Degem - Deutsche Gesellschaft für elektroakustische Musik e.V.

[ 12. November 2009 ]

STUTTGART - BettGeschichten. Tanztheater mit Elektronischer Musik

From: Matthias Schneider-Hollek Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
BettGeschichten. Das Erinnern der Marlene Dietrich
(WahlVerwandtschaften. Leben am Telefon No 2) Tanztheater
Premiere
Samstag, 14. November 2009, 20 Uhr
Theater Rampe, Stuttgart

Ein Bett in der Avenue Montaigne 12. Elf Jahre lang verließ sie es  
nicht. Bis zu ihrem Tod. Symbol für Rückzug, Einsamkeit, Geborgenheit.  
Aber auch der verlorene Ort sexueller Lust. Und Krankenbett, das Bett  
einer Lebenskranken. Sie sei zu Tode fotografiert worden, sagt  
Marlene. Jetzt schützt sie sich vor der Bildgier der Öffentlichkeit.  
Schützt ihr Bild der gefeierten Schönheit vor der Desillusionierung  
durch das Alter. Nur noch die Telefonschnur verbindet sie mit der  
Außenwelt. Eine Nabelschnur, in die sie sich wortwörtlich verwickelt.  
Ein Korsett ihrer inneren Zwänge. Stimmen am Telefon tauchen auf,  
Stimmen der Vergangenheit. Sie tanzt sich ins Erinnern. In die  
lasziven Posen des „blauen Engels”. In die androgyn-undurchschaubaren  
Posen ihrer Hollywoodfilme. Versteckt ihre Liebessehnsucht hinter  
preußischem Drill. Ihre Sentimentalität hinter schnoddriger  
Kaltschnäuzigkeit. „Ich geh mich einen Dreck an.” Die Tänzer  
versuchen, das erstarrte Selbst- und Fremdbild tänzerisch aufzulösen.  
Das Bewegte und die Bewegungslosigkeit am eigenen Körper aufzuspüren.  
Das Erinnern zu spüren.

Premiere
Samstag, 14. November 2009, 20 Uhr
Theater Rampe, Stuttgart
Vorstellungen
17.-21. November 2009, 20 Uhr
Theater Rampe, Stuttgart
7.-9. Januar 2010, 20 Uhr
10. Januar 2010, 18 Uhr
RotebühlTheater, Stuttgart

Mitwirkende
Idee/Konzeption/Choreografie: Katja Erdmann-Rajski
Tanz: Julia Brendle, Alexandra Brenk, Katja Erdmann-Rajski, Paolo Fossa
Musik: Matthias Schneider-Hollek, Erhard Karkoschka, Marlene Dietrich, Henry Purcell,  u.a.
Dramaturgie: Ulrich Fleischmann
Licht: Ingo Jooss
Video/Technik: Thomas Pfisterer

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