[ 09. September 2009 ]
Date: September 5, 2009 1:12:41 AM GMT+02:00
Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde und Kollegen,
vom 7. bis 18. September 2009 macht ohrenstrand mobil mit einer Fülle
an Konzerten und Performances Station am Berliner Hauptbahnhof
(Zentrale Mitte, Ebene 0).
Die mobile Architektur für Neue Musik bildet als flexibles Implantat
den idealen Rahmen für Musiker und Performer, um im öffentlichen Raum
mit zeitgemäßen Klangwelten aufhorchen zu lassen: Wo sich die Gleise
der transkontinentalen Ostwest- mit der Nordsüd-Verbindung kreuzen und
hunderttausende Menschen täglich in Bewegung sind, bezieht die Neue
Musik ein temporäres Zuhause und lädt zum spontanen Verweilen ein.
Hierzu sind Sie herzlich eingeladen, wie auch alle Durchreisenden und
Flaneure vor Ort. In täglichen Mittags- (13 Uhr) und Abendkonzerten
(ab 20 Uhr) können Sie am reichen Spektrum der Neuen Musik teilhaben,
u. a. präsentiert von Künstlern wie David Moss, Cora Frost, Sidney
Corbett, Catherine Milliken, Heather O'Donnell, Teilnehmern des
Realisierungswettbewerbs operare und Musikern des Kammerensemble Neue
Musik Berlin.
An zwei Abenden kommen auch Tangoliebhaber auf ihre Kosten, wenn
ohrenstrand mobil zur Contemporary Tango Night einlädt. Den Abschluss
der Konzert- und Performancereihe bildet die Premiere der Oper
Europera 5 von John Cage in einer Inszenierung der Zeitgenössischen
Oper Berlin.
Der Eintritt zu allen Konzerten ist frei.
Auch auf dem pfefferberg setzt ohrenstrand.net sein Programm fort, mit
dem Salon der singuhr - hoergalerie am 9. September um 20 Uhr. Unter
dem Motto "Klang - Raum - Medien" verständigen sich Edwin van der
Heide und Paul DeMarinis mit Andreas Broeckmann über die Grenzen von
Klang- und Medienkunst. Zuvor sind Sie eingeladen, an einer Führung
durch die aktuellen Ausstellungen der singuhr - hoergalerie
teilzunehmen.
Nähere Informationen finden Sie weiter unten in dieser E-Mail oder
unter: http://www.ohrenstrand.net
Wir würden uns freuen, Sie am ohrenstrand zu begrüßen!
Ihr Team von ohrenstrand.net
Mittwoch, 09.09.2009, 20 Uhr, pfefferberg haus 13
ohrenstrand auf dem pfefferberg: singuhr - salon 3/09
Klang - Raum - Medien
Andreas Broeckmann im Gespräch mit Edwin van der Heide und Paul
DeMarinis
Die Grenzen von Klang- und Medienkunst werden fließend. Hierfür gibt
es technische wie historische Gründe, denn digitale Techniken
ermöglichen heute audio-visuelle Übersetzungen, die alte Versprechen
von Moderne und Avantgarde einlösbar machen. Was dies für die
künstlerische Produktion und deren Vermittlung bedeutet, diskutieren
Edwin van der Heide, Varèse-Gastprofessor des DAAD und künstlerischer
Leiter des Projekts "Klangspeicher - global / local" im Kleinen
Wasserspeicher, Paul DeMarinis, derzeit Gast des Berliner
Künstlerprogramms des DAAD und Andreas Broeckmann, künstlerischer
Leiter des internationalen Festivals ISEA2010 RUHR.
Ort: pfefferberg haus 13, Schönhauser Allee 176, 10119 Berlin; U2
Senefelderplatz
Eintritt frei
Bereits um 18 Uhr: Öffentliche Führung durch die aktuelle Ausstellung;
Treffpunkt: Großer Wasserspeicher, Eingang Belforter Straße, U2
Senefelder Platz, Tram 1 Metzer Straße
"Ankunft: Neue Musik" - ohrenstrand mobil im Hauptbahnhof (Zentrale
Mitte, Ebene 0)
Montag, 7. September 2009
13:00 Uhr: Katharina Hanstedt (Harfe und Zuspielung) Werke von:
Salzedo, Hummel, Schwaen, Cage u. a.
Montag, 7. September 2009
20:00 Uhr: Theo Nabicht (Bassklarinette), Simone Leona Hueber
(Schauspiel, Tanz)
Dienstag, 8. September
13:00 Uhr: Susanne Betancor (Instrumente, Gesang) und David Moss
(Stimme, Gesang)
Have you ever been DESOLAT hearing subterranean homesickblues in a
railway station? Now you are! Betancor.die Popette & David Moss fühlen
sich wohl zwischen Rolltreppen. Dank Dylan.
Dienstag, 8. September
21:00 Uhr: Ein Picknick mit Cora Frost (Performance), Sidney Corbett
(Komposition, E-Gitarre) und Rolf Laumer, Elektronik
picknick. entschleunigungspicknick. hauptbahnhof. ankommen. abfahren.
ankommen vorm abfahren. reisefieber. panik. laufen. rennen. wohin?
sitzplätze, stehplätze, reservierte plätze, rennplätze. ankommen.
abfahren. rennen. suchen. ankommen. abfahren.
mittendrin. ein picknick. eine oase. ein friedlicher ort. picknick.
ruhe. essen. sitzen. liegen. ruhe. eine insel. musik. entschleunigung.
anhalten.
eine fatamorgana der ruhe. stehenbleiben. essen. ruhe. musik.
bleiben. entschleunigen. schweben. =
Mittwoch, 9. September 2009
11:00-21:00 Uhr: Getreten, gelauscht und abgefahren: Musiktrainer von
Erwin Stache (Klangobjektebauer)
Ein Hometrainer wird zum Musikinstrument, indem er elektronisch
präpariert wurde. Man hat drei Stücke zur Auswahl, die man je nach
Trittgeschwindigkeit und -richtung abspielen und damit neu
interpretieren kann. Dazu kommt noch die Möglichkeit, alle drei Stücke
parallel zu spielen, sie zu verschieben und mit verschiedenen
Instrumenten zu kombinieren. Dadurch entstehen neue musikalische
Strukturen, die kaum noch an das Original erinnern. Ein viertes
Register spielt kein Lied ab, sondern reagiert auf die
Drehgeschwindigkeit und -richtung selbst. Die Töne werden
beispielsweise höher, lauter, heller, um so schneller man tritt usw.
Mittwoch, 9. September 2009
21:00 - 2:00 Contemporary Tango Night - Tangoloft zu Gast im
ohrenstrand mobil mit DJane Mona-Isabelle
Tango tanzen zu Musik der Zeit Astor Piazollas bis zu aktueller Neuer
Musik
21:00 Uhr: Einführung für Tango-Neulinge mit Susanne Opitz & Rafael
Busch
Ab 22:00 Uhr: Milonga
23:00 Uhr Showtanz mit Susanne & Rafael + Arnulf Ballhorn (Kontrabass)
Donnerstag, 10. September
13:00 Uhr: Weiter - RaumTonImprovisation als Momentaufnahme mit Justin
Lépany (Gitarre) und Juliane Ebner (Installation)
Donnerstag, 10. September
20:00 Uhr: Konkret zu abstrakt mit Haarmann (Mandoline, Luftballon,
Computer), Frank Niehusmann (E-Schlagzeug, Computer) Konkret zu
Abstrakt spielen Elektro-Akustische Musik mit ungewöhnlichem
Instrumentarium.
Donnerstag, 10. September
22:00 Uhr: DUO mit Lucio Capece (Sopransaxophon, Bassklarinette,
Dinge) und Christian Kesten (Stimme, Dinge)
Lucio Capece präpariert seine Instrumente mit Plastikflaschen,
Tischtennisbällen, Wasser, verschiedenen Arten Papier, diversen
analogen elektronischen Aufbauten und anderen, persönlich entwickelten
erweiterten Spieltechniken. Sein Spiel ist stark von Alltagselektronik
und mechanischen Klängen beeinflusst. Christian Kesten entwickelte ein
Instrumentarium an erweiterten Vokaltechniken, die das Geräusch und
die feine Nuancierung von Klangfarben in den Vordergrund stellen. Sein
Umgang mit der Stimme ist eher abstrakt und "unpsychologisch". Die
Klänge haben Raum, in ihrer Eigenheit wahrgenommen zu werden.
Freitag, 11. September 2009
13:00 Uhr: Katharina Hanstedt (Harfe und Zuspielung) Werke von:
Salzedo, Hummel, Schwaen, Cage u. a.
Freitag, 11. September 2009
20:00 Uhr: Daniel Plöger (Lautsprecher) und Christine Karpellus (Tanz,
Performance)
Sonnabend, 12. September 2009
13:00 Uhr: Station Artikulation mit Laura Mello (Bratsche, Elektronik)
und Silke Wiegand (Tanz, Mobiles)
Laura Mello und Silke Wiegand spielen mit den klanglichen und
räumlichen Eigenschaften, die der Hauptbahnhof zum Wahrnehmen
anbietet. Es wird verlängert, umkehrt, und so weit wie möglich
überlappt. Kann der Stillstand in einer Zwischenstation auch zur
Bewegung angeregt werden?
Sonnabend, 12. September 2009
20:00 Uhr: Arnulf Ballhorn (Kontrabass)
Sonntag, 13. September 2009
13:00 Volker Uhr Staub (Experimental-Instrumente) + Simone Leona
Hueber (Schauspiel/Tanz)
Sonntag, 13. September 2009
15:00 Uhr Abfolgen - ein endloser, aleatorischer Soundmix (1998) von
Carol Robinson und Cathy Milliken gespielt von Cathy Milliken (Oboe,
Englischhorn)
Sonntag, 13. September 2009
20:00 Ana Maria Rodriguez (Live-Elektronik) + Ekkehard Windrich
(Violine) vom Kammerensemble Neue Musik Berlin
Sonntag, 13. September 2009
22:00 Dietrich Eichmann (Fender Rhodes), John Hughes (Kontrabass),
Thomas Rehnert (Perkussion)
Die drei Musiker haben ein Improvisationskonzept entwickelt, das die
besondere akustische Situation des Hauptbahnhofs, die ein- und
ausfahrenden Züge, Signalgongs, Menschenmengen, Arbeits- und
Transportgeräusche der Läden und Bistros usw. mit einbezieht und so zu
verschiedenen Zeiten der Verkehrsdichte und Geschäftigkeit völlig
unterschiedliche Musik hervorbringen wird.
Montag, 14. September 2009
13:00 Uhr: all ears mit Christiane Hommelsheim (Stimme/Loop), Ralf
Haarmann (Mandoline/Loop), Nadia Cusimano (Tanzimprovisation), Ami
Garmon (Tanzimprovisation)
Die Stimmperformerin Christiane Hommelsheim und der Komponist Haarmann
spielen improvisierte Loopmusik. Zentrale Idee des Duos ist es, die
Schwingungen des Augenblicks aufzunehmen und in Klang zu
transformieren. Gemeinsam mit den Tänzerinnen Nadia Cusimano und Ami
Garmon werden sie die strömenden Bewegungen und Sounds des Berliner
Hauptbahnhofs kanalisieren und zu einem raumgreifenden Erlebnis
umwandeln.
Montag, 14. September 2009
18:00 Uhr: Tango, Tao und andere Tangenten mit Paul E. Paul & Andreas
Montag, 14. September 2009
20:00 Uhr: Giovanni Longo (Live-Elektronik, Laptop) und Marc Lingk
(Posaune, Live-Elektronik, Laptop)
Marc Lingk ist Komponist, Interpret, Performer, Softwareentwickler,
Musikprogrammierer, Forscher, Lehrer und Komponist. Giovanni Longo
ist Klangkünstler, Komponist, Konzept-Entwickler, Kurator und Lehrer.
Montag, 14. September 2009
21:00 Uhr: Klanginstallation - Music for stations von Giovanni Longo
Dienstag, 15. September 2009
21:00 Uhr: SCHEINING im Durchzug mit Jovanka von Wilsdorf (Elektronik,
Text) und Joe Czarnecki (Gitarre)
Klang auf Durchreise: Der Bahnhof als Sound-Pool erzählt vom Kommen
und Gehen, Ein- und Aussteigen, Vorbeiziehen und Zurücklassen.
SCHEINING kommen an, saugen auf und verwandeln den lebendigen
Soundtrack des Bahnhofs in Bilder zum Zuhören. "Live" Klang-Proben
werden genommen, geschichtet und mit vor Ort gespielten Tönen und
Textfragmenten zu immer neuen Klangbauten verarbeitet. Jovanka von
Wilsdorf (Quarks) und Joe Czarnecki versetzen Minimal-Electronic,
Texte aus dem Stehgreif und eine Akustik-Gitarre, die klingt als würde
sie brennen, mit den Geräuschen des Bahnhofs. Lebendig.
Dienstag, 15. September 2009
18:00 Uhr: SMAUB Klangaktionen von Volker Staub und Daniel Smutny für
Saiten, Sirenen, Trommel und Elektronik
Dienstag, 15. September 2009
20:00 Uhr: Musik-Performances mit Antje Vowinckel (Instrumentarium),
Kai Fagaschinski (Klarinette) und Lucio Capece (Klarinette)
1. "Someone something", Solo-Performance mit Texten von Gertrude Stein
für Stimme, E-Orgel und Objekte
2. "Colle e cantieri" Kompo-Improvisation für E-Orgel, Objekte und
Zuspielband
3. Improvisation für E-Orgel, Objekte und Klarinette
Für ihre Solo-Performances hat Antje Vowinckel ein eigenes kleines
Instrumentarium entwickelt: eine 70er Jahre E-Orgel, ein vibrierender
Lautsprecher, Küchenreiben, Hackbrettschlegel und präparierter
Luftballon. In "Someone something" setzt sie kurze englische Texte aus
"The making of Americans" in musikalische Miniaturen um und spielt
mit den Rhythmen und Vieldeutigkeiten der Texte. In "Colle e cantieri"
werden mechanische Geräusche, Netzbrummen und Vibrationen in eine
Klangkomposition integriert, so dass sie nicht mehr als
"Störgeräusche" wirken sondern als musikalische Elemente.
Dienstag, 15. September 2009
21:00 Treader Robin Hayward (Komposition, Tuba)
"Treader" ist eines der Stücke, welches auf Robin Haywards zweiter
Solo-CD "States of Rushing" ("Rauschzustände") erscheinen wird (Choose
Records). Durch das Drehen der Pumpventile wird die Tuba zum
tieffrequenzigen Hallgerät transformiert, welches den akustischen Raum
sowohl innerhalb wie auch außerhalb des Instruments untersucht.
Mittwoch, 16. September 2009
13:00 Uhr: nine times seven mit Daniel Smutny LIVE
Ortsbezogene Verdichtung zum 16.9.2009 13:00, Hauptbahnhof Berlin.
Daniel Smutny reist an diesem Tage gegen 13:00 Uhr an. Vom Startpunkt
der Reise bis zur Ankunft am Berliner Hauptbahnhof erzeugt er Klänge
für einen Zeitpunkt ab 13:00 Uhr: 9 x 7 Minuten zum Verweilen und
Weiterreisen. Jeder, der auf den ersten siebenminütigen Teil folgende
Teil gleicher Dauer ist ein Remix des ersten, eine Verdichtung,
Erweiterung um mehrere stilistische Elemente: Trance, Elektro,
Klassische Musik, Klangkunst und Neue Musik. Am Ende steht ein
vollkommen polystilistisches Ereignis, ein Resultat zeitlicher
Überlagerungen. Sofort nach Ende der Session reist er ab und schickt
am Ende der Rückreise ein neues zehntes soundfile der Klänge der
Rückreise an den ohrenstrand mobil, welches dann als Mobile oder
Pausenmusik der nächsten Tage verwendet werden kann.
Mittwoch, 16. September 2009
21:00 - 02:00 Uhr: Contemporary Tango Night - Tangoloft zu Gast im
ohrenstrand mobil mit DJane Mona-Isabelle und Gabriel Prynn (Cello und
Live-Elektronik)
Tango tanzen zu Musik der Zeit Astor Piazollas bis zu aktueller Neuer
Musik
21:00 - 22:00 Uhr: Gabriel Prynn, Cello - Solo Werke von Ana
Sokolovic, Steve Reich, Karen Tanaka u. a.
Ab 22:00 Uhr: Milonga
23:00 Uhr: Showtanz mit Guggi Zuzakova & Yanick Weiler nach Livemusik
gespielt von Gabriel Prynn (Cello)
- Cello Counterpoint for amplified cello and multichannel tape by
Steve Reich (*1936)
- Song of songs for cello and electronics by Karen Tanaka (*1961)
Donnerstag, 17. September 2009
24 Stunden Klavier-Spezial - Zeitgenössische Musikliteratur und
Improvisationen
13:00 Uhr: Heather O'Donnell (Klavier) spielt u. a.: Charles Ives:
Three Quarter-Tone Pieces for Two Pianos, new version for piano &
electronics; Charles Ives: The Celestial Railroad; Morton Feldman:
Nature Pieces; Oliver Schneller: Five Imaginary Spaces for Piano &
Electronics
15:00 Uhr: Instant Main Station gespielt von Tobias Schwenke (Klavier)
20:00 Uhr: 3 Nachtstücke und ein Ländler gespielt von Arno Waschk (Klavier)
Freitag, 18. September 2009
24 Stunden Klavier-Spezial - Zeitgenössische Musikliteratur und
Improvisationen (Fortsetzung vom 17. September)
08:00 Uhr: Frühe Stücke gespielt von Matthias Klünder (Klavier)
Freitag, 18. September 2009
13:00 Uhr: Europera 5 Oper - ein zufallsgesteuertes Musiktheater von
John Cage (Premiere) in der Regie von Andreas Rochholl mit Laura
Alonso (Sopran), Susannah Haberfeld (Mezzosopran), Arno Waschk (Piano)
und Klaus Geitel (Viktrola)
Der Titel "Europera" ist ein Wortspiel und bedeutet sowohl "Your
Opera" als auch "Europe's operas". Auf der Grundlage des
kompositorischen Materials der Opern des 18. und 19. Jahrhunderts
dekonstruierte John Cage mittels Zufallsoperationen die Sprache der
klassischen Oper und ließ gleichzeitig eine Hommage an eben diese
Opernwelt entstehen. Zwei Sängerinnen, ein Pianist und ein Grammophon-
Spieler interpretieren jeweils sechs von ihnen ausgewählte Werke der
Opernliteratur und bringen somit ihre langjährigen Opernerfahrungen
auf die Bühne. Diese stehen vom Zufall dirigiert unabhängig
nebeneinander und verbinden sich mit den persönlichen
Opernerinnerungen eines jeden Zuschauers.
Freitag, 18. September 2009
14:00 Uhr: Mosaik für Klarinette und Klavier mit Victor de la Rosa
(Klarinette) und Maria Busqué (Klavier) mit Werken von Albéniz,
Mompou, Guinjoan, Gade, Poulenc, Lutoslawski
Freitag, 18. September 2009
18:00 Uhr: durch/weg - Ensemble frei:flug mit Paula Kramer (Tanz) und
Miriam Akkermann (Querflöte, Live-Elektronik)
An einer Stelle im Hauptbahnhof, an der Züge nur durch ihre Geräusche
präsent sind, befinden sich Menschen zu Fuß auf der Reise. Hier, in
Mitten zufälliger Bewegungen und Klänge definieren die Künstler einen
Raum, folgen den Schritten der Durchreisenden und hinterlassen eigene
Spuren. In drei Phasen wird das Innen und Außen des Bühnenraumes
zunächst definiert, dann durchkreuzt und schließlich aufgelöst. Das
improvisierte Format entsteht durch Dialoge zwischen Körper und
Klang, die ein kurzfristiges Erfassen von Zeit und Raum ermöglichen.
ohrenstrand.net ist ein gemeinsames Projekt von Akademie der Künste,
ausland, KNM Berlin, Konzerthaus Berlin, kulturradio vom rbb, singuhr
- hoergalerie, Technische Universität Berlin und Zeitgenössische Oper
Berlin unter dem Dach der Kulturprojekte Berlin GmbH.
ohrenstrand.net wird gefördert durch das Netzwerk Neue Musik, ein
Förderprojekt der Kulturstiftung des Bundes, und die Kulturverwaltung
des Landes Berlin.
In Zusammenarbeit mit der Pfefferwerk Stadtkultur gGmbH.
BERLIN - ohrenstrand.net: "Ankunft: Neue Musik" + singuhr salon 3
From: ohrenstrand.netDate: September 5, 2009 1:12:41 AM GMT+02:00
Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde und Kollegen,
vom 7. bis 18. September 2009 macht ohrenstrand mobil mit einer Fülle
an Konzerten und Performances Station am Berliner Hauptbahnhof
(Zentrale Mitte, Ebene 0).
Die mobile Architektur für Neue Musik bildet als flexibles Implantat
den idealen Rahmen für Musiker und Performer, um im öffentlichen Raum
mit zeitgemäßen Klangwelten aufhorchen zu lassen: Wo sich die Gleise
der transkontinentalen Ostwest- mit der Nordsüd-Verbindung kreuzen und
hunderttausende Menschen täglich in Bewegung sind, bezieht die Neue
Musik ein temporäres Zuhause und lädt zum spontanen Verweilen ein.
Hierzu sind Sie herzlich eingeladen, wie auch alle Durchreisenden und
Flaneure vor Ort. In täglichen Mittags- (13 Uhr) und Abendkonzerten
(ab 20 Uhr) können Sie am reichen Spektrum der Neuen Musik teilhaben,
u. a. präsentiert von Künstlern wie David Moss, Cora Frost, Sidney
Corbett, Catherine Milliken, Heather O'Donnell, Teilnehmern des
Realisierungswettbewerbs operare und Musikern des Kammerensemble Neue
Musik Berlin.
An zwei Abenden kommen auch Tangoliebhaber auf ihre Kosten, wenn
ohrenstrand mobil zur Contemporary Tango Night einlädt. Den Abschluss
der Konzert- und Performancereihe bildet die Premiere der Oper
Europera 5 von John Cage in einer Inszenierung der Zeitgenössischen
Oper Berlin.
Der Eintritt zu allen Konzerten ist frei.
Auch auf dem pfefferberg setzt ohrenstrand.net sein Programm fort, mit
dem Salon der singuhr - hoergalerie am 9. September um 20 Uhr. Unter
dem Motto "Klang - Raum - Medien" verständigen sich Edwin van der
Heide und Paul DeMarinis mit Andreas Broeckmann über die Grenzen von
Klang- und Medienkunst. Zuvor sind Sie eingeladen, an einer Führung
durch die aktuellen Ausstellungen der singuhr - hoergalerie
teilzunehmen.
Nähere Informationen finden Sie weiter unten in dieser E-Mail oder
unter: http://www.ohrenstrand.net
Wir würden uns freuen, Sie am ohrenstrand zu begrüßen!
Ihr Team von ohrenstrand.net
Mittwoch, 09.09.2009, 20 Uhr, pfefferberg haus 13
ohrenstrand auf dem pfefferberg: singuhr - salon 3/09
Klang - Raum - Medien
Andreas Broeckmann im Gespräch mit Edwin van der Heide und Paul
DeMarinis
Die Grenzen von Klang- und Medienkunst werden fließend. Hierfür gibt
es technische wie historische Gründe, denn digitale Techniken
ermöglichen heute audio-visuelle Übersetzungen, die alte Versprechen
von Moderne und Avantgarde einlösbar machen. Was dies für die
künstlerische Produktion und deren Vermittlung bedeutet, diskutieren
Edwin van der Heide, Varèse-Gastprofessor des DAAD und künstlerischer
Leiter des Projekts "Klangspeicher - global / local" im Kleinen
Wasserspeicher, Paul DeMarinis, derzeit Gast des Berliner
Künstlerprogramms des DAAD und Andreas Broeckmann, künstlerischer
Leiter des internationalen Festivals ISEA2010 RUHR.
Ort: pfefferberg haus 13, Schönhauser Allee 176, 10119 Berlin; U2
Senefelderplatz
Eintritt frei
Bereits um 18 Uhr: Öffentliche Führung durch die aktuelle Ausstellung;
Treffpunkt: Großer Wasserspeicher, Eingang Belforter Straße, U2
Senefelder Platz, Tram 1 Metzer Straße
"Ankunft: Neue Musik" - ohrenstrand mobil im Hauptbahnhof (Zentrale
Mitte, Ebene 0)
Montag, 7. September 2009
13:00 Uhr: Katharina Hanstedt (Harfe und Zuspielung) Werke von:
Salzedo, Hummel, Schwaen, Cage u. a.
Montag, 7. September 2009
20:00 Uhr: Theo Nabicht (Bassklarinette), Simone Leona Hueber
(Schauspiel, Tanz)
Dienstag, 8. September
13:00 Uhr: Susanne Betancor (Instrumente, Gesang) und David Moss
(Stimme, Gesang)
Have you ever been DESOLAT hearing subterranean homesickblues in a
railway station? Now you are! Betancor.die Popette & David Moss fühlen
sich wohl zwischen Rolltreppen. Dank Dylan.
Dienstag, 8. September
21:00 Uhr: Ein Picknick mit Cora Frost (Performance), Sidney Corbett
(Komposition, E-Gitarre) und Rolf Laumer, Elektronik
picknick. entschleunigungspicknick. hauptbahnhof. ankommen. abfahren.
ankommen vorm abfahren. reisefieber. panik. laufen. rennen. wohin?
sitzplätze, stehplätze, reservierte plätze, rennplätze. ankommen.
abfahren. rennen. suchen. ankommen. abfahren.
mittendrin. ein picknick. eine oase. ein friedlicher ort. picknick.
ruhe. essen. sitzen. liegen. ruhe. eine insel. musik. entschleunigung.
anhalten.
eine fatamorgana der ruhe. stehenbleiben. essen. ruhe. musik.
bleiben. entschleunigen. schweben. =
Mittwoch, 9. September 2009
11:00-21:00 Uhr: Getreten, gelauscht und abgefahren: Musiktrainer von
Erwin Stache (Klangobjektebauer)
Ein Hometrainer wird zum Musikinstrument, indem er elektronisch
präpariert wurde. Man hat drei Stücke zur Auswahl, die man je nach
Trittgeschwindigkeit und -richtung abspielen und damit neu
interpretieren kann. Dazu kommt noch die Möglichkeit, alle drei Stücke
parallel zu spielen, sie zu verschieben und mit verschiedenen
Instrumenten zu kombinieren. Dadurch entstehen neue musikalische
Strukturen, die kaum noch an das Original erinnern. Ein viertes
Register spielt kein Lied ab, sondern reagiert auf die
Drehgeschwindigkeit und -richtung selbst. Die Töne werden
beispielsweise höher, lauter, heller, um so schneller man tritt usw.
Mittwoch, 9. September 2009
21:00 - 2:00 Contemporary Tango Night - Tangoloft zu Gast im
ohrenstrand mobil mit DJane Mona-Isabelle
Tango tanzen zu Musik der Zeit Astor Piazollas bis zu aktueller Neuer
Musik
21:00 Uhr: Einführung für Tango-Neulinge mit Susanne Opitz & Rafael
Busch
Ab 22:00 Uhr: Milonga
23:00 Uhr Showtanz mit Susanne & Rafael + Arnulf Ballhorn (Kontrabass)
Donnerstag, 10. September
13:00 Uhr: Weiter - RaumTonImprovisation als Momentaufnahme mit Justin
Lépany (Gitarre) und Juliane Ebner (Installation)
Donnerstag, 10. September
20:00 Uhr: Konkret zu abstrakt mit Haarmann (Mandoline, Luftballon,
Computer), Frank Niehusmann (E-Schlagzeug, Computer) Konkret zu
Abstrakt spielen Elektro-Akustische Musik mit ungewöhnlichem
Instrumentarium.
Donnerstag, 10. September
22:00 Uhr: DUO mit Lucio Capece (Sopransaxophon, Bassklarinette,
Dinge) und Christian Kesten (Stimme, Dinge)
Lucio Capece präpariert seine Instrumente mit Plastikflaschen,
Tischtennisbällen, Wasser, verschiedenen Arten Papier, diversen
analogen elektronischen Aufbauten und anderen, persönlich entwickelten
erweiterten Spieltechniken. Sein Spiel ist stark von Alltagselektronik
und mechanischen Klängen beeinflusst. Christian Kesten entwickelte ein
Instrumentarium an erweiterten Vokaltechniken, die das Geräusch und
die feine Nuancierung von Klangfarben in den Vordergrund stellen. Sein
Umgang mit der Stimme ist eher abstrakt und "unpsychologisch". Die
Klänge haben Raum, in ihrer Eigenheit wahrgenommen zu werden.
Freitag, 11. September 2009
13:00 Uhr: Katharina Hanstedt (Harfe und Zuspielung) Werke von:
Salzedo, Hummel, Schwaen, Cage u. a.
Freitag, 11. September 2009
20:00 Uhr: Daniel Plöger (Lautsprecher) und Christine Karpellus (Tanz,
Performance)
Sonnabend, 12. September 2009
13:00 Uhr: Station Artikulation mit Laura Mello (Bratsche, Elektronik)
und Silke Wiegand (Tanz, Mobiles)
Laura Mello und Silke Wiegand spielen mit den klanglichen und
räumlichen Eigenschaften, die der Hauptbahnhof zum Wahrnehmen
anbietet. Es wird verlängert, umkehrt, und so weit wie möglich
überlappt. Kann der Stillstand in einer Zwischenstation auch zur
Bewegung angeregt werden?
Sonnabend, 12. September 2009
20:00 Uhr: Arnulf Ballhorn (Kontrabass)
Sonntag, 13. September 2009
13:00 Volker Uhr Staub (Experimental-Instrumente) + Simone Leona
Hueber (Schauspiel/Tanz)
Sonntag, 13. September 2009
15:00 Uhr Abfolgen - ein endloser, aleatorischer Soundmix (1998) von
Carol Robinson und Cathy Milliken gespielt von Cathy Milliken (Oboe,
Englischhorn)
Sonntag, 13. September 2009
20:00 Ana Maria Rodriguez (Live-Elektronik) + Ekkehard Windrich
(Violine) vom Kammerensemble Neue Musik Berlin
Sonntag, 13. September 2009
22:00 Dietrich Eichmann (Fender Rhodes), John Hughes (Kontrabass),
Thomas Rehnert (Perkussion)
Die drei Musiker haben ein Improvisationskonzept entwickelt, das die
besondere akustische Situation des Hauptbahnhofs, die ein- und
ausfahrenden Züge, Signalgongs, Menschenmengen, Arbeits- und
Transportgeräusche der Läden und Bistros usw. mit einbezieht und so zu
verschiedenen Zeiten der Verkehrsdichte und Geschäftigkeit völlig
unterschiedliche Musik hervorbringen wird.
Montag, 14. September 2009
13:00 Uhr: all ears mit Christiane Hommelsheim (Stimme/Loop), Ralf
Haarmann (Mandoline/Loop), Nadia Cusimano (Tanzimprovisation), Ami
Garmon (Tanzimprovisation)
Die Stimmperformerin Christiane Hommelsheim und der Komponist Haarmann
spielen improvisierte Loopmusik. Zentrale Idee des Duos ist es, die
Schwingungen des Augenblicks aufzunehmen und in Klang zu
transformieren. Gemeinsam mit den Tänzerinnen Nadia Cusimano und Ami
Garmon werden sie die strömenden Bewegungen und Sounds des Berliner
Hauptbahnhofs kanalisieren und zu einem raumgreifenden Erlebnis
umwandeln.
Montag, 14. September 2009
18:00 Uhr: Tango, Tao und andere Tangenten mit Paul E. Paul & Andreas
Montag, 14. September 2009
20:00 Uhr: Giovanni Longo (Live-Elektronik, Laptop) und Marc Lingk
(Posaune, Live-Elektronik, Laptop)
Marc Lingk ist Komponist, Interpret, Performer, Softwareentwickler,
Musikprogrammierer, Forscher, Lehrer und Komponist. Giovanni Longo
ist Klangkünstler, Komponist, Konzept-Entwickler, Kurator und Lehrer.
Montag, 14. September 2009
21:00 Uhr: Klanginstallation - Music for stations von Giovanni Longo
Dienstag, 15. September 2009
21:00 Uhr: SCHEINING im Durchzug mit Jovanka von Wilsdorf (Elektronik,
Text) und Joe Czarnecki (Gitarre)
Klang auf Durchreise: Der Bahnhof als Sound-Pool erzählt vom Kommen
und Gehen, Ein- und Aussteigen, Vorbeiziehen und Zurücklassen.
SCHEINING kommen an, saugen auf und verwandeln den lebendigen
Soundtrack des Bahnhofs in Bilder zum Zuhören. "Live" Klang-Proben
werden genommen, geschichtet und mit vor Ort gespielten Tönen und
Textfragmenten zu immer neuen Klangbauten verarbeitet. Jovanka von
Wilsdorf (Quarks) und Joe Czarnecki versetzen Minimal-Electronic,
Texte aus dem Stehgreif und eine Akustik-Gitarre, die klingt als würde
sie brennen, mit den Geräuschen des Bahnhofs. Lebendig.
Dienstag, 15. September 2009
18:00 Uhr: SMAUB Klangaktionen von Volker Staub und Daniel Smutny für
Saiten, Sirenen, Trommel und Elektronik
Dienstag, 15. September 2009
20:00 Uhr: Musik-Performances mit Antje Vowinckel (Instrumentarium),
Kai Fagaschinski (Klarinette) und Lucio Capece (Klarinette)
1. "Someone something", Solo-Performance mit Texten von Gertrude Stein
für Stimme, E-Orgel und Objekte
2. "Colle e cantieri" Kompo-Improvisation für E-Orgel, Objekte und
Zuspielband
3. Improvisation für E-Orgel, Objekte und Klarinette
Für ihre Solo-Performances hat Antje Vowinckel ein eigenes kleines
Instrumentarium entwickelt: eine 70er Jahre E-Orgel, ein vibrierender
Lautsprecher, Küchenreiben, Hackbrettschlegel und präparierter
Luftballon. In "Someone something" setzt sie kurze englische Texte aus
"The making of Americans" in musikalische Miniaturen um und spielt
mit den Rhythmen und Vieldeutigkeiten der Texte. In "Colle e cantieri"
werden mechanische Geräusche, Netzbrummen und Vibrationen in eine
Klangkomposition integriert, so dass sie nicht mehr als
"Störgeräusche" wirken sondern als musikalische Elemente.
Dienstag, 15. September 2009
21:00 Treader Robin Hayward (Komposition, Tuba)
"Treader" ist eines der Stücke, welches auf Robin Haywards zweiter
Solo-CD "States of Rushing" ("Rauschzustände") erscheinen wird (Choose
Records). Durch das Drehen der Pumpventile wird die Tuba zum
tieffrequenzigen Hallgerät transformiert, welches den akustischen Raum
sowohl innerhalb wie auch außerhalb des Instruments untersucht.
Mittwoch, 16. September 2009
13:00 Uhr: nine times seven mit Daniel Smutny LIVE
Ortsbezogene Verdichtung zum 16.9.2009 13:00, Hauptbahnhof Berlin.
Daniel Smutny reist an diesem Tage gegen 13:00 Uhr an. Vom Startpunkt
der Reise bis zur Ankunft am Berliner Hauptbahnhof erzeugt er Klänge
für einen Zeitpunkt ab 13:00 Uhr: 9 x 7 Minuten zum Verweilen und
Weiterreisen. Jeder, der auf den ersten siebenminütigen Teil folgende
Teil gleicher Dauer ist ein Remix des ersten, eine Verdichtung,
Erweiterung um mehrere stilistische Elemente: Trance, Elektro,
Klassische Musik, Klangkunst und Neue Musik. Am Ende steht ein
vollkommen polystilistisches Ereignis, ein Resultat zeitlicher
Überlagerungen. Sofort nach Ende der Session reist er ab und schickt
am Ende der Rückreise ein neues zehntes soundfile der Klänge der
Rückreise an den ohrenstrand mobil, welches dann als Mobile oder
Pausenmusik der nächsten Tage verwendet werden kann.
Mittwoch, 16. September 2009
21:00 - 02:00 Uhr: Contemporary Tango Night - Tangoloft zu Gast im
ohrenstrand mobil mit DJane Mona-Isabelle und Gabriel Prynn (Cello und
Live-Elektronik)
Tango tanzen zu Musik der Zeit Astor Piazollas bis zu aktueller Neuer
Musik
21:00 - 22:00 Uhr: Gabriel Prynn, Cello - Solo Werke von Ana
Sokolovic, Steve Reich, Karen Tanaka u. a.
Ab 22:00 Uhr: Milonga
23:00 Uhr: Showtanz mit Guggi Zuzakova & Yanick Weiler nach Livemusik
gespielt von Gabriel Prynn (Cello)
- Cello Counterpoint for amplified cello and multichannel tape by
Steve Reich (*1936)
- Song of songs for cello and electronics by Karen Tanaka (*1961)
Donnerstag, 17. September 2009
24 Stunden Klavier-Spezial - Zeitgenössische Musikliteratur und
Improvisationen
13:00 Uhr: Heather O'Donnell (Klavier) spielt u. a.: Charles Ives:
Three Quarter-Tone Pieces for Two Pianos, new version for piano &
electronics; Charles Ives: The Celestial Railroad; Morton Feldman:
Nature Pieces; Oliver Schneller: Five Imaginary Spaces for Piano &
Electronics
15:00 Uhr: Instant Main Station gespielt von Tobias Schwenke (Klavier)
20:00 Uhr: 3 Nachtstücke und ein Ländler gespielt von Arno Waschk (Klavier)
Freitag, 18. September 2009
24 Stunden Klavier-Spezial - Zeitgenössische Musikliteratur und
Improvisationen (Fortsetzung vom 17. September)
08:00 Uhr: Frühe Stücke gespielt von Matthias Klünder (Klavier)
Freitag, 18. September 2009
13:00 Uhr: Europera 5 Oper - ein zufallsgesteuertes Musiktheater von
John Cage (Premiere) in der Regie von Andreas Rochholl mit Laura
Alonso (Sopran), Susannah Haberfeld (Mezzosopran), Arno Waschk (Piano)
und Klaus Geitel (Viktrola)
Der Titel "Europera" ist ein Wortspiel und bedeutet sowohl "Your
Opera" als auch "Europe's operas". Auf der Grundlage des
kompositorischen Materials der Opern des 18. und 19. Jahrhunderts
dekonstruierte John Cage mittels Zufallsoperationen die Sprache der
klassischen Oper und ließ gleichzeitig eine Hommage an eben diese
Opernwelt entstehen. Zwei Sängerinnen, ein Pianist und ein Grammophon-
Spieler interpretieren jeweils sechs von ihnen ausgewählte Werke der
Opernliteratur und bringen somit ihre langjährigen Opernerfahrungen
auf die Bühne. Diese stehen vom Zufall dirigiert unabhängig
nebeneinander und verbinden sich mit den persönlichen
Opernerinnerungen eines jeden Zuschauers.
Freitag, 18. September 2009
14:00 Uhr: Mosaik für Klarinette und Klavier mit Victor de la Rosa
(Klarinette) und Maria Busqué (Klavier) mit Werken von Albéniz,
Mompou, Guinjoan, Gade, Poulenc, Lutoslawski
Freitag, 18. September 2009
18:00 Uhr: durch/weg - Ensemble frei:flug mit Paula Kramer (Tanz) und
Miriam Akkermann (Querflöte, Live-Elektronik)
An einer Stelle im Hauptbahnhof, an der Züge nur durch ihre Geräusche
präsent sind, befinden sich Menschen zu Fuß auf der Reise. Hier, in
Mitten zufälliger Bewegungen und Klänge definieren die Künstler einen
Raum, folgen den Schritten der Durchreisenden und hinterlassen eigene
Spuren. In drei Phasen wird das Innen und Außen des Bühnenraumes
zunächst definiert, dann durchkreuzt und schließlich aufgelöst. Das
improvisierte Format entsteht durch Dialoge zwischen Körper und
Klang, die ein kurzfristiges Erfassen von Zeit und Raum ermöglichen.
ohrenstrand.net ist ein gemeinsames Projekt von Akademie der Künste,
ausland, KNM Berlin, Konzerthaus Berlin, kulturradio vom rbb, singuhr
- hoergalerie, Technische Universität Berlin und Zeitgenössische Oper
Berlin unter dem Dach der Kulturprojekte Berlin GmbH.
ohrenstrand.net wird gefördert durch das Netzwerk Neue Musik, ein
Förderprojekt der Kulturstiftung des Bundes, und die Kulturverwaltung
des Landes Berlin.
In Zusammenarbeit mit der Pfefferwerk Stadtkultur gGmbH.
