Degem - Deutsche Gesellschaft für elektroakustische Musik e.V.

[ 06. Januar 2010 ]

BERLIN - Opernpremiere Mark Andre "...22,13..." 15/16/17.Januar

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BERLINS ERSTE OPERNPREMIERE 2010

Mark Andre
„...22,13...“

Eine Musiktheaterpassion.
Oper in drei Akten für Sänger, Instrumente und Live-Elektronik

RADIALSYSTEM V
Holzmarktstraße 33
10243 Berlin

15., 16., 17. Januar 2010
jeweils 20 Uhr

Tanz
Ariane Funabashi, Lina Kukulis, Sina Nikolaus, Rachel Oidtmann,
Paula Scherf, Laura Weiss, Annika Wiessner

Stimmen
VOCALCONSORT BERLIN

Instrumente
WORK IN PROGRESS – BERLIN

Live-elektronische Realisation
EXPERIMENTALSTUDIO des SWR

Gerhardt Müller-Goldboom – Musikalische Leitung
Reinhold Braig, Joachim Haas / Thomas Hummel André Richard – Klangregie
Cornelia Heger – Regie
Mirella Weingarten – Bühne und Kostüme
Urs Hildbrand – Lichtdesign

TICKETS
24 Euro, ermäßigt 14 Euro
http://www.radialsystem.de
030 288 788 588

Einführung zur Oper "...22,13..." von Mark Andre

Habakuk Traber im Gespräch mit dem Komponisten

Mittwoch, 13. Januar, 20 Uhr

Galerie im Turm
Frankfurter Tor 1
10243 Berlin-Friedrichshain

Das Projekt wird gefördert vom Hauptstadtkulturfonds Berlin,
der Ernst von Siemens Musikstiftung,
dem Deutschen Musikrat, der GVL und von C. Bechstein.
Kooperationspartner sind das Radialsystem V, das Experimentalstudio des SWR
und Deutschlandradio Kultur.

Medienpartner sind das Kulturradio vom RBB sowie Neues Deutschland.

2 Kommentare

Armin Gröpler am 20.01.2010

Nicht zu wissen, was einen erwartet, ist immer eine gute Voraussetzung für Kunstrezeption.
Da kann man am Ende fragen (um eine Titel des Kabarettisten Mike Krüger zu gebrauchen:
„Ist das Kunst, oder kann das weg?“
Dieser Abend künstlerischen Form- Erlebnisses erweist sich als Kulturereignis hohen Ranges und man spürt spätestens nach der Hinsetzung des Publikums allein durch die bildnerische Vorgabe des quadratischen Stufen- und Steggebildes und dessen Ausleuchtung von Mirella Weingarten: wenn hier was passiert, muss es etwas Außerordentliches sein.
Die Ahnung wird nicht enttäuscht!
Die Seltenheit glücklicher Umstände, die zusammenkommen muss, um ein Theatererlebnis unvergessen zu machen, trifft hier auf guten Nährboden.
Die Musik, von dem Komponisten Mark Andre, die in ihrer Art zwar nicht neu, aber aus ihrer Idee eigenständig ein musikalisches Werk begründet, wird in all ihren Adern von der Regie von Cornelia Heger, die sich nicht zum ersten Mal choreographisch äußert, für einen Bewegungskanon genutzt, der sich der musikalischen Vorgabe bedient und damit die Plausibilität der Partitur kenntlich macht. Eine gute Symbiose!
Detailanalytisch könnte ich jetzt noch einen Roman über die Inszenierung schreiben, denn es gäbe viel darüber zu sagen. Glückliches, weil es ein einmaliges Theatererlebnis war und Unglückliches, dass es nur an drei Abenden aufgeführt werden soll.


© Armin Gröpler
17.01.2010
Hans Roland Pfleiderer am 17.01.2010
Die Musik war ausgezeichnet, klangprächtig und voll von komplexen Rhythmen, die Möglichkeiten, den Musikinstrumenten neue Töne zu entlocken reichhaltig genutzt. Die elektronische Lautverstärkung hingegen wäre ncit immer notwendig gewesen. Außerdem tat der Tanz nichts zur Sache, die Regisseurin hat offensichtlich die Musik nicht angemessen verinnerlicht und auf ihre wunderschönen Tänzerinnen übertragen, die sich fast gelangweilt zu schmetternden Saiten und Blechsägen geräckelt hatten.