Der „Thomas-Seelig-Fixed-Media-Preis“ 2021 wird an die Komponistin Annette Vande Gorne verliehen.

Mit der Verleihung des Thomas Seelig Musik Preises an Annette Vande Gorne ehrt die Jury eine wichtige Komponistin elektroakustischer Musik.
Sie hat ein umfangreiches Oeuvre geschaffen, das mit ausdrucksstarker Sprache Modelle von Natur und unserer physikalischen Welt beschreibt.
Poesie und Ideen anderer Kulturen sind oft Ausgangspunkt für ihre Werke. Sie wirkt als Dozentin in öffentlichen Hochschulen und in ihrem eigenen Studio ‘musiques & recherches’, das sie für viele Komponisten als Produktionsstätte zur Verfügung stellt. Sie initiierte und leitete für über 20 Jahre internationale Wettbewerbe für Akusmatische Komposition und für die Interpretation dieser Werke auf Lautsprecherorchestern. Sie ist ebenfalls Leiterin des wichtigen weltoffenen Festivals ‘espace du son‘, Bibliothekarin, Archivarin, Herausgeberin, sowie Produzentin von Publikationen / Printmedien und auditive Medien.

Die Jury bestand aus: Folkmar Hein, Hans Tutschku und Savannah Agger.

Thomas-Seelig-Fixed-Media-Preis

Thomas Seelig, 5.3.1959 – 1.5. 2020

Am 1.Mai ist der Komponist, Klangkünstler und Sounddesigner Thomas Seelig verstorben. Er hat durch sein Wirken wesentliche Impulse zur Realisiation und Aufführbarkeit Elektroakustischer Musik gegeben. Seine Schöpfungen auf dem Gebiet der Live-Elektronik-Software kommen dem Bau von Musikinstrumenten nahe, da sie von den Musizierenden selbst betätigt werden müssen. Er ist deswegen von vielen seiner Auftraggeber als Ko-Komponist eingesetzt worden.

In der Zusammenarbeit ist Thomas Seelig für seine Kompetenz und Originalität, aber auch für seine Geduld und seinen Humor bekannt gewesen. Die DEGEM verliert eines seiner beliebtesten Mitglieder.

Er ist an einer besonders aggressiven Form der Krankheit ALS im Alter von 61 Jahren gestorben.

Hier finden Sie einen ausführlichen Nachruf von Folkmar Hein

Elektronisches Studio Köln: Quo vadis?

Nachdem sich eine Arbeitsgruppe – initiiert durch den Unternehmer und Kunstsammler Andreas Hölscher und den Programmchef WDR 3, Prof. Karl Karst – darum bemüht hatte, dem historischen Studio und seinem voll funktionsfähigen historischen Gerätepark im Kerpener „Haus Mödrath“ eine neue Heimat zu geben, hat sich der Westdeutsche Rundfunk nun doch überraschend aus dem Projekt zurückgezogen. Herr Hölscher informierte darüber in der vergangenen Woche die Mitglieder der Arbeitsgruppe, zu denen auch Florian Hartlieb als Vertreter des DEGEM-Vorstands gehörte.

Weiterlesen