DEGEM News – NEWS – Thomas-Seelig-Preis 2022 geht an Jonty Harrison

Der Thomas-Seelig-Musikpreis 2022 geht an Jonty Harrison. Die Jury, bestehend aus Folkmar Hein, Hans Tutschku und Savannah Agger schreibt zur Begründung:

„The Thomas Seelig Music Prize 2022 goes to the composer and Professor Emeritus Jonty Harrison. With this nomination, the jury honors an important electroacoustic music composer and performer of electroacoustic music and the creator of the Birmingham ElectroAcoustic Sound Theatre (BEAST), which is turning 40 years in 2022.
From Klang to BEASTiary, he spans a large arc of creative works. Interpretation and spatialization are two linking forces, where his experience in performance and composition constantly inform each other. While the stereo format was the sole available at the time of Klang (1982), Jonty has used multichannel formats up to 72 channels in recent works. The immediacy of his compositions catches the listeners‘ attention and holds it throughout energetic and poetic sound journeys.
Besides teaching, composing, and performing acousmatic music, further musical activity is conducting. For example, he led staged productions of Berio’s Laborintus II and Passaggio, Sinfonia and Folk Songs, one of the four groups in Stockhausen’s Carré, six performances of Stockhausen’s Momente in two different productions, Stravinsky’s Rite of Spring and many more.
He taught acousmatic, electroacoustic composition and associated topics – performance practice, history, and analysis at the University of Birmingham. He also guided countless Ph.D. candidates and shaped new generations of creative minds.
Folkmar Hein, Hans Tutschku and Savannah Agger“

Jonty Harrison, Bio:
https://www.degem.de/thomas-seelig-fixed-media-preis/

DEGEM CD-Album – Jubläumsausgabe

Die neue DEGEM CD ist gleich dreifach erschienen. Mit Werken aus den drei Jahrzehnten, die es die Deutsche Gesellschft für Elektroakustische Musik nun gibt.

Zukunft
Gegenwart
Geschichte

oder „Zukunftsmusik“(CD 19), „im hier und jetzt oder nie“ (CD20), „Wendepunkte“ (CD21)
Die drei Kuratoren Tobias Hagedorn, Anne Wellmer und Folkmar Hein haben völlig autonom und gleichzeitig in Kooperation Werke aus drei Jahrzehnten ausgewählt.

Näheres finden Sie unter:
https://www.degem.de/cds-dvds/zukunftsmusik-im-hier-und-jetzt-oder-nie-wendepunkte/

DEGEM 30 @ ZKM

Gegründet 1991, feiert die DEGEM 2021 ihr 30-jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass findet in Zusammenarbeit mit dem ZKM | Hertz-Labor vom 29. bis 31. Oktober das Festival DEGEM 30 im ZKM Karlsruhe statt. Das Programm umfasst verschiedene Veranstaltungen, die sich mit der aktuellen, vergangenen und zukünftigen Arbeit des Vereins und seiner Mitglieder beschäftigen. Es wird elektroakustische Konzerte geben, die Präsentation der neu kuratierten Jubiläums-CD, die Verleihung des Thomas-Seelig-Fixed-Media-Preises, die Vorstellung einer Festschrift sowie einen spannenden Gedankenaustausch in Form eines Podiumsgesprächs.
Das Programm ist hier zu finden: DEGEM 30 @ ZKM

TOUCHING SOUNDS – Ein Projekt der DEGEM im Rahmen der Darmstädter Ferienkurse.

TOUCHING SOUNDS
Elektroakustische Hörsituationen im öffentlichen Raum

Ein Projekt der DEGEM im Rahmen der Darmstädter Ferienkurse
Kuratiert von Kirsten Reese und Marc Behrens

Vom 31. Juli bis 11. August 2021 können Hörer*innen an 14 Orten im Darmstädter Stadtraum über einen QR-Code ein komponiertes Soundfile für eine ortsspezifische Hörsituation streamen. Es erklingen 17 elektroakustische Kompositionen und Soundcapes von Mitgliedern der DEGEM (Deutsche Gesellschaft für Elektroakustische Musik e. V.), für die jeweils eine spezifische Hörsituationen in der Stadt ausgewählt wurde. Klänge und Kompositionen, die uns über das Hören berühren, uns „anfassen“, gehen mit anderen am Ort wahrnehmbaren Dingen, Atmosphären, Bewegungen und Geschichten eine Verbindung ein: ein Brunnen, eine Aussicht, ein Glascontainer, ein Tümpel, ein Baum, eine Fußgängerzone…

https://internationales-musikinstitut.de/de/ferienkurse/touchingsounds/

https://internationales-musikinstitut.de/de/ferienkurse/

Der „Thomas-Seelig-Fixed-Media-Preis“ 2021 wird an die Komponistin Annette Vande Gorne verliehen.

Mit der Verleihung des Thomas Seelig Musik Preises an Annette Vande Gorne ehrt die Jury eine wichtige Komponistin elektroakustischer Musik.
Sie hat ein umfangreiches Oeuvre geschaffen, das mit ausdrucksstarker Sprache Modelle von Natur und unserer physikalischen Welt beschreibt.
Poesie und Ideen anderer Kulturen sind oft Ausgangspunkt für ihre Werke. Sie wirkt als Dozentin in öffentlichen Hochschulen und in ihrem eigenen Studio ‘musiques & recherches’, das sie für viele Komponisten als Produktionsstätte zur Verfügung stellt. Sie initiierte und leitete für über 20 Jahre internationale Wettbewerbe für Akusmatische Komposition und für die Interpretation dieser Werke auf Lautsprecherorchestern. Sie ist ebenfalls Leiterin des wichtigen weltoffenen Festivals ‘espace du son‘, Bibliothekarin, Archivarin, Herausgeberin, sowie Produzentin von Publikationen / Printmedien und auditive Medien.

Die Jury bestand aus: Folkmar Hein, Hans Tutschku und Savannah Agger.

Thomas-Seelig-Fixed-Media-Preis

Thomas Seelig, 5.3.1959 – 1.5. 2020

Am 1.Mai ist der Komponist, Klangkünstler und Sounddesigner Thomas Seelig verstorben. Er hat durch sein Wirken wesentliche Impulse zur Realisiation und Aufführbarkeit Elektroakustischer Musik gegeben. Seine Schöpfungen auf dem Gebiet der Live-Elektronik-Software kommen dem Bau von Musikinstrumenten nahe, da sie von den Musizierenden selbst betätigt werden müssen. Er ist deswegen von vielen seiner Auftraggeber als Ko-Komponist eingesetzt worden.

In der Zusammenarbeit ist Thomas Seelig für seine Kompetenz und Originalität, aber auch für seine Geduld und seinen Humor bekannt gewesen. Die DEGEM verliert eines seiner beliebtesten Mitglieder.

Er ist an einer besonders aggressiven Form der Krankheit ALS im Alter von 61 Jahren gestorben.

Hier finden Sie einen ausführlichen Nachruf von Folkmar Hein

Elektronisches Studio Köln: Quo vadis?

Nachdem sich eine Arbeitsgruppe – initiiert durch den Unternehmer und Kunstsammler Andreas Hölscher und den Programmchef WDR 3, Prof. Karl Karst – darum bemüht hatte, dem historischen Studio und seinem voll funktionsfähigen historischen Gerätepark im Kerpener „Haus Mödrath“ eine neue Heimat zu geben, hat sich der Westdeutsche Rundfunk nun doch überraschend aus dem Projekt zurückgezogen. Herr Hölscher informierte darüber in der vergangenen Woche die Mitglieder der Arbeitsgruppe, zu denen auch Florian Hartlieb als Vertreter des DEGEM-Vorstands gehörte.

Weiterlesen