Degem - Deutsche Gesellschaft für elektroakustische Musik e.V.

[ 07. Mai 2010 ]

LÜNEBURG - Studienwoche für zeitgenössische Musik Lüneburg vom 9.-15.5.2010, Vers.1.0

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Liebe Freundinnen und Freunde der Neuen Musik,
heute darf ich Euch/Sie auf aktuelle Veranstaltungen hinweisen:

Wir freuen uns auf Euren Besuch!

Mit freundlichen Grüßen
Claus-Dieter Meier-Kybranz



INHALT
32. Internationale Studienwoche für zeitgenössische Musik
HOMO LUDENS
Elektronische Musik aus Dänemark (2010)
Impressum
32. Internationale Studienwoche für zeitgenössische MusikWir würden  
uns freuen, Sie bei der Eröffnung der
32. Internationalen Studienwoche
für zeitgenössische Musik vom 9. - 15. Mai 2010

am Sonntag, 9. Mai 2010, um 19 Uhr
im Glockenhaus (Glockenstraße)

unter dem Motto „Homo Ludens“ von und mit Alex Nowitz (Potsdam), dem  
Sieger des 2. europäischen Wettbewerbs für Live-Elektronik-Projekte  
der Europäischen Konferenz der Veranstalter für Neue Musik (ecpnm)  
begrüßen zu dürfen.

Dieser europäische Wettbewerb steht im engen Zusammenhang mit dem von  
der EU 2009 ausgerufenen „EUROPEAN Year of Creativity and Innovation“.  
Inhalte, die seit mehr als 35 Jahren die Aktivitäten des  
Fortbildungszentrums für Neue Musik Lüneburg bestimmen.

Wir laden Sie herzlich ein, an den weiteren Veranstaltungen dieser  
„klangsprudelnden“ Studienwoche teilzunehmen.

Prof. Helmut W. Erdmann
Künstlerischer Leiter
(president ecpnm)
HOMO LUDENSSonntag, 9.5.2010, 19 Uhr Glockenhaus


Grußworte der Stadt Lüneburg



HOMO LUDENS

ALEX NOWITZ
Homo Ludens
Ein Solo-Konzert für Stimme, Live-Elektronik mit Gestural Controllers  
und Klavier

Studies for Self-Portrait
für Stimme und Live-Elektronik mit Gestural Controllers

voicescapes
für Stimme solo

Sirenentränen und Seelentöne
für Zuspiel in Collage mit Klavier-Etude Nr.1, für Klavier solo

Minotaurus
für Stimme und Live-Elektronik mit Gestural Controllers






Alex Nowitz ist bekannt als Komponist von Die Bestmannoper  
(Uraufführung am Theater Osnabrück 2006 (Insz.: Immo Karaman, Mus.  
Leitung: Hermann Bäumer) sowie als Sänger und Stimmkünstler aus Thomas  
Ostermeiers Inszenierung Ein Sommernachtstraum an der Schaubühne Berlin.
Als Sänger benutzt er für seine Live-Performance verschiedenste  
Techniken diverser Genres, die er auf ungewöhnliche Weise neu  
kombiniert: Countertenor trifft auf Hardcoregrowling, Tieftongesänge  
auf Mundwerkzeugklänge, Pfeiffimprovisationen auf invers erzeugte  
Stimmklänge.
Er arbeitet zudem mit einem völlig neuartigen Musikinstrument, das aus  
zwei kabellosen Fernbedienungen (Wii-Controllern), einem Laptop und  
einer speziellen Computersoftware besteht, die er am STEIM (STudio for  
Electro-Instrumental Music) in Amsterdam entwickelte. Die Spielweise  
dieses Instrumentes ist deswegen so außergewöhnlich, weil der  
Performer einerseits an keine Kabel gebunden ist und sich damit frei  
im Raum bewegen kann und andererseits die Musik durch seine Arm- und  
Handbewegungen im Raum so generiert und kontrolliert, dass dadurch  
auch eine besondere Form der Choreografie entsteht. Während des  
Performance-Acts nimmt Nowitz seine Stimme auf. Zusammen mit  
Kompositionen seiner eigenen Handschrift verwendet er diese Samples im  
weiteren musikalischen Verlauf auf vielfältige Weise. Und als ob er in  
einen Spiegel blickte, entsteht so ein musikalisches Selbstporträt.

www.nowitz.de

Programmnote zu Minotaurus:

Mein Erbe
ist das Rätsel
das mich
fühlen lässt
dass ich niemals
wissen werde
wer ich bin
wozu ich bin
noch was mich
mit der Welt
außerhalb meiner selbst
verbinden könnt (…)
Sonja Kloevekorn


Minotaurus
für verstärkte Stimme und Live-Elektronik mit Gestural Controllers
von und mit Alex Nowitz. Text: Sonja Kloevekorn

„Die Komposition ist inspirirert von Friedrich Dürrenmatts  
gleichnamiger Ballade. Die griechisch mythologische Figur von halb  
Mensch/halb Stier ist für ihn ein Sinnbild des modernen Menschen, der  
an der Schwelle von Barbarei und Zivilisation steht.
Minotaurus – ein echter Hybrid. Nicht Mensch, nicht Tier oder doch  
einfach beides zugleich? Ein Mörder oder seinerseits Opfer, isoliert,  
unerkannt, misinterpretiert?
Schuldlos schuldig? Welches Bild von sich selbst spiegeln ihm die  
Wände seines Labyrinths wider? Was dringt von außen bis zu ihm? Welche  
Art von Sprache könnte er in der Orientierungslosigkeit entwickelt  
haben?
In der Komposition Minotaurus setze ich mich mit diesen Fragen zu  
einer mythisch aufgeladenen und doch kaum bekannten Figur auseinander.  
Dabei schlüpfe ich selbst als Sängerperformer in die Rolle dieses  
Mischwesens und generiere zu diesem Zwecke eine musikalische Sprache,  
die aus den Möglichkeiten meiner Stimme und denjenigen von Live-
Elektronik mit Gestural Controllers entsteht, deren jeweiliges  
Material auf vielfältige Art und Weise verschmelzen soll.“

Alex Nowitz
Potsdam, Oktober 2009

Programmnote zu Studies for Self-Portrait:

"Ich arbeite mit meiner Stimme als Sänger und Sängerperformer seit ca.  
20 Jahren, wobei ich viele Genres, Stile und Techniken erprobt habe,  
um immer wieder neues und unbekanntes Terrain zu entdecken. Der  
Prozess, verschiedene Arten, die Stimme zu nutzen und das gesammelte  
Material jederzeit abzurufen, ist sehr ähnlich jener Musik, die auf  
Sampling Processing basiert. Seit Oktober 2007 arbeite ich an einem  
Setup für Live-Elektronik. Hierbei benutze ich zwei Wii-Remotes als  
Gestural Controllers, einen Laptop-Computer und Software, die am STEIM  
in Amsterdam entwickelt wurde. Das Material oder die Samples, die ich  
für die Arbeit Studies for Self-Portrait verwende, geht auf  
Kompositionen zurück, die ich in der Vergangenheit geschrieben und  
aufgenommen habe. Ebenso nehme ich meine Stimme während der  
Performance auf, um dies als zusätzliches Material im weiteren Verlauf  
dieses Schaffensprozesses zu nutzen. In beiderlei Hinsicht ist es so,  
als ob ich in den Spiegel sähe und mein eigenes Selbst-Portrait  
entwerfe.“

Alex Nowitz, Stockholm
May 16, 2009



Preis:

Mit der Uraufführung seiner Komposition "Minotaurus", für eine  
verstärkte Stimme und Live-Elektronik mit Gestural Controllers,  
gewinnt Alex Nowitz den ersten Preis des zweiten Europäischen  
Wettbewerbs der ECPNM (European Conference of Promoters of New Music)  
für Komposition und Interpretation von Musikprojekten mit Live-
Elektronik. Die vom MWFK (Ministerium für Wissenschaft, Forschung und  
Kultur) des Landes Brandenburg und dem EMS in Stockholm  
(Electroacoustic Music in Sweden) geförderte Uraufführung fand am 4.  
Oktober innerhalb des Abschlusskonzertes der ISCM (International  
Society of Promoters of New Music) World New Music Days 2009 in  
Göteborg statt. Durch die Unterstützung der Stiftung STEIM in  
Amsterdam hat er seit Herbst 2007 das in der Komposition verwendete,  
neuartige elektronische Instrument entwickelt (siehe Artikel: Voice  
and Live-Electronics Using Remotes as Gestural Controllers).


Artikel:

Voice and Live-Electronics using Remotes as Gestural Controllers,
geschrieben von Alex Nowitz, wurde im Oktober 2008 auf der  
Internetplattform der Canadian Electroacoustic Community in Montreal  
veröffentlicht:
http://cec.concordia.ca/econtact/10_4/nowitz_voicelive.html



Alex Nowitz

*1968 in Niederbayern + Komponist von Vokalmusik, Kammermusik
unterschiedlichster Besetzungen, elektronischer Musik und Werken für
Tanz-, Sprech- und Musiktheater + mehrmonatige Arbeitsstipendien im In-
und Ausland + als Sänger, Pfeif- und Stimmkünstler Zusammenarbeit mit  
Musikern
und Komponisten aus verschiedenen stilistischen Bereichen + ebenso
als Improvisationskünstler und Interpret internationale Auftritte
(Europa, Nordamerika, Russland) + Kompositionsaufträge von Ensembles,
wie z.B. der Kammerakademie Potsdam oder von Tanzcompagnien, wie
der Chartier Danse Compagnie/Toronto und von Theatern, wie der
Staatsoper unter den Linden Berlin + seine erste abendfüllende Oper
"Die Bestmannnoper" wurde im Frühjahr 2006 mit großem Erfolg unter der
Leitung von GMD Hermann Bäumer am Theater in Osnabrück uraufgeführt +
Drittes Jahr der Intensiven Zusammenarbeit mit STEIM in Amsterdam zur  
Entwicklung von neuartigen elektronischen Instrumenten + 1. Preis der  
ECPNM für Komp. und Interpret. von “Minotaurus”, für verstärkte Stimme  
und Live-Elektronik, während der ISCM in Göteborg am 4.10.2009.

www.nowitz.de



Elektronische Musik aus Dänemark (2010)NachtKONZERT Sonntag, 9.5.2010,  
21 Uhr Glockenhaus

Elektronische Musik aus Dänemark (2010)


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Pioneers & Entdeckung



Knud Viktor (1924)    
Image (1972) (3')
Ambiance ((1972) (2'30)

Rune Søchting (1972)    
Abstrakt (2005) (11')

Jørgen Plaetner (1930-2002)    
Beta ((1962-63) (5'30)

Jakob Weigand Goetz (1972)    
Opus 1, Nr. 1 ((2006) (4')

Else Marie Pade (1924)    
Glasperlespil II ((1960) (8')

Martin Stig Andersen (1973)    
Ringroad A141 ((2006) (6', stereo+video)

Hans Peter Stubbe Teglbjærg (1963)    
Koba Qunar ((2006) (10', 4-kanale)





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Kurator:

Hans Peter Stubbe Teglbjærg
(im Auftrag der Vereins dänische Komponisten)
ImpressumFortbildungszentrum für Neue Musik
Director: Prof. Helmut W. Erdmann
Assistenz: Claus-Dieter Meier-Kybranz
An der Münze 7
21335 Lüneburg

Telefon: 04131-309390
Fax: 04131-309390

Web: http://www.neue-musik-lueneburg.de
Email: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.


Verantwortlich:
Claus-Dieter Meier-Kybranz
tschlandradio Kultur)

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