Degem - Deutsche Gesellschaft für elektroakustische Musik e.V.

[ 05. November 2009 ]

BERLIN - ohrenstrand.net: "Gehörte Stadt" + "Komponisten-Werkstatt" mit H. Lachenmann von Simile

From: ohrenstrand.net Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde und Kollegen,
am 11. November besteht wieder die Gelegenheit zu unserer Audioführung 
"Gehörte Stadt". Während des gut einstündigen Spaziergangs vom Podewil 
zum pfefferberg werden Sie mit verbundenen Augen von einem 
persönlichen Guide durch die Stadt geführt. Finden Sie dabei heraus, 
wie es ist sich frei von visuellen Eindrücken ganz auf Ihren Hörsinn 
zu konzentrieren und mit den Ohren zu sehen! Der zweite Teil des 
Abends wird diesmal von Studenten des Studiengangs Sound Studies der 
UdK gestaltet. Danach gibt es die Möglichkeit zum Austausch über 
Erfahrungen aus dem Hör-Gang.

Gerne möchten wir Sie zudem auf eine außergewöhnliche Reihe aufmerksam 
machen: Die "Komponisten-Werkstatt 2009/10" von Simile im Steinway-
Haus. Eingeladen sind hierzu für unsere Zeit wichtige Komponisten, die 
Einblicke in ihre gegenwärtigen Arbeitsprozesse geben: Helmut 
Lachenmann, Adriana Hölszky, Sidney Corbett, Manfred Trojahn, Detlev 
Glanert, Isabel Mundry, Jörn Arnecke und Helmut Oehring. Erster Gast 
des Veranstaltungssalons ist, bereits am Freitag, den 6. November, der 
Komponist Helmut Lachenmann.

Nähere Informationen finden Sie weiter unten in dieser E-Mail oder 
unter: www.ohrenstrand.net
Wir würden uns freuen, Sie am ohrenstrand zu begrüßen!
Ihr Team von ohrenstrand.net

Mittwoch, 11.11.2009, 18.45 Uhr, Podewil (Foyer) + pfefferberg haus 13
ohrenstrand auf dem pfefferberg
Gehörte Stadt – Audioführung

Gehörte Stadt lädt Sie zu einem Experiment ein: Sehen Sie mit Ihren 
Ohren! Genießen Sie den Luxus, für eine Stunde blind durch Berlin 
geführt zu werden. Es wird Sie erstaunen, wie sich dabei Ihre 
Wahrnehmung verändert. Die Klänge und Geräusche einer Stadt im Alltag, 
ihre unterschiedlichsten akustischen Räume sind uns zwar unbewusst 
vertraut, aber wir beachten sie meistens nicht, da wir ja sehen, was 
um uns vorgeht. Mit dem Hörsinn können wir aber in eine Welt 
eintauchen, die spannend und extrem vielschichtig ist.

Sie werden von einem persönlichen Guide, der sich um Ihre Sicherheit 
kümmert, blind durch die Stadt geführt. Erleben sie Berlin mit den 
Ohren statt mit den Augen: Schon oft, aber noch nie bewusst Gehörtes 
wird Ihnen zu Gehör kommen: Tagtäglich verpassen Sie vermeintlich 
unspektakuläre akustische Ereignisse, die den Sound einer Stadt 
prägen. Wieso klingt alles plötzlich so anders, wenn Sie nichts sehen? 
Woran machen Sie fest, dass Sie sich in Berlin befinden? Klang die 
Stadt früher nicht ganz anders? Stehen Sie gerade unter einer 
Betondecke oder unter einem Baum? Und was würde passieren, wenn Sie 
außer nichts zu sehen auch nichts mehr riechen könnten?

Ausgangspunkt des Hör-Gangs ist das Podewil in der Nähe des 
Alexanderplatz': Von hier aus führen unsere Guides Sie zu 
verschiedenen Hör-Punkten. Der Rundgang dauert eine gute Stunde und 
endet am pfefferberg/haus 13, wo wir für Sie gemeinsam mit Studenten 
des Studiengangs Sound Studies der UdK eine Überraschung vorbereitet 
haben. Nach einer kurzen Pause gibt es die Gelegenheit zu einer 
offenen Gesprächsrunde.

Was Sie mitbringen sollten: möglichst offene Ohren, bequeme Schuhe, 
möglichst kein Gepäck
Wegen beschränkter Teilnehmerzahl ist eine Anmeldung erforderlich.

Ort: Treffpunkt ist das Podewil (Foyer), Klosterstr. 68-70, 10179 
Berlin; U2 Klosterstraße - Zweiter Teil im pfefferberg haus 13, 
Schönhauser Allee 176, 10119 Berlin; U2 Senefelderplatz
Eintritt: 3 Euro / Kinder umsonst
Kartenreservierung: Wegen beschränkter Teilnehmerzahl ist eine 
Anmeldung erforderlich, per E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. oder 
telefonisch unter: 030/24749870

Freitag, 06.11.2009, 20 Uhr, Simile im Steinway-Haus
Der Komponist Helmut Lachenmann im Werkstatt-Gespräch mit Elisabeth Richter

Mit dem 1935 in Stuttgart geborenen Komponisten Helmut Lachenmann 
eröffnet das Simile im Steinway-Haus seine Komponisten-Werkstatt, die 
von der Fachjournalistin Elisabeth Richter moderiert wird. Helmut 
Lachenmann wird am Flügel aus eigenen Werken spielen; CD-Einspielungen 
mit Orchesterwerken ergänzen das Programm.

Helmut Lachenmann zählt zu den bedeutendsten Komponisten der 
Gegenwart. Er wurde einer breiten Öffentlichkeit vor allem durch die 
von Publikum und Musikwelt begeistert aufgenommene Uraufführung seines 
Musiktheaters "Das Mädchen mit den Schwefelhölzern" 1997 an der 
Hamburgischen Staatsoper bekannt. Prägend für seinen künstlerischen 
Werdegang war zunächst die Bekanntschaft mit Luigi Nono; er war 
zwischen 1958 und 1960 dessen einziger Schüler. Wesentliche Anregungen 
erhielt er auch von Karlheinz Stockhausen. Es geht Lachenmann um die 
Erweiterung des Musikbegriffs; er entwickelte konsequent eine Musique 
concrète instrumentale, die mittels neuer Spieltechniken für die 
traditionellen Orchesterinstrumente eine Klanglichkeit erzeugt, die 
dem Geräusch oft näher steht als dem Klangbild der sinfonischen 
Tradition.

Ort: Simile im Steinway-Haus, Hardenbergstraße 9, 10623 Berlin; U-Bahn 
Ernst-Reuter-Platz, Bus X9, 145, 245
Eintritt: 5 Euro, ermäßigt 3 Euro
Internet: www.simile-berlin.de
Kontakt: Tel. 030 / 26 30 79 02 - Fax 030 / 26 30 79 03 - Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
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