[ 07. Oktober 2009 ]
Sent: Wednesday, October 07, 2009 7:07 AM
Einladung zur Eröffnung am 11.10.2009, 11.30 Uhr
TONSPUR 31*
SUK-JUN KIM In Tune, Out of Tune. 8-Kanal-Klanginstallation
11.10.2009 - 30.01.2010
Schlossplatz Berlin-Mitte
Banklinie zwischen Berliner Dom und Hochschule für Musik Hanns Eisler
Täglich, zu jeder vollen Stunde, von 08 - 22 Uhr
Eröffnung: So 11.Oktober, 11.30 Uhr
Begrüßung: Georg Weckwerth
Einleitende Worte: Folkmar Hein [bis Februar 2009 Leiter des Elektronischen
Studios der TU Berlin]
In Tune, Out of Tune - eine Ortsbewusstseinserkundung aus der Werkreihe
Welcome to Hasla.
"Gibt es ein Lied, das Sie an Ihre Kindheit erinnert? Würden Sie es für
mich summen?" Wo vorher der Palast der Republik war, haben wir nun diesen
grünen Platz. Was für ein seltsamer Ort! Mir kommt dieser Platz irreal vor,
wie aus dem Kontext gerissen. Zumindest strahlt er eine gewisse Ruhe aus,
wie das große grüne Wiesen eben so an sich haben. Da liege ich nun, mitten
im Gras, und mit einem Mal stelle ich mit vor, ich würde Leute summen
hören. Perfekt. Na klar, an so einem Ort summen die Leute vor sich hin.
Aber was summen sie wohl? In diesem Sinne habe ich etwa sechzig Leute
befragt, die lange genug in Berlin gelebt haben, so dass sie die
aufgeheizten Debatten und dann auch den Abriss des Palasts der Republik
miterlebt haben. Und sie summen so." Suk-Jun Kim, 2009
Suk-Jun Kim, geboren 1970 in Taebaek (Korea), lebt in Florida. Er studierte
Theologie in Seoul, Tontechnik, Sounddesign, elektroakustische Musik in den
USA und Computermusik in Paris. 2009-10 ist Suk-Jun Kim Gast des Berliner
Künstlerprogramms des DAAD.
Kim komponiert hauptsächlich elektroakustische Musik, für seine Werke
erhielt er wiederholt renommierte Auszeichnungen. Viele der meist
mehrkanaligen Arbeiten sind von einer Poetik der Verortung und
Verräumlichung von Klang und Zuhörer inspiriert. In der klanglichen
Gestaltung geben sich die Stücke zunächst sparsam; der stets fasslichen
inneren Entwicklung der nie sehr zahlreichen Klangobjekte entsprechen klar
beschriebene Raumbewegungen. In all ihrer behutsamen Ruhe und Transparenz
formulieren die Klänge jedoch unterschwellig Fragen, deren Beantwortung in
einer Art klanglicher Traumlogik stets hinausgeschoben wird und so den
Stücken ihre Spannung verleiht.
www.reddoorsound.com
Eine Kooperation des Berliner Künstlerprogramms des DAAD und TONSPUR IN
BERLIN - Klangarbeiten auf dem Schlossplatz zu Berlin.
Ein Projekt von Georg Weckwerth und Peter Szely.
Mit Unterstützung durch das Österreichische Bundesministerium für
Unterricht, Kunst und Kultur (bm:ukk), das Österreichische Kulturforum
Berlin, Quartier 21MQ und Wien Kultur.
DANK an relais Landschaftsarchitekten und Florian Kühnle, Frank Paul,
Florian Wachinger
http://berlin.tonspur.at
http://www.berliner-kuenstlerprogramm.de
TONSPUR - Dieser klassische Fachbegriff aus den visuellen und akustischen
Medien ist Titelgeber eines für Berlin neuartigen Projekts mit wechselnden
Klangarbeiten für einen öffentlichen Raum. Was der White Cube für die
Bildende Kunst, ist für die Klangkunst - dieser grenzüberschreitenden
Gattung aus Bildender Kunst, Medienkunst und Musik - der urbane,
öffentliche Raum. Der Schlossplatz zu Berlin ist ein solcher öffentlicher
Raum und ein besonderer dazu. Im Herzen der deutschen Hauptstadt, die sich
seit der Wiedervereinigung vor bald 20 Jahren erneut zu einer der
aufregendsten europäischen Metropolen entwickelt hat, birgt der
Schlossplatz Zeit-, Stadt- und Architekturgeschichte pur. Sowohl in der
aktuellen temporären Widmung einer gestalteten Landschaft als auch als
angestammter Platz für das wiedererstehende Berliner Stadtschloss, das den
Namen "Humboldt-Forum" tragen wird, kommt dem Schlossplatz zu Berlin eine
exponierte, die Grenzen der Stadt überschreitende Bedeutung zu.
Eigens für diesen Ort wechselvoller deutscher wie europäischer Geschichte
entwickeln und realisieren internationale Künstlerinnen und Künstler im
Rahmen der TONSPUR-Reihe computergesteuerte Klangarbeiten. Ihre
mehrkanaligen, das übliche Stereobild aufhebenden Kompositionen erschaffen
faszinierende Klangarchitekturen und begehbare Tonräume.
TONSPUR erweitert substantiell die besonders in Berlin vielfältig geführte
Auseinandersetzung mit Klang als plastisches und formbares Material der
zeitgenössischen Kunst. Das Projekt vereint die Künstler verschiedener
Disziplinen klanglich und führt parallel sein Publikum an einen erweiterten
Rezeptions- und Kunstbegriff heran. In diesem Sinne richtet sich "TONSPUR
für einen öffentlichen Raum" an all jene Menschen, die der Kultur und der
Kunst mit offenen Augen und Ohren begegnen.
Georg Weckwerth, Künstlerischer Leiter TONSPUR
BERLIN - Suk-Jun Kim - Tonspur
From: Berliner Künstlerprogramm des DAAD NewsletterSent: Wednesday, October 07, 2009 7:07 AM
Einladung zur Eröffnung am 11.10.2009, 11.30 Uhr
TONSPUR 31*
SUK-JUN KIM In Tune, Out of Tune. 8-Kanal-Klanginstallation
11.10.2009 - 30.01.2010
Schlossplatz Berlin-Mitte
Banklinie zwischen Berliner Dom und Hochschule für Musik Hanns Eisler
Täglich, zu jeder vollen Stunde, von 08 - 22 Uhr
Eröffnung: So 11.Oktober, 11.30 Uhr
Begrüßung: Georg Weckwerth
Einleitende Worte: Folkmar Hein [bis Februar 2009 Leiter des Elektronischen
Studios der TU Berlin]
In Tune, Out of Tune - eine Ortsbewusstseinserkundung aus der Werkreihe
Welcome to Hasla.
"Gibt es ein Lied, das Sie an Ihre Kindheit erinnert? Würden Sie es für
mich summen?" Wo vorher der Palast der Republik war, haben wir nun diesen
grünen Platz. Was für ein seltsamer Ort! Mir kommt dieser Platz irreal vor,
wie aus dem Kontext gerissen. Zumindest strahlt er eine gewisse Ruhe aus,
wie das große grüne Wiesen eben so an sich haben. Da liege ich nun, mitten
im Gras, und mit einem Mal stelle ich mit vor, ich würde Leute summen
hören. Perfekt. Na klar, an so einem Ort summen die Leute vor sich hin.
Aber was summen sie wohl? In diesem Sinne habe ich etwa sechzig Leute
befragt, die lange genug in Berlin gelebt haben, so dass sie die
aufgeheizten Debatten und dann auch den Abriss des Palasts der Republik
miterlebt haben. Und sie summen so." Suk-Jun Kim, 2009
Suk-Jun Kim, geboren 1970 in Taebaek (Korea), lebt in Florida. Er studierte
Theologie in Seoul, Tontechnik, Sounddesign, elektroakustische Musik in den
USA und Computermusik in Paris. 2009-10 ist Suk-Jun Kim Gast des Berliner
Künstlerprogramms des DAAD.
Kim komponiert hauptsächlich elektroakustische Musik, für seine Werke
erhielt er wiederholt renommierte Auszeichnungen. Viele der meist
mehrkanaligen Arbeiten sind von einer Poetik der Verortung und
Verräumlichung von Klang und Zuhörer inspiriert. In der klanglichen
Gestaltung geben sich die Stücke zunächst sparsam; der stets fasslichen
inneren Entwicklung der nie sehr zahlreichen Klangobjekte entsprechen klar
beschriebene Raumbewegungen. In all ihrer behutsamen Ruhe und Transparenz
formulieren die Klänge jedoch unterschwellig Fragen, deren Beantwortung in
einer Art klanglicher Traumlogik stets hinausgeschoben wird und so den
Stücken ihre Spannung verleiht.
www.reddoorsound.com
Eine Kooperation des Berliner Künstlerprogramms des DAAD und TONSPUR IN
BERLIN - Klangarbeiten auf dem Schlossplatz zu Berlin.
Ein Projekt von Georg Weckwerth und Peter Szely.
Mit Unterstützung durch das Österreichische Bundesministerium für
Unterricht, Kunst und Kultur (bm:ukk), das Österreichische Kulturforum
Berlin, Quartier 21MQ und Wien Kultur.
DANK an relais Landschaftsarchitekten und Florian Kühnle, Frank Paul,
Florian Wachinger
http://berlin.tonspur.at
http://www.berliner-kuenstlerprogramm.de
TONSPUR - Dieser klassische Fachbegriff aus den visuellen und akustischen
Medien ist Titelgeber eines für Berlin neuartigen Projekts mit wechselnden
Klangarbeiten für einen öffentlichen Raum. Was der White Cube für die
Bildende Kunst, ist für die Klangkunst - dieser grenzüberschreitenden
Gattung aus Bildender Kunst, Medienkunst und Musik - der urbane,
öffentliche Raum. Der Schlossplatz zu Berlin ist ein solcher öffentlicher
Raum und ein besonderer dazu. Im Herzen der deutschen Hauptstadt, die sich
seit der Wiedervereinigung vor bald 20 Jahren erneut zu einer der
aufregendsten europäischen Metropolen entwickelt hat, birgt der
Schlossplatz Zeit-, Stadt- und Architekturgeschichte pur. Sowohl in der
aktuellen temporären Widmung einer gestalteten Landschaft als auch als
angestammter Platz für das wiedererstehende Berliner Stadtschloss, das den
Namen "Humboldt-Forum" tragen wird, kommt dem Schlossplatz zu Berlin eine
exponierte, die Grenzen der Stadt überschreitende Bedeutung zu.
Eigens für diesen Ort wechselvoller deutscher wie europäischer Geschichte
entwickeln und realisieren internationale Künstlerinnen und Künstler im
Rahmen der TONSPUR-Reihe computergesteuerte Klangarbeiten. Ihre
mehrkanaligen, das übliche Stereobild aufhebenden Kompositionen erschaffen
faszinierende Klangarchitekturen und begehbare Tonräume.
TONSPUR erweitert substantiell die besonders in Berlin vielfältig geführte
Auseinandersetzung mit Klang als plastisches und formbares Material der
zeitgenössischen Kunst. Das Projekt vereint die Künstler verschiedener
Disziplinen klanglich und führt parallel sein Publikum an einen erweiterten
Rezeptions- und Kunstbegriff heran. In diesem Sinne richtet sich "TONSPUR
für einen öffentlichen Raum" an all jene Menschen, die der Kultur und der
Kunst mit offenen Augen und Ohren begegnen.
Georg Weckwerth, Künstlerischer Leiter TONSPUR
