TV - ARTE: 2 Stockhausen-Filme am 10. August 2009
Von: Stockhausen-Stiftung
Datum: Sun, 26 Jul 2009 15:05:20 +0200
Information: http://www.arte.tv
Karlheinz Stockhausen
Musik für eine neue Welt
ZDF © WDR/Norbert Busè
Montag, 10. August 2009 um 22.50 Uhr
Karlheinz Stockhausen
(Deutschland, 2008, 52mn)
ZDF
Regie: Norbert Buse
Der Name Karlheinz Stockhausen (1928-2007) steht für die musikalische
Avantgarde des 20. Jahrhunderts wie der Eiffelturm für die
französische Hauptstadt. In den 60er Jahren gelangte Stockhausen auf
das Cover der Beatles LP "Sergeant Pepper": Ein "seriöser" Komponist
als Popstar, verehrt als Prophet des Weltraumzeitalters. So etwas hat
es vorher und seitdem nicht mehr gegeben. Karlheinz Stockhausen starb
Ende 2007 mit 79 Jahren.
Norbert Busè und Thomas von Steinaecker konzentrieren sich auf die für
Stockhausens Ruhm maßgeblichen Jahre. Sie zeigen den Komponisten als
schöpferischen Visionär, geprägt durch schicksalhafte Jugendjahre und
durch seine unbändige künstlerische Abenteuerlust.
Karlheinz Stockhausen
MICHAELs REISE UM DIE ERDE
WDR © Klaus Rudolph
Montag, 10. August 2009 um 23.40 Uhr
Karlheinz Stockhausen
(Deutschland, 2008, 52mn)
WDR
Regie: János Darvas
Kostüme: Chu Uroz
Dirigent: Peter Rundel
Ausstattung: Roland Olbeter
Dramaturgie: Thomas Ulrich
Inszenierung: Carlos Padrissa
Solist: Nicola Jürgensen
Stereo 16:9 (Breitbildformat)
25 Jahre hat Karl Heinz Stockhausen an seinem Opus Magnum LICHT – Die
sieben Tage der Woche gearbeitet, dem monumentalen Opernzyklus, der
ganze 29 Stunden dauert und 1981 an der Mailänder Scala uraufgeführt
wurde. Der zweite Akt vom DONNERSTAG aus LICHT wurde 2008 in der
Kölner Philharmonie aufgeführt. Spektakulär in Szene gesetzt hat die
ungeheuer anspruchsvolle Musiktheaterproduktion Carlus Padrissa,
Mitglied der legendär-radikalen katalanischen Theatergruppe La Fura
dels Baus, gemeinsam mit dem Videokünstler Franc Aleu.
MICHAELs REISE schildert den Weg des Engelsfürsten und Weltenschöpfers
Michael, der menschliche Gestalt annimmt, um die Menschheit durch die
Kräfte der Musik und der Liebe zu Höherem und zu Gott zu führen. Seine
Reise führt in sieben Stationen um die Welt. Von Köln nach New York,
Japan, Bali, Indien, Zentralafrika bis nach Jerusalem.
In einer bildgewaltigen Inszenierung erzählt Carlos Padrissa diese
Geschichte. Padrissa ist Mitglied der katalanischen Theatertruppe La
Fura dels Baus, die bekannt ist für ihren virtuosen Einsatz technisch
medialer Ausdrucksmittel.
Die Besonderheit von Stockhausens Werk besteht darin, dass die
Protagonisten keine Sänger, sondern Instrumentalisten sind. Die
Hauptrollen spielen sozusagen Trompete und Bassetthorn. Bühnenbildner
Roland Olbeter lässt die Hauptfigur mit Hilfe des Videokünstlers Fran
Aleu wie in einer Art Zeitmaschine durch den Raum gleiten; in einem
metallenen Stehkorb mit langem Schwenkarm wirbelt Michael durchs
Weltenrund und betätigt dabei sein Instrument noch in den
unmöglichsten Positionen virtuos: Die Orte der Handlung werden dazu
mit überdimensionalen Videobildern auf einen transparenten Vorhang
beziehungsweise eine riesige Satellitenschüssel projiziert.
So wird ein ausdrucksstarker visueller Kontrapunkt zu Stockhausens
Musik geschaffen, einer streng strukturierenden Kompositionstechnik.
Entstanden ist eine faszinierend leichtfüßige Weltenreise auf
Stockhausens Spuren.
Eine Produktion der Wiener Taschenoper in Zusammenarbeit mit den
Wiener Festwochen koproduziert von KölnMusik und musikFabrik
Mit herzlichem Gruß
Kathinka Pasveer
für die Stockhausen-Stiftung für Musik
51515 Kürten
www.stockhausen.org
