ZURICH - ICST Newsletter
From: Marcus Maeder
Date: September 8, 2009 10:51:01 AM GMT+02:00
ICST Newsletter 09/2009
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# Festival der Künste/Festival of the arts, Zurich
11. - 13. 09. 2009, Ausstellungsstrasse 60, 8005 Zürich
Concerts:
Martin Schlumpf - Friday 11. September 2009, 19:30
José Lopez-Montes/Charlotte Hug - Saturday 12. September 2009, 21:00
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# ICST and domizil USA/California Tour
24. 09. - 02. 10. 2009
Presented by Swissnex San Francisco
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# GENERATOR#17
09. 10. 2009, 21:00, Mehrspur Music Club, Waldmannstr. 12, 8001 Zürich
dieb13 – turntables
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# GRM visits ICST: Concerts of Christian Zanési and local artist
17. 12. 2009, 20:00, Cabaret Voltaire, Spiegelgasse 1, 8001 Zürich
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ICST Ambisonics Tools 2.0
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ICST am Festival der Künste
Das ICST präsentiert am diesjährigen Festival der Künste an zwei
Konzertabenden Werke, die am Institut oder mit dessen Unterstützung
entstanden sind. Es sind dies am ersten der beiden Abende "pulsar_2/
lost in" und "Rattaplasma 2" des Komponisten Martin Schlumpf, welche
mit Kompositions-Softwarewerkzeugen und Ambisonics Surround-Soft-/ und
Hardware, beides am ICST entwickelt, zustande gekommen sind und
aufgeführt werden. Die Komposition "Badlands" von José Lopez-Montes
und Charlotte Hug, am zweiten Abend präsentiert, ist im Rahmen einer
Residency im Computermusikstudio des ICST entstanden.
Freitag, 11. September 2009, 19:30
Martin Schlumpf: pulsar_2 / lost in, 2009
Uraufführung
Für Stimme, Flöte, Klavier und Computer (mit Ambisonics-Raummodulation)
Pulsare sind rotierende Neutronensterne, die in regelmässigen
Abständen Radiowellen ins All aussenden. Wären sie für uns hörbar,
ergäbe sich eine Impuls-Polyphonie verschiedener Tempi und Tonhöhen.
Diese Gleichzeitigkeit unterschiedlicher Tempi und Ereignisstränge ist
Sinnbild von Martin Schlumpfs Kompositionsreihe „pulsar“, in der Live-
Instrumente via Clicktrack (ein Metronom im Ohr) mit dem Computer
koordiniert werden und die resultierende Musik quasi in einem
Raumuniversum erklingt: rund um das Publikum angeordnete Lautsprecher
ermöglichen die präzise Platzierung der Klänge im gesamten Raum. Dabei
mischen sich improvisierte mit komponierten Teilen in einer farbigen,
empfindsamen, denkenden, rituell-rhythmischen Musik. "pulsar_2 / lost
in" ist 2009 entstanden und ist den drei Spielenden gewidmet.
Martin Schlumpf: Rattaplasma 2, 2001
Für Klarinette/Bassklarinette und Computer (mit Ambisonics-
Raummodulation)
Rattaplasma 2 ist das erste Stück, in dem Martin Schlumpf seine eigene
Computermusik verwendet hat. In einer Art spielerischer Konzert-Etüde
wird eine Klarinette (Bassklarinette) in drei Teilen mit Klängen aus
Synthesizern und Samplern kombiniert. Im ganzen Stück wird auf einer
Grundkonzeption dreier Tempoebenen im Verhältnis 5 : 7 : 11 aufgebaut.
In jeder dieser Ebenen bewegen sich jeweils zwei Stimmen, so dass ein
Gesamtgeflecht von sechs Klangfäden entsteht. Im Vordergrund bewegt
sich die oftmals ziemlich virtuose und rhythmisch geprägte Solostimme,
kontrapunktiert von streng getimten Gegenstimmen, die eine
schillernde, pulsierend wechselhafte Tempopolyphonie erzeugen. Nach
konstruktiv strengem Plan endet das Stück nach knapp 12 Minuten.
"Rattaplasma 2" ist 2001 entstanden und ist Matthias Müller gewidmet.
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Samstag 12. September 2009, 21:00
José Lopez-Montes und Charlotte Hug: Badlands to the skies, 2009
Für Bratsche, Stimme, Raumpartitur mit Son-Icons, ambisonische
Raumklangdiffusion und panoramische Videoprojektion
Charlotte Hug: Improvisation mit Bratsche und Stimme, Raum-Partitur
mit Son-Icons
José López-Montes: Komposition, Programmierung, panoramische
Videobearbeitung
Peter Färber: Ambisonische Einrichtung
Was verbindet die Badlands, die orangerostfarbene ausgebrannte
Lehmwüste in Spanien mit dem vitriolblauen Rhônegletscher des
Furkapasses in der Schweiz? Beides sind Grenzgebiete, in denen der
Mensch nicht lange überleben kann. Die von der Hitze ausgetrockneten
Badlands dehnen sich aus, die Gletscher ziehen sich zurück. Andere
Zeitdimensionen herrschen hier vor. Der Mensch ist ephemerer Besucher.
Die zwei extremen Landschaften treffen während des Stückes aufeinander
und werden zu Resonanzkörpern dieser Spannungsfelder. Seismographische
Skizzen mit Graphitstift und Live-Klängen von Bratsche und Stimme sind
Basis künstlerischer Übersetzungen in analoge und digitale Klänge und
mehrdimensionale Räume. "Badlands" entstand in dieser Fassung während
eines Kompositionsaufenthaltes am ICST im Sommer 2009.
José López-Montes (Granada, Spanien 1977) studierte Klavier und
Komposition im Konservatorium Granada. Mit der Unterstützung eines
Stipendiums der Andalusischen Regierung durfte er seine Ausbildung in
Komposition an der Hochschule Musik und Theater Zürich erweitern. Als
Schüler von Gerald Bennett komponierte er seine ersten
elektroakustischen Stücke. Das erste dieser Stücke gewann einen Preis
an der II. SGAE International Computer Music Competition. Seine Werke
wurden in Spanien, Frankreich, der Schweiz, in Polen, Mexico,
Brasilien und Südkorea (als Gastkomponist des Daegu New Media Art
Festival ´05) aufgeführt. Sein Katalog enthält Kammermusik,
Ballettmusik und elektroakustische Musik. Seit 2004 haben die
Beziehungen zwischen Klangsynthese und Videosynthese einen grossen
Teil seiner Arbeit eingenommen. 2007 erhielt sein Videostück "Último
Estudio para Átanos" einen Preis am IMEB Bourges Wettbewerb. Die Musik
von López-Montes erforscht algorithmische Prozesse mit zellulären
Automaten, chaotischen und fraktalen Strukturen in Kombination mit
intuitiven, menschlichen Vorgängen und einem bisschen Humor. J. López-
Montes unterricht seit 2005 an der Musikhochschule Granada (Spanien).
Charlotte Hug ist Komponistin, Musikerin, Medienkünstlerin und
Zeichnerin. Sie lebt in Zürch und unterwegs. Bekannt sind ihre Raum-
Partituren und Performances an speziellen Orten, wie im Stollen des
Rhônegletschers, dem halbgesprengeten Bunker in Berlin Humboldthain
oder dem Dockyard in Cork am Atlantischen Ozean. Hug sucht nach einer
grösstmöglichen Erweiterung von Klangmöglichkeiten und entwickelt
unter anderem den “Weichbogen”, wo sie bis achtstimmig auf ihrem
Instrument spielen kann. Ihre Spezialität sind auch Klangmischungen
von Bratsche und Stimme. So entsteht eine unverkennbar eigene
Klangsprache. Nach ihrem Studium in Bildender Kunst und Musik und
erhielt sie diverse Auszeichnungen, z.B. “artist in residence” in
London, Paris, Cork Kulturhauptstadt 05, Berlin sowie das Werkjahr für
Komposition der Stadt Zürich. Hug gibt Lectures und Masterclasses für
Improvisation, szenische Musik & Performance, graphische Notationen,
und Installation z. B. an der MC Gill University Montreal, an der ETH,
an der University of British Columbia Vancouver, CNMAT Berkeley, und
an der Zürcher Hochschule der Künste. Nebst internationaler
Ausstellungstätigkeit führt sie ihre rege Konzerttätigkeit oft als
Solistin, Komponistin oder Dirigentin ihrer eigenen Werke an
massgebliche Festivals in Europa, USA und Kanada.
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ICST and domizil California Tour
Presented by Swissnex San Francisco
http://www.swissnexsanfrancisco.org
ICST and domizil at San Francisco Art Institute,
San Francisco Art Institute, Lecture Hall
800 Chestnut Street, San Francisco CA 94133 USA
Saturday, 26. 9. 2009, 8:00 pm
domizil/Marcus Maeder, Schurer, Thomas Peter, Jasch
Concert preceded by a reception.
Featured local artists:
Sunday, 27. 9. 2009, 6:30 pm
ICST/Germán Toro Pérez, Philippe Kocher, Martin Neukom
Featured local guest artists (curated by VOLUME):
Lissom, Christopher Willits, Kadet Kuhne, Sutekh
(playing order tbc)
Co-produced by swissnex San Francisco, VOLUME and San Francisco Art
Institute.
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29. 9. 2009, 8:00 pm
domizil vecherinka at swissnex San Francisco
Smart entertainment. Enchanting people. Since 1996.
An evening with Medusa Cramer, Thomas Peter, Schurer
730 Montgomery Street
San Francisco, CA 94111
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ICST at University of California, Santa Barbara
Wednesday, 1. 10. 2009
Presentations: 2:00 pm
Concerts: 7:00 pm
With Germán Toro Pérez, Philippe Kocher, Martin Neukom, Jasch, Daniel
Bisig
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2. 10. 2009, 8:00 pm
ICST and domizil at Los Angeles Contemporary Exhibitions (LACE),
Los Angeles Contemporary Exhibitions
6522 Hollywood Boulevard, Los Angeles, CA 90028
Participating artists tbc
Co-produced by swissnex San Francisco, VOLUME and LACE
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ICST at University of California, San Diego
Saturday, 3. 10. 2009
Presentation and Concerts, tbc.
With Germán Toro Pérez, Philippe Kocher, Martin Neukom
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GENERATOR#17
LABOR FÜR ELEKTROAKUSTISCHE MUSIK UND NEUE MEDIEN
dieb13 – turntables
FREITAG, 9. OKTOBER 2009, 21 UHR
MEHRSPUR MUSIC CLUB, WALDMANNSTRASSE 12, 8001 ZÜRICH
FREIER EINTRITT, BARBETRIEB AB 20.30 UHR
21.00 Uhr
dieb13 - turntables
dieb13 aka Dieter Kovacic gehört zu den wichtigsten Vertretern der
experimentellen Wiener Elektronikszene. Neben Auftritten in Clubsets
arbeitet dieb13 auch in konzeptartigen Zusammenhängen, im weiten Feld
zeitgenössischer Improvisation oder im Kontext Neuer Musik, so zum
Beispiel bei Wien Modern oder in der Zusammenarbeit mit dem
Komponisten Bernhard Lang. dieb13 beschäftigt sich vorwiegend mit der
Erforschung neuer Klangaspekte, dem Ausloten neuer Sounds und
Strukturen, um diese auf eine andere Ebene zu heben. Seit den späten
80er Jahren arbeitet er kontinuierlich an der Nutzbarmachung von
Abspielgeräten für Audiokassetten, Vinylschallplatten, CDs, Harddisks
und IP-Protokollen und deren Umformung zu zuweilen 'missbrauchten'
Instrumenten, die kreativ, humorvoll und hintergründig eingesetzt
werden. Für den heute vor allem mit Platten manipulierenden "Radikal-
Turntablisten“ steht dabei nicht alleine die Methode im Zentrum,
sondern viel mehr eine Philosophie: dieb13 ist Verfechter des "Open
Source"; er bedient sich vor allem fremder Klänge und gibt
gleichzeitig eigenes Klangmaterial zur weiteren Verarbeitung frei. Um
nicht mit Plattenfirmen in Konflikt zu kommen, sucht er seine Quellen
oft im befreundeten Umfeld oder setzt eigene Sounds ein, etwa indem er
aus seinen eigenen Performancemitschnitten wiederum Schallplatten
schneidet, um sich so selbst zu recyceln. "Dahinter steht der Gedanke,
dass Musik auf anderer Musik beruht. Ich glaube nicht an den Genie-
Kult, der impliziert, dass man Musik aus dem Nichts erschaffen kann.
Ich würde meinen Weg 'aktives Filtern' nennen."
generator ist eine Veranstaltung des ICST, Zürcher Hochschule der
Künste, Departement Musik in Zusammenarbeit mit dem Mehrspur Club.
Künstlerische Leitung: Gary Berger
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GRM visits ICST: Konzert Christian Zanési und local guest
17. 12. 2009, 20.00, Cabaret Voltaire, Spiegelgasse 1, 8001 Zürich
Im Dezember besucht eine Delegation des legendären Groupe de
recherches musicales das ICST. GRM ist ein Institut zur Erforschung
elektroakustischer Musik und hat die bei elektronischen Musikern sehr
beliebten GRM Tools entwickelt. GRM wurde 1958 vom Begründer der
Musique Concrète, Pierre Schaeffer, gegründet. Zu seinen Mitgliedern
zählten namhafte Komponisten wie François Bayle, Michel Chion, Luc
Ferrari, Jean Michel Jarre u. a.
GRM's Co-Direktor Christian Zanési, selber Komponist im Feld der
Musique Concrète, wird anlässlich des Besuchs von GRM am 17. 12. 2009
ein Konzert im Cabaret Voltaire geben.
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ICST Ambisonics Tools 2.0
Die neue Version 2.0 beta 1 für Max5 kann jetzt heruntergeladen werden:
http://www.icst.net/de/forschung/download/ambisonics-externals-for-maxmsp/
Die ICST Ambisonics Tools sind eine Sammlung von MaxMSP-Externals für
dreidimensionale Raumklangsteuerung in Ambisonics. Diese Software wird
unter der GNU Lesser General Public License (LGPL) Version 3
herausgegeben.
Diese Beta-Veröffentlichung enthält nur die Mac-Version, die Windows-
Version folgt in Kürze.
Für Bugreports, Feature-Requests und sonstige Kommentare zu dieser
Software schreiben Sie uns bitte über unser Kontaktformular unter http://www.icst.net
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ICST Ambisonics Tools 2.0
Thursday 31. December 2009, 00:00
The version 2.0 beta 1 for Max5 is now available for download:
http://www.icst.net/research/downloads/ambisonics-externals-for-maxmsp/
The ICST Ambisonics Tools are a set of externals for MaxMSP for 3D
audio spatialisation and source placement control. This software is
distributed under the GNU Lesser General Public License (LGPL) Version 3.
This beta release contains the Mac version only, a Windows build will
follow when all major issues have been ironed out.
Please feel free to contact us for bugreports, feature-requests and
success-stories - just use our contact form at http://www.icst.net
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Zürcher Hochschule der Künste ZHdK
Departement Musik
Institute for Computer Music and Sound Technology
Baslerstrasse 30
CH-8048 Zürich
http://www.icst.net
