[ 31. August 2009 ]
Nato, Leipzig 4.-5.9.2009
http://www.ahornfelder.de/festival
Freitag, 4.9.2009:
Ignaz Schick (präperierte Plattenspieler)[Berlin]
Birgit Ulher (Trompete, Radio, Speaker, Mutes)[Hamburg]
Für diesen Abend (Kontaktmikrophone, Elektronik, Overhead-Projektoren) [HH]
Friedrichsschwerdt (Klavier, Gitarre, Elektronik)[Leipzig]
Jacob Sello (Komposition für Trompete + Sensor)[Hamburg]
Gregory Büttner (Laptop) [Hamburg]
Samstag, 5.9.2009:
Pan Am Scan (Live-Video, Laptop, Vibraphon, Drums, E-Gitarre) [Berlin]
Alexander Schubert (Geige, Sensoren, Live-Video, Live-Elektronik)[Hamburg]
Barbara Lueneburg (Geige, Laser, Live-Elektronik)[Amsterdam]
Marko Ciciliani (semimodularen Synthesizer und Laserreflektionen)
[Amsterdam]
Franke Neumann Schmidt Weinheimer (Flöte, Klarinette, Elektr.,
Video)[Leipzig]
Sinebag (akustische Instrumente, Live-Elektronik, Video)[Hamburg]
Das Ahornfelder-Musikfestival präsentiert an zwei Tagen Künstler, die an
der Schnittstelle zwischen akustischer und elektronischer Musik arbeiten,
und spannt ein Feld zwischen Geräusch, Musik, Experiment und Harmonie
auf. Das Festival lebt von den Kontrasten – ein Klangfarbenmeer mit
einem weiten Bogen, der Raum für Struktur, Dekonstruktion, Dissonanz
und Harmonik jenseits der Grenzen von U- und E-Musik bietet.
Gänzlich neu dieses Jahr ist die visuelle Komponente – so werden viele
Konzertbeiträge ein audio-visuelles Konzept realisieren. Dieses Feld reicht
über analoge, hochdetaillierte Overhead-Projektor-Collagen, Laser-
Projektionen, über Visual Artists, die ein Konzert begleiten, hin zu
algorithmischer Prozessierung von Live-Kamera-Aufnahmen.
Auch dieses Jahr ergeben improvisierte und komponierte Musik wieder
eine abwechslungsreiche Mischung. Während in den vorigen Jahren der
Fokus vor allem in der speziellen Klangerzeugung und Manipulierung lag
wird dieses Jahr dieser inhaltliche Schwerpunkt um Realisationen
erweitert, die ein Gesamtkonzept aus Musik, Grafik und Bewegung
darstellen.
Bei dem Festival handelt es sich nicht um eine zu diesem Zweck
geförderter Vermittlungsveranstaltung von neuer Musik, ist aber im
Seiteneffekt durchaus als eine solche erfahrbar. Das Programm, dass
Elemente aus populärer und ernster Musik vereint bietet die Möglichkeit
an einem Abend einen facettenreichen Einblick in die Konzepte
elektroakustischer und multimedialer Musik zu erhalten.
Als besonders Highlight des Festivals können die von Barbara Lüneburg
vorgetragenen Stücke für Geige und Elektronik gesehen werden. Die in
Amsterdam lebende Virtuosin trägt einerseits die Komposition „Alias“ für
Geige, Live-Elektronik und Laser-Projektionen vor – eine
hochenergetische repetitive Erfahrung, wie eine gesprungene CD mit
japanischer Popmusik. Ebenfalls wird sie das Stück „Weapon of Choice“
präsentieren, bei dem durch die Verwendung von einem Sensor am
Geigenbogen und einer Kamera für Live-Video die Musik und die Grafik
durch die Bogen- und Körperbewegung gesteuert werden. Im
improvisierten Feld bewegt sich der in Berlin lebende Ignaz Schick, der
mithilfe von präparierten Schallplattenspielern und einer Sammlung von
auf dem Plattenteller positionierten Objekten sehr geräuschhafte
Schichtungen realisieren kann, die der Zuschauer stets sehr konkret
visuell verfolgen kann. Das Duo „Für diesen Abend“, unterstützt von der
Overhead-Künstlerin Katrin Bethge, erschaffen eine unglaublich
interessante audio-visuelle Kombination. Auf der Basis von live-
elektronischen Klängen entwirft Katrin Bethge makroskopische
Landschaften mithilfe von Flüssigkeiten, Granulaten, Strömungen und
chemischen Prozessen. Pan Am Scan ist ein elektroakustisches Quartett,
unterstützt durch den Live-Video Künstler Rainer Kohlberger – die sehr
organische akustische Welt wird duch dreidimensionale Projektionen
ergänzt. Sinebag verbindet offensichtliche Popmusikelemente mit
strukturierten Kompositionsansätzen und kombiniert dies mit
synchronisierten Live-Video-Algorithmen. Friedrichsschwerdt ist das wohl
unterhaltsamste Action-Improvisationsduo beider Seiten der Elster – eine
Freude an jedem einzelnen Klang.
Doch eigentlich kann man es nur live erfahren - und dies gilt für das
gesamte Festivalprogramm. Es findet sich eine Sammlung von Projekten,
bei der jedes einzelne eine Besonderheit darstellt. Daher sind wir
besonders stolz diese Künstler in ihrer ganzen Bandbreite nebeneinander
präsentieren zu können.
LEIPZIG - Ahornfelder Festival 2009
AHORNFELDER FESTIVAL 2009Nato, Leipzig 4.-5.9.2009
http://www.ahornfelder.de/festival
Freitag, 4.9.2009:
Ignaz Schick (präperierte Plattenspieler)[Berlin]
Birgit Ulher (Trompete, Radio, Speaker, Mutes)[Hamburg]
Für diesen Abend (Kontaktmikrophone, Elektronik, Overhead-Projektoren) [HH]
Friedrichsschwerdt (Klavier, Gitarre, Elektronik)[Leipzig]
Jacob Sello (Komposition für Trompete + Sensor)[Hamburg]
Gregory Büttner (Laptop) [Hamburg]
Samstag, 5.9.2009:
Pan Am Scan (Live-Video, Laptop, Vibraphon, Drums, E-Gitarre) [Berlin]
Alexander Schubert (Geige, Sensoren, Live-Video, Live-Elektronik)[Hamburg]
Barbara Lueneburg (Geige, Laser, Live-Elektronik)[Amsterdam]
Marko Ciciliani (semimodularen Synthesizer und Laserreflektionen)
[Amsterdam]
Franke Neumann Schmidt Weinheimer (Flöte, Klarinette, Elektr.,
Video)[Leipzig]
Sinebag (akustische Instrumente, Live-Elektronik, Video)[Hamburg]
Das Ahornfelder-Musikfestival präsentiert an zwei Tagen Künstler, die an
der Schnittstelle zwischen akustischer und elektronischer Musik arbeiten,
und spannt ein Feld zwischen Geräusch, Musik, Experiment und Harmonie
auf. Das Festival lebt von den Kontrasten – ein Klangfarbenmeer mit
einem weiten Bogen, der Raum für Struktur, Dekonstruktion, Dissonanz
und Harmonik jenseits der Grenzen von U- und E-Musik bietet.
Gänzlich neu dieses Jahr ist die visuelle Komponente – so werden viele
Konzertbeiträge ein audio-visuelles Konzept realisieren. Dieses Feld reicht
über analoge, hochdetaillierte Overhead-Projektor-Collagen, Laser-
Projektionen, über Visual Artists, die ein Konzert begleiten, hin zu
algorithmischer Prozessierung von Live-Kamera-Aufnahmen.
Auch dieses Jahr ergeben improvisierte und komponierte Musik wieder
eine abwechslungsreiche Mischung. Während in den vorigen Jahren der
Fokus vor allem in der speziellen Klangerzeugung und Manipulierung lag
wird dieses Jahr dieser inhaltliche Schwerpunkt um Realisationen
erweitert, die ein Gesamtkonzept aus Musik, Grafik und Bewegung
darstellen.
Bei dem Festival handelt es sich nicht um eine zu diesem Zweck
geförderter Vermittlungsveranstaltung von neuer Musik, ist aber im
Seiteneffekt durchaus als eine solche erfahrbar. Das Programm, dass
Elemente aus populärer und ernster Musik vereint bietet die Möglichkeit
an einem Abend einen facettenreichen Einblick in die Konzepte
elektroakustischer und multimedialer Musik zu erhalten.
Als besonders Highlight des Festivals können die von Barbara Lüneburg
vorgetragenen Stücke für Geige und Elektronik gesehen werden. Die in
Amsterdam lebende Virtuosin trägt einerseits die Komposition „Alias“ für
Geige, Live-Elektronik und Laser-Projektionen vor – eine
hochenergetische repetitive Erfahrung, wie eine gesprungene CD mit
japanischer Popmusik. Ebenfalls wird sie das Stück „Weapon of Choice“
präsentieren, bei dem durch die Verwendung von einem Sensor am
Geigenbogen und einer Kamera für Live-Video die Musik und die Grafik
durch die Bogen- und Körperbewegung gesteuert werden. Im
improvisierten Feld bewegt sich der in Berlin lebende Ignaz Schick, der
mithilfe von präparierten Schallplattenspielern und einer Sammlung von
auf dem Plattenteller positionierten Objekten sehr geräuschhafte
Schichtungen realisieren kann, die der Zuschauer stets sehr konkret
visuell verfolgen kann. Das Duo „Für diesen Abend“, unterstützt von der
Overhead-Künstlerin Katrin Bethge, erschaffen eine unglaublich
interessante audio-visuelle Kombination. Auf der Basis von live-
elektronischen Klängen entwirft Katrin Bethge makroskopische
Landschaften mithilfe von Flüssigkeiten, Granulaten, Strömungen und
chemischen Prozessen. Pan Am Scan ist ein elektroakustisches Quartett,
unterstützt durch den Live-Video Künstler Rainer Kohlberger – die sehr
organische akustische Welt wird duch dreidimensionale Projektionen
ergänzt. Sinebag verbindet offensichtliche Popmusikelemente mit
strukturierten Kompositionsansätzen und kombiniert dies mit
synchronisierten Live-Video-Algorithmen. Friedrichsschwerdt ist das wohl
unterhaltsamste Action-Improvisationsduo beider Seiten der Elster – eine
Freude an jedem einzelnen Klang.
Doch eigentlich kann man es nur live erfahren - und dies gilt für das
gesamte Festivalprogramm. Es findet sich eine Sammlung von Projekten,
bei der jedes einzelne eine Besonderheit darstellt. Daher sind wir
besonders stolz diese Künstler in ihrer ganzen Bandbreite nebeneinander
präsentieren zu können.
