Degem - Deutsche Gesellschaft für elektroakustische Musik e.V.

[ 01. Februar 2010 ]

BERLIN - Cuts and Creeds, Eröffnung 5.2.2010

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Ausstellungsankündigung
Cuts and Creeds
Young male assassins in a oriental-occidental perspective
Duale audiovisuelle Installation von georg klein

Eröffnung: Freitag, 5.2. 2010, 18Uhr
Ausstellung: 6.2. – 26.2. 2010, jeweils Mi-So 18-22Uhr
Ort: DasLabor, Ladenraum Fuldastr. 56, Berlin-Neukölln
U7 Rathaus Neukölln / Bus M41 Fuldastr.

Die audiovisuelle Installation Cuts and Creeds setzt sich mit dem  
Phänomen des jugendlichen - meist männlichen - Attentäters  
auseinander, der in der islamischen Welt als Märtyrer gehandelt wird  
und in der westlichen Welt als Amokläufer erscheint.
Über Recherchen im Iran und in Deutschland, u.a. auf einem  
Märtyrerfriedhof in Isfahan und im Selbstversuch an dem Videospiel  
„Assassin's Creed“, entstanden zwei audiovisuelle Kompositionen, die  
diese beiden Seiten in ein kontrastreiches Verhältnis bringen und  
verstörende Querverbindungen aufweisen. Darin stellt sich die Frage  
nach der Faszinationskraft dieser Art der Gewalt- und Opferideologie:  
In welcher Lage muss ich mich befinden, um für ein bestimmtes Ziel  
andere Menschen in den Tod zu reißen, sei es virtuell oder real, und  
mich dabei selbst zu töten bzw. zu opfern.

Der mehrfach preisgekrönte Klang- und Videokünstler georg klein, der  
mit seinen politisch-situativen Arbeiten im öffentlichen Raum schon  
des öfteren provozierend auftrat (z.B. „European Border Watch“ 2007 in  
einem Berliner DDR-Grenzwachturm und „Ramallah Tours“ 2009 in Israel),  
legt hier eine Arbeit vor, die zwei empfindliche Punkte in diesen  
beiden kulturellen Sphären der Welt anspricht und auf beunruhigende  
Weise in Verbindung bringt.
Entsprechend ist die Installation in einen Laden in Berlin-Neukölln  
platziert, zwischen der arabischen Sonnenallee und der türkischen Karl-
Marx-Straße, einem Gebiet, in dem Deutsche und Muslime in schwierigen  
Verhältnissen koexistieren.

Artist website: www.georgklein.de

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