RADIO - Musik durch Reproduktion ihrer selbst
From: "Harald Muenz" Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
DEUTSCHLANDFUNK: Atelier neuer Musik
Samstag, 20. März 2010, 22:05 Uhr
Internet Live-stream:
http://www.dradio.de/streaming/dlf.m3u
Klänge ohne Vergessen. Produktion von Musik durch Reproduktion ihrer selbst
Eine Sendung von Rainer Nonnenmann
Mit Werkbeispielen u.a. von
Jörg Mainka: "Mitschnitt" für vier Violoncelli, zwei Schlagzeuger und Tonbandschleife
Harald Muenz: "writing" für zwei Spieler an einer kontaktmikrophonierten Großen Trommel und Klangregie
Orm Finnendahl: "Rekurs" für Saxophon, Schlagzeug, Klavier und 2 Aufnahmegeräte
Krzysztof Penderecki: "Kanon" für Streichorchester
Im Laufe des 20. Jahrhunderts führte die Entwicklung der modernen Speicher-
und Wiedergabemedien zu einer Umwälzung des gesamten Gesellschafts- und
Kulturlebens.
Musik wurde aus ihrem einmaligen Hier und Jetzt gesprengt, überall und
jederzeit verfügbar.
Heute reagieren Komponisten der mittleren Generation wie Jörg Mainka,
Harald Muenz und Orm Finnendahl auf die Reproduktionstechnologien mit sich
selbst reproduzierenden Stücken.
Diese rauben der Musik ihr Verklingen und damit ihre ureigenste Entfaltung
in der Zeit, um den nachgerade zur zweiten Natur gewordenen medialen
Verwertungszusammenhang zu problematisieren.
Die "Musik ohne Vergessen" wird so zu einem Akt von Widerstand und
Selbsterkenntnis.
Redaktion: Frank Kämpfer
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Harald Muenz composer
aesthetic phonetics
Lecturer in Music
Centre for Contemporary Music Practice (CCMP)
Brunel University West London
School of Arts - Music Uxbridge
Middlesex UB8 3PH United Kingdom
www.brunel.ac.uk/about/acad/sa/artresearch/cmp/
