KÖLN - Newsletter Musik der Gegenwart, Mai 2010
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Newsletter der Abteilung Musik der Gegenwart am
Musikwissenschaftlichen Institut der Universität zu Köln
Aktuelle Termine
Komposition und Musikwissenschaft im Dialog
Francesco Giomi
Italian electroacoustic music: A brief path from Berio to nowadays
Vortrag mit Publikumsdiskussion
Zeit: Freitag, 7. Mai 2010, 18.00 Uhr
Ort: Musiksaal der Universität zu Köln, Hauptgebäude, Albertus-Magnus-
Platz, 50923 Köln
In Kooperation mit dem Italienischen Kulturinstitut Köln
Eintritt frei
Raum-Musik
Realisationen aus dem Centro Tempo Reale (Florenz),
präsentiert von Francesco Giomi
Luciano Berio: Visage (1961)
für elektronische Klänge und Cathy Berberians Stimme auf Tonband
Luciano Berio: Chants parallèles (1975; rev. 1997)
revidierte Fassung unter Mitarbeit von François Bayle
***
Francesco Giomi: Con brio (2003)
Luigi Mastandrea: Erste Natur (2008)
Vinicius Giusti: Que Som è esse? (2008)
Marco Dibeltulu: Sguardo contemporaneo (2006)
Francesco Giomi: Flamenco (1995)
Zeit: Freitag, 7. Mai 2010, 20.00 Uhr
Ort: Musiksaal der Universität zu Köln, Hauptgebäude, Albertus-Magnus-
Platz, 50923 Köln
In Kooperation mit dem Italienischen Kulturinstitut Köln
Eintritt frei
Das Centro Tempo Reale wurde 1987 von Luciano Berio gegründet. Heute
zählt es zu den wohl einflussreichsten italienischen Institutionen für
die Entwicklung innovativer musikalischer Technologien, wobei der
Schwerpunkt auf der Erschließung interaktiver Aufführungspraktiken
liegt. Im Bereich der musikalischen Produktion findet sowohl eine
kontinuierliche Zusammenarbeit mit etablierten Komponisten als auch
die Förderung junger Talente statt. Das Programm des heutigen
Portraitkonzertes spiegelt dieses Anliegen mit einer ausgewogenen
Mischung aus Schlüsselwerken älteren Datums und neueren Kompositionen.
Zuvor wird Francesco Giomi, der derzeitige Leiter dieser wegweisenden
Einrichtung, in die Geschichte des Tempo Reale einführen und
gleichzeitig einen Blick auf die elektroakustische Musik Italiens
werfen (siehe oben die Rubrik "Komposition und Musikwissenschaft im
Dialog").
Terminvorschau Sommer 2010
Wichtiger Hinweis: Entgegen unserer letzten Vorankündigung wird Jean-
Claude Risset in diesem Jahr leider nicht zu Gast sein können.
Sicherlich nicht weniger interessant dürfte indessen der Besuch
Annette Vande Gornes werden, die wir kurzfristig für ein Konzert am 4.
Juni gewinnen konnten.
4.6.2010, 20.00 Uhr: Annette Vande Gorne, Konzert
16.7.2010, 18.00 und 20.00 Uhr: Gilles Gobeil, Vortrag und Konzert
Neue Publikation
Iannis Xenakis: Das elektroakustische Werk
Internationales Symposion
Musikwissenschaftliches Institut der Universität zu Köln
11. bis 14. Oktober 2006
Tagungsbericht
hrsg. von Ralph Paland und Christoph von Blumröder
= Signale aus Köln, Band 14
Verlag Der Apfel, Wien 2009
ISBN 978-3-85450-414-6
http://www.verlagderapfel.at/
Iannis Xenakis (1922-2001) gehört zweifellos zu den großen und
bahnbrechenden Komponisten des 20. Jahrhunderts. Zu seinem höchst
beeindruckenden musikalischen OEuvre zählen nicht zuletzt eine Reihe
inzwischen berühmt gewordener elektroakustischer Werke, die in ihrer
Gesamtheit erstmals auf einem Internationalen Symposion an der
Universität zu Köln 2006 musikwissenschaftlich erörtert und in
Konzerten dargeboten wurden. Über die Detailanalyse und Interpretation
bestimmter kompositorischer Besonderheiten hinaus wurden dabei
vielfältige kulturwissenschaftliche, philosophische und
rezeptionsästhetische Perspektiven auf eine Musik eröffnet, die
oftmals mit Architektur und Lichtprojektionen zur Multimedia-Kunst
verschmilzt. Unter Einschluß zahlreicher bislang unpublizierter
Skizzen und Dokumente präsentiert dieses Buch zentrale Aspekte eines
faszinierenden elektroakustischen Lebenswerkes.
