezogen werden.
- Das Projekt soll speziell für den Ort entwickelt werden, an dem es
stattfindet. Das muss noch nicht in der Ausschreibung erkennbar sein,
es kann auch im Laufe des Kompositions- bzw. Entwicklungsprozesses auf
den Ort zugeschnitten werden.
- Daher kann im Vorfeld eines Projektes eine Residenz nötig sein, also
ein Aufenthalt des Komponisten/des Künstlerteams über mehrere Tage
oder Wochen im betreffenden Ort. Dieser Aufenthalt wird
selbstverständlich vom Festival finanziert.
Unkomplizierte Bewerbung:
Zur Bewerbung braucht man nur ein Konzeptpapier einzureichen, das die
Idee beschreibt und eventuell auf die logistischen Bedingungen eingeht
(Zeitplan, Materialien, Profi-Künstler, die einbezogen werden sollen,
Menschen des Ortes, die einbezogen werden sollen, Budget, sofern man
das schon einschätzen kann).
Außerdem die Bio, eventuell CDs und/oder Partituren, ein
künstlerisches „Credo“ etc.
Der kreative Prozess selbst soll/kann/darf also später stattfinden,
wenn die Jury Ende September getagt haben wird und ein Kompositions-
oder Projektauftrag erteilt wird.
Eine Altersbegrenzung gibt es nicht. Gesucht sind „junge“ Künstler,
aber das „jung“ bezieht sich vor allem auf die künstlerische
Positionierung. Es gibt von Seiten der Veranstalter überhaupt keine
Vordefinition.
Über das Budget kann ich bislang nur soviel sagen, dass die Städte
selbst nur sehr wenig zur Verfügung stellen können (vor allem Orte und
Hardware und Manpower und wenig Geld), dass die KulturRegion und Musik
der Jahrhunderte samt Netzwerk Süd sich aber sehr um zusätzliche
finanzielle Mittel bemühen. Ein ausgewähltes Projekt wird auch
angemessen finanziert werden.
Städte
Die 13 teilnehmenden Städte haben zwischen 5.000 und 90.000 Einwohner,
die meisten liegen zwischen 30.000 und 50.000 Einwohnern. Fast jede
Stadt hat „ihre“ wichtige Fabrik (z.B. Ditzingen mit Trumpf,
Waiblingen mit Stihl oder Göppingen mit Märklin). Durch die
Finanzkrise und die daraus folgenden Insolvenzen gibt es durchaus in
der einen oder anderen Kommune bedrohliche Einschnitte und
Veränderungen.
Für alle Orte ist das kulturelle Leben wichtig, überall gibt es
mindestens einen (Kirchen-)chor, Musikvereine, eine Musikschule, viele
Städte haben Konzertsäle, ein Theater, eine Abo-Reihe etc. Alle Orte
haben natürlich aktive Sportvereine. Viele Orte haben ihre
volkstümlichen Feste. Einige Märkte finden gerade auch im Herbst statt.
Die meisten Orte haben einen schönen alten Ortskern und attraktive
Gebäude.
Ich persönlich finde die Wikipedia Artikel über die Städte umfassend
informativ, wenn man strukturelle Informationen sucht.
In ihrer Struktur sind sich also alle Orte ähnlich, insofern ist es
sicher für viele Künstler schwierig, ein individuelles Konzept für
einen bestimmten Ort einzureichen. Das ist aber kein Problem. Es kann
durchaus ein Konzeptpapier eingereicht werden, das theoretisch in
jeder Stadt durchführbar wäre. Man kann „Forderungen stellen“, zum
Beispiel sich einen Ort wünschen, der ein Orchester hat oder ein
Theater oder Katakomben oder einen Flugplatz oder fünf Kirchtürme oder
eine Weinkellerei oder ein Jugendhaus oder eine unternehmungslustige
Schule oder eine metallverarbeitende Fabrik oder eine Fußgängerzone
oder eine Bierbrauerei oder oder oder.
Ich hoffe, dass ich mit diesem Schreiben einige Fragen klären konnte,
bin aber gerne bereit, weitere Fragen zu beantworten (am besten per
Email).
Herzliche Grüße
Christine Fischer
Christine Fischer
Intendantin
Neue Vocalsolisten
ECLAT Festival Neue Musik
Netzwerk Süd
Musik der Jahrhunderte
Siemensstraße 13
70469 Stuttgart
fon +49 711 6290510
fax +49 711 6290516
www.mdjstuttgart.de
AUSSCHREIBUNG - Festival Zukunftsmusik
From: "Christine Fischer"Date: September 7, 2009 9:06:59 PM GMT+02:00
Subject: Festival Zukunftsmusik - ergänzende Informationen
Liebe Freunde und Kollegen,
eine knappe Woche vor Abgabeschluss unserer Ausschreibung zum Festival
„Zukunftsmusik“, das im Herbst 2010 in der Region Stuttgart
stattfinden soll, melde ich mich noch einmal, weil mich in letzter
Zeit viele Nachfragen erreicht haben und einige Missverständnisse
aufgetaucht sind.
Bei einigen war auch der Anhang meiner ersten Mail gar nicht
angekommen, weshalb ich ihn hier noch einmal beifüge. Außerdem sind
die Städteportraits der teilnehmenden Orte im Internet zum Teil etwas
nüchtern geraten und nicht so aussagekräftig, wie ich mir das erhofft
habe.
Daher noch mal die wichtigsten Informationen in Kürze:
- Gesucht sind Komponistinnen und Komponisten, alleine oder in einem
Künstlerteam (z.B. mit einem Regisseur, Videokünstler, Literaten,
Choreographen, Bildenden Künstler etc etc).
- Sie sollen ein musikalisches Projekt für einen Ort entwerfen: Ein
Konzert, eine Installation, eine Performance, ein Happening, ein
interdisziplinäres Projekt, ein theatralisches Projekt etc etc.
- Jeder teilnehmende Ort möchte (mindestens) eine/n Komponisten/in
einladen und im Herbst 2010 ein Projekt durchführen.
- Es sollen Menschen dieses Ortes einbezogen werden: Als (Laien- oder
semiprofessionelle) Musiker, als Statisten, als Chorsänger, als
Sportler, als Fabrikarbeiter, als „Menge“, als Einzelne.
- Es dürfen auch Profis in das Projekt einbezogen werden.
- Das Projekt soll speziell für den Ort entwickelt werden, an dem es
stattfindet. Das muss noch nicht in der Ausschreibung erkennbar sein,
es kann auch im Laufe des Kompositions- bzw. Entwicklungsprozesses auf
den Ort zugeschnitten werden.
- Daher kann im Vorfeld eines Projektes eine Residenz nötig sein, also
ein Aufenthalt des Komponisten/des Künstlerteams über mehrere Tage
oder Wochen im betreffenden Ort. Dieser Aufenthalt wird
selbstverständlich vom Festival finanziert.
Unkomplizierte Bewerbung:
Zur Bewerbung braucht man nur ein Konzeptpapier einzureichen, das die
Idee beschreibt und eventuell auf die logistischen Bedingungen eingeht
(Zeitplan, Materialien, Profi-Künstler, die einbezogen werden sollen,
Menschen des Ortes, die einbezogen werden sollen, Budget, sofern man
das schon einschätzen kann).
Außerdem die Bio, eventuell CDs und/oder Partituren, ein
künstlerisches „Credo“ etc.
Der kreative Prozess selbst soll/kann/darf also später stattfinden,
wenn die Jury Ende September getagt haben wird und ein Kompositions-
oder Projektauftrag erteilt wird.
Eine Altersbegrenzung gibt es nicht. Gesucht sind „junge“ Künstler,
aber das „jung“ bezieht sich vor allem auf die künstlerische
Positionierung. Es gibt von Seiten der Veranstalter überhaupt keine
Vordefinition.
Über das Budget kann ich bislang nur soviel sagen, dass die Städte
selbst nur sehr wenig zur Verfügung stellen können (vor allem Orte und
Hardware und Manpower und wenig Geld), dass die KulturRegion und Musik
der Jahrhunderte samt Netzwerk Süd sich aber sehr um zusätzliche
finanzielle Mittel bemühen. Ein ausgewähltes Projekt wird auch
angemessen finanziert werden.
Städte
Die 13 teilnehmenden Städte haben zwischen 5.000 und 90.000 Einwohner,
die meisten liegen zwischen 30.000 und 50.000 Einwohnern. Fast jede
Stadt hat „ihre“ wichtige Fabrik (z.B. Ditzingen mit Trumpf,
Waiblingen mit Stihl oder Göppingen mit Märklin). Durch die
Finanzkrise und die daraus folgenden Insolvenzen gibt es durchaus in
der einen oder anderen Kommune bedrohliche Einschnitte und
Veränderungen.
Für alle Orte ist das kulturelle Leben wichtig, überall gibt es
mindestens einen (Kirchen-)chor, Musikvereine, eine Musikschule, viele
Städte haben Konzertsäle, ein Theater, eine Abo-Reihe etc. Alle Orte
haben natürlich aktive Sportvereine. Viele Orte haben ihre
volkstümlichen Feste. Einige Märkte finden gerade auch im Herbst statt.
Die meisten Orte haben einen schönen alten Ortskern und attraktive
Gebäude.
Ich persönlich finde die Wikipedia Artikel über die Städte umfassend
informativ, wenn man strukturelle Informationen sucht.
In ihrer Struktur sind sich also alle Orte ähnlich, insofern ist es
sicher für viele Künstler schwierig, ein individuelles Konzept für
einen bestimmten Ort einzureichen. Das ist aber kein Problem. Es kann
durchaus ein Konzeptpapier eingereicht werden, das theoretisch in
jeder Stadt durchführbar wäre. Man kann „Forderungen stellen“, zum
Beispiel sich einen Ort wünschen, der ein Orchester hat oder ein
Theater oder Katakomben oder einen Flugplatz oder fünf Kirchtürme oder
eine Weinkellerei oder ein Jugendhaus oder eine unternehmungslustige
Schule oder eine metallverarbeitende Fabrik oder eine Fußgängerzone
oder eine Bierbrauerei oder oder oder.
Ich hoffe, dass ich mit diesem Schreiben einige Fragen klären konnte,
bin aber gerne bereit, weitere Fragen zu beantworten (am besten per
Email).
Herzliche Grüße
Christine Fischer
Christine Fischer
Intendantin
Neue Vocalsolisten
ECLAT Festival Neue Musik
Netzwerk Süd
Musik der Jahrhunderte
Siemensstraße 13
70469 Stuttgart
fon +49 711 6290510
fax +49 711 6290516
www.mdjstuttgart.de
