[ 29. März 2012 ]

WEIMAR – Klanginstallation QUINTESSENTIALS im Gaswerk in Weimar

Von: Tim Helbig
Datum: 29. März 2012 11:47:57 MESZ
Betreff: Klanginstallation QUINTESSENTIALS im Gaswerk in Weimar

Die Ausstellung läuft noch heute und morgen von 14 – 18 Uhr und ab
April am

Do 05.04. / Fr 06.04.
Do 12.04. / Fr 13.04.
Mi 18.04. / Do 19.04. / Fr. 20.04. / Sa 21.04.

jeweils von 15 – 18 Uhr.

Eine Kurzinformation zur Installation:
»Verschiedene Kombinationen von Klängen beeinflussen und färben
unseren Alltag. Diese variieren je nach Ort und Zeit in ihrer
Intensität und Masse. Grundlegende Forschungen auf diesem Gebiet sind
dem Kanadier R. Murray Schafer zu verdanken, der sich mit der Wirkung
und Ausprägung verschiedener Soundscapes auseinandersetzt. Schafer
unterscheidet in zwei elementare Soundscape-Klassen. Im Lofi-
Soundscape maskieren sich Klänge gegenseitig sehr stark. Durch die
hohe Masse verschiedenster Klangquellen und Klangereignissen kommt es
zu einer hohen Opazität der gesamten Schallereignisse. Einzelklänge
sind nur schwer zu lokalisieren und von einander differenziert
wahrzunehmen. Das Hifi-Soundscape wiederum zeichnet sich durch eine
hohe klangliche Transparenz aus: Einzelschallereignisse können
deutlich wahrgenommen werden. Wie der Wechsel zwischen Tag und Nacht,
zwischen ländlicher Gegend und städtischem Alltag ist auch die
Installation klanglich gestaltet. In ihr werden diese beiden
Soundscape-Qualitäten besonders behandelt und gegenüber gestellt.
Als Klangerzeuger dienen 125 Piezoschallwandler. Diese wurden zu
jeweils fünf Stück pro Ausgangskanal zusammengeschaltet. Angebracht
sind die Piezoelemente auf 25 Acrylscheiben. Durch die Hängung von
jeweils fünf Acrylplatten untereinander ist eine besondere
Höhenwahrnehmung möglich. Diese Fünfer-Hängung wird im Raum fünf mal
wiederholt, wodurch es zudem zu einer markanten Tiefenstaffellung kommt.
»Quintessentials« wird mittels eines Max/MSP-Patches durch
verschiedene Zufallsverfahren bespielt. Dadurch generiert sich die
Kombination sowie die Verteilung der Klänge – und damit das klangliche
Geschehen der Installation – stets neu.«

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