[ 22. November 2009 ]
"Die Musik über alles lieben, heißt unglücklich sein." (Paul Klee)
was für ein Instrument mag das sein, das 1921 in Moskau auf dem 8.
Allsowjetischen Elektrotechnischen Kongress vorstellt wurde, das heute in
der Popmusik von Tom Waits und Marilyn Manson verwandt wird und
zeitgenössische Komponisten anregt - die weiß Gott andere elektronische
Möglichkeit hätten! -, dafür zu schreiben?
Das Theremin, 1919 vom russischen Physikprofessor Lev Theremin erfunden, ist
das erste und einzige elektronische Instrument, das man zum Klingen
animiert, ohne es zu berühren.
Damals seiner Zeit voraus, trifft es heute den Zeitgeist durch eine
sinnliche und lebendige Umgangsweise mit Elektronik.
Die Theremin-Spielerinnen Lydia Kavina und Barbara Buchholz haben in den
vergangenen Jahren Kompositionen angeregt, die das kammermusikalische
Zusammenspiel von zwei Thereminen und akustischen Instrumenten ausloten:
Am kommenden Dienstag, 24.11. werden sie gemeinsam mit der Pianistin Heather
O‚Donnell und dem Akkordeonisten Jan Jachmann Werke von Michael Hirsch,
Juliane Klein, Gordon Kampe, Sidney Corbett und Peter Gahn zur Aufführung
bringen.
Alternierend spielen sie Smartcards, in der Regel Chipkarten, auf denen
Informationen gespeichert sind. In diesem Fall sind es Improvisationen, die
mit dem Material der zuvor gespielten Komposition arbeiten. Dadurch
entstehen sehr lebendige Aufführungen, die durch die Kombination von
komponierter und improvisierter Musik sich immer neu entwickeln.
Dienstag, 24.November, 20:30 Uhr
Touch! Don't Touch!
Lydia Kavina & Barbara Buchholz, Theremin
Heather O'Donnell, Klavier
Jan Jachmann, Akkordeon
Smartcards
Michael Hirsch
mit einem gewissen Pathos (2007)
für zwei Theremine, Akkordeon und Klavier
Smartcard I
Juliane Klein
3 Lieder nach Klopstock (2007)
für Theremin und Akkordeon
Gordon Kampe
ohne Spock (2007)
für zwei Theremine und Klavier
Sidney Corbett
Finestre del Mirandola (2008)
für zwei Theremine, Akkordeon und Klavier
Smartcard II
Peter Gahn
Stokes Shift (2008)
für zwei Theremine und Klavier
Smartcard III
Die Theremin-Virtuosinnen Barbara Buchholz und Lydia Kavina gründeten 2005
Touch! Don‚t Touch! als Produktionsstätte und Plattform für das Theremin in
der Neuen Musik.
Touch! Don‚t Touch! arbeitet projektbezogen mit wechselnden Besetzungen und
verschiedenen Komponisten zusammen.
Im Vordergrund steht die Forschung und das Experiment mit den Möglichkeiten
des Theremins, dessen Spieltechniken noch auf keine Tradition zurückgreifen
können, daher gilt: ≥Es gibt kein Limit, alles ist möglich.„
Barbara Buchholz studierte Querflöte, Gitarre, Bass und Gesang. Das
Thereminspiel erlernte sie bei Lydia Kavina in Moskau. Seit Anfang der 80er
Jahre arbeitet Barbara Buchholz als Instrumentalistin, Performerin und
Komponistin in zahlreichen interdisziplinären Projekten und im Bereich der
Theatermusik. Mit diversen Preisen ausgezeichnet wurden ihre Produktionen
TAP IT DEEP-≥midifizierter„ Stepptanz und Musik, sowie HUMAN INTERACTIVITY
und THEREMIN: BERLIN-MOSKAU. Barbara Buchholz hat musikalisch das Theremin
völlig neu positioniert, indem sie es als vollwertiges Instrument innerhalb
verschiedener Genres einsetzt.
Bei INTUITION, dem Jazzlabel aus Mainz und WERGO, dem Label für
Zeitgenössische Musik sind CDs von Barbara Buchholz erschienen. Ihre
Produktionen sind in den unterschiedlichsten Stilbereichen angesiedelt.
CDs: theremin_russiawithlove (Intuition) / moonstruck (Intuition) / touch!
don‚t touch (Wergo)
www.barbarabuchholz.com
Lydia Kavina hat das Theremin-Spiel von ihrem Grossonkel Lev Theremin
erlernt. Seit 1981 gibt sie zahlreiche Auftritte weltweit, unter anderen mit
London Symphony Orchestra, BBC Orchestra, Boston Modern Orchestra, Russian
National Orchestra, in der Opera "Baehllams Fest von Olga Neuwirth und
Musicals von Tom Waits "Alice" and "Black Rider". Kavina schloss ihr
Kompositionstudium am Tschaikovsky Konservatorium in Moskau ab und
unterrichtete das Thereminspiel dort am Theremin-Center.
Seit 2007 lebt sie mit ihrer Familie in England. CDs: Music from the Ether
(Mode) / Lydia Kavina. concerto per theremin, live in Italy (Teleura) /
Spellbound (Mode) / touch! don‚t touch (Wergo) / Video: Mastering the
Theremin
www.lydiakavina.com
Das Theremin ist das einzige Instrument, das man zum Klingen animiert, ohne
es zu berühren. Der Russe Lev Theremin hat es als erstes spielbares
elektronisches Instrument in den 20er Jahren erfunden.
Das nach ihm benannte Instrument ist so exotisch, wie seine Spieler
besonders sind. Sie müssen mit ihrem Körper im Gleichgewicht sein und ihn
einsetzen. Sie zaubern mit ihren Fingern zwischen zwei Antennen, von denen
eine für die Tonhöhe und die andere für die Lautstärke zuständig ist..
Als Kuriosum für Science-Fiction-, Psycho- und Horrorklänge fand das
Theremin in Hollywood Verwendung. Shostakovich nutzte es und Steffen
Schleiermacher schrieb ihm ein Konzert. Die Beach Boys brauchten es für
≥Good Vibrations„ und Led Zeppelin für ≥Whole Lotta Love„. Tom Waits
brauchte es für die schrundige Musik seines Stückes ≥Alice„, das er Anfang
der Neunziger mit Robert Wilson auf die Bühne brachte.
Aktuell erfreut es sich das Theremin immer grösserer Beliebtheit, Es wird
ausschliesslich über das Gehör gespielt, und erfordert die Haltung eines
Sängers, der mit seiner inneren Stimme singt. Die Fragilität des Klangs
spiegelt den Spieler in seiner Befindlichkeit und entwickelt daraus seine
besondere Stärke. Elektronischer Klang verbindet sich mit authentischer
emotionaler Ausdrucksform.
Das Theremin übt weltweit eine grosse Faszination aus, und eignet sich neben
der Interpretation von Kammermusik, Jazz und Pop auch ganz besonders für den
szenischen Einsatz im zeitgenössischen Musiktheater.
Touch us!
Touch!
Herzliche Grüße,
Ihre Rainer Rubbert und Martin Daske
BKA-Theater
Mehringdamm 34
10961 Berlin
Kartentelefon: 030 - 20 22 007
BERLIN - Touch! Don't Touch!
Von: "Unerhoerte Musik" Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann."Die Musik über alles lieben, heißt unglücklich sein." (Paul Klee)
was für ein Instrument mag das sein, das 1921 in Moskau auf dem 8.
Allsowjetischen Elektrotechnischen Kongress vorstellt wurde, das heute in
der Popmusik von Tom Waits und Marilyn Manson verwandt wird und
zeitgenössische Komponisten anregt - die weiß Gott andere elektronische
Möglichkeit hätten! -, dafür zu schreiben?
Das Theremin, 1919 vom russischen Physikprofessor Lev Theremin erfunden, ist
das erste und einzige elektronische Instrument, das man zum Klingen
animiert, ohne es zu berühren.
Damals seiner Zeit voraus, trifft es heute den Zeitgeist durch eine
sinnliche und lebendige Umgangsweise mit Elektronik.
Die Theremin-Spielerinnen Lydia Kavina und Barbara Buchholz haben in den
vergangenen Jahren Kompositionen angeregt, die das kammermusikalische
Zusammenspiel von zwei Thereminen und akustischen Instrumenten ausloten:
Am kommenden Dienstag, 24.11. werden sie gemeinsam mit der Pianistin Heather
O‚Donnell und dem Akkordeonisten Jan Jachmann Werke von Michael Hirsch,
Juliane Klein, Gordon Kampe, Sidney Corbett und Peter Gahn zur Aufführung
bringen.
Alternierend spielen sie Smartcards, in der Regel Chipkarten, auf denen
Informationen gespeichert sind. In diesem Fall sind es Improvisationen, die
mit dem Material der zuvor gespielten Komposition arbeiten. Dadurch
entstehen sehr lebendige Aufführungen, die durch die Kombination von
komponierter und improvisierter Musik sich immer neu entwickeln.
Dienstag, 24.November, 20:30 Uhr
Touch! Don't Touch!
Lydia Kavina & Barbara Buchholz, Theremin
Heather O'Donnell, Klavier
Jan Jachmann, Akkordeon
Smartcards
Michael Hirsch
mit einem gewissen Pathos (2007)
für zwei Theremine, Akkordeon und Klavier
Smartcard I
Juliane Klein
3 Lieder nach Klopstock (2007)
für Theremin und Akkordeon
Gordon Kampe
ohne Spock (2007)
für zwei Theremine und Klavier
Sidney Corbett
Finestre del Mirandola (2008)
für zwei Theremine, Akkordeon und Klavier
Smartcard II
Peter Gahn
Stokes Shift (2008)
für zwei Theremine und Klavier
Smartcard III
Die Theremin-Virtuosinnen Barbara Buchholz und Lydia Kavina gründeten 2005
Touch! Don‚t Touch! als Produktionsstätte und Plattform für das Theremin in
der Neuen Musik.
Touch! Don‚t Touch! arbeitet projektbezogen mit wechselnden Besetzungen und
verschiedenen Komponisten zusammen.
Im Vordergrund steht die Forschung und das Experiment mit den Möglichkeiten
des Theremins, dessen Spieltechniken noch auf keine Tradition zurückgreifen
können, daher gilt: ≥Es gibt kein Limit, alles ist möglich.„
Barbara Buchholz studierte Querflöte, Gitarre, Bass und Gesang. Das
Thereminspiel erlernte sie bei Lydia Kavina in Moskau. Seit Anfang der 80er
Jahre arbeitet Barbara Buchholz als Instrumentalistin, Performerin und
Komponistin in zahlreichen interdisziplinären Projekten und im Bereich der
Theatermusik. Mit diversen Preisen ausgezeichnet wurden ihre Produktionen
TAP IT DEEP-≥midifizierter„ Stepptanz und Musik, sowie HUMAN INTERACTIVITY
und THEREMIN: BERLIN-MOSKAU. Barbara Buchholz hat musikalisch das Theremin
völlig neu positioniert, indem sie es als vollwertiges Instrument innerhalb
verschiedener Genres einsetzt.
Bei INTUITION, dem Jazzlabel aus Mainz und WERGO, dem Label für
Zeitgenössische Musik sind CDs von Barbara Buchholz erschienen. Ihre
Produktionen sind in den unterschiedlichsten Stilbereichen angesiedelt.
CDs: theremin_russiawithlove (Intuition) / moonstruck (Intuition) / touch!
don‚t touch (Wergo)
www.barbarabuchholz.com
Lydia Kavina hat das Theremin-Spiel von ihrem Grossonkel Lev Theremin
erlernt. Seit 1981 gibt sie zahlreiche Auftritte weltweit, unter anderen mit
London Symphony Orchestra, BBC Orchestra, Boston Modern Orchestra, Russian
National Orchestra, in der Opera "Baehllams Fest von Olga Neuwirth und
Musicals von Tom Waits "Alice" and "Black Rider". Kavina schloss ihr
Kompositionstudium am Tschaikovsky Konservatorium in Moskau ab und
unterrichtete das Thereminspiel dort am Theremin-Center.
Seit 2007 lebt sie mit ihrer Familie in England. CDs: Music from the Ether
(Mode) / Lydia Kavina. concerto per theremin, live in Italy (Teleura) /
Spellbound (Mode) / touch! don‚t touch (Wergo) / Video: Mastering the
Theremin
www.lydiakavina.com
Das Theremin ist das einzige Instrument, das man zum Klingen animiert, ohne
es zu berühren. Der Russe Lev Theremin hat es als erstes spielbares
elektronisches Instrument in den 20er Jahren erfunden.
Das nach ihm benannte Instrument ist so exotisch, wie seine Spieler
besonders sind. Sie müssen mit ihrem Körper im Gleichgewicht sein und ihn
einsetzen. Sie zaubern mit ihren Fingern zwischen zwei Antennen, von denen
eine für die Tonhöhe und die andere für die Lautstärke zuständig ist..
Als Kuriosum für Science-Fiction-, Psycho- und Horrorklänge fand das
Theremin in Hollywood Verwendung. Shostakovich nutzte es und Steffen
Schleiermacher schrieb ihm ein Konzert. Die Beach Boys brauchten es für
≥Good Vibrations„ und Led Zeppelin für ≥Whole Lotta Love„. Tom Waits
brauchte es für die schrundige Musik seines Stückes ≥Alice„, das er Anfang
der Neunziger mit Robert Wilson auf die Bühne brachte.
Aktuell erfreut es sich das Theremin immer grösserer Beliebtheit, Es wird
ausschliesslich über das Gehör gespielt, und erfordert die Haltung eines
Sängers, der mit seiner inneren Stimme singt. Die Fragilität des Klangs
spiegelt den Spieler in seiner Befindlichkeit und entwickelt daraus seine
besondere Stärke. Elektronischer Klang verbindet sich mit authentischer
emotionaler Ausdrucksform.
Das Theremin übt weltweit eine grosse Faszination aus, und eignet sich neben
der Interpretation von Kammermusik, Jazz und Pop auch ganz besonders für den
szenischen Einsatz im zeitgenössischen Musiktheater.
Touch us!
Touch!
Herzliche Grüße,
Ihre Rainer Rubbert und Martin Daske
BKA-Theater
Mehringdamm 34
10961 Berlin
Kartentelefon: 030 - 20 22 007
