[ 1. Oktober 2026 ]

DEGEM News- LEIPZIG – Ausstellung Christina Kubisch im ZiMMT und Künstlerin vor Ort

Von: Jakob Gruhl
Datum: Tue, 29 Sep 2026
Betreff: Ausstellung Christina Kubisch im ZiMMT und Künstlerin vor Ort

PRESSEMITTEILUNG
Die Künstlerin ist bereits ab dem 6.10. im ZiMMT vor Ort und steht für Pressetermine bereit. Die Absprache erfolgt über das ZiMMT.

SWIM N°4 — Christina Kubisch

Christina Kubisch – Klangskulpturen
Immersive Klanginstallation
Im Rahmen der Reihe SWIM N°4

Öffnungszeiten:
08. – 18. Oktober
DI – FR 17 – 20 Uhr / SA + SO 14 – 20 Uhr
Führungen: SA + SO 16 Uhr
Eintritt: 5 – 10 € (MI Eintritt frei)

ZiMMT e.V.
Torgauer Str. 80 | 04318 Leipzig

Christina Kubisch erschafft mit ihren interaktiven, räumlichen Klangskulpturen neue akustische Zugänge zur Umwelt. Im ZiMMT zeigt sie drei ihrer ungewöhnlichen Arbeiten. Die begehbare Installation „Signals in the Dark“ macht über ein Netz aus Kupferkabeln und spezielle Sensorkopfhörer jene elektromagnetischen Signale intensiv und rhythmisch hörbar, die uns im technologisierten Alltag ständig umgeben, sonst aber verborgen bleiben. „Rapunzel“ ist – nur fast dem Märchen getreu – ein 40 Meter langer Zopf aus Kupferkabeln. Über 24 Kanäle verflechten sich dort, abhängig von den Laufwegen der Hörenden, die elektromagnetischen Felder moderner Lichtreklamen mit den viel älteren Klängen einer Glasharmonika, die im 18. Jahrhundert Nervenleiden lindern sollte. Die dritte Arbeit, „Groundfloor“, lädt zum unbewegten Hinhören ein.

Christina Kubisch
Neue oder verborgene Realitäten wahrnehmbar zu machen, ist ein typischer Zug im Lebenswerk von Christina Kubisch. Seit den 1970er Jahren arbeitet sie als Klang- und Medienkünstlerin und hat an mehreren renommierten Kunsthochschulen gelehrt. Ihre Installationen beziehen sich meist direkt auf den Ort, an dem sie entstehen, suchen nach komplexer Raumerfahrung und verschränken Vorstellung und Realität nahtlos miteinander.
Kurzfassung

Christina Kubischs interaktive Klangskulpturen erschaffen neue akustische Zugänge zu einer Umwelt, die sonst verborgen bleibt. Bewegung in der Rauminstallation verändert den rhythmischen Klang elektromagnetischer Signale, die über Sensorkopfhörer hörbar werden. An anderer Stelle verschmelzen alte Klänge mit dem Puls der technischen Gegenwart. Kubischs Installationen sind ortsbezogen und verflechten Vorstellung und Realität nahtlos.

Christina Kubisch
Neue oder verborgene Realitäten wahrnehmbar zu machen, ist ein typischer Zug im Lebenswerk von Christina Kubisch. Geboren 1948 in Bremen, studierte sie von 1967 bis 1976 in Stuttgart, Hamburg, Graz, Zürich und Mailand Malerei, Musik, Komposition und Elektronische Musik. In den 1970er Jahren trat sie mit genderkritischen Performances und einer Reihe von Videokonzerten gemeinsam mit dem italienischen Künstler Fabrizio Plessi hervor; seit Beginn der 1980er Jahre folgten raumbezogene Klanginstallationen mit magnetischer Induktion und anderen selbst entwickelten audiovisuellen Mitteln, ab Mitte der 80er Jahre kam Licht als weiteres Medium hinzu. Mit der seit 2003 fortlaufend entstehenden Serie „Electrical Walks“ schickt sie ihr Publikum mit eigens konzipierten Kopfhörern auf Klangspaziergänge durch den öffentlichen Raum – sie erforscht darin die verborgenen Klangfarben von Transformatoren, Diebstahlsicherungen, Überwachungskameras, Aufzügen, Antennen, Bankautomaten und Leuchtreklamen. Christina Kubisch – Wikipedia +3

Ihre Installationen beziehen sich meist direkt auf den Ort, an dem sie entstehen, suchen nach komplexer Raumerfahrung und verschränken Vorstellung und Realität nahtlos miteinander. Kubisch war 1980 und 1982 auf der Biennale von Venedig vertreten; Einzelausstellungen führten sie u. a. ins Museum Fridericianum Kassel, ins Skulpturenmuseum Glaskasten Marl, ans Massachusetts Museum of Contemporary Art, ins Zentrum für Internationale Lichtkunst Unna, in die Ikon Gallery Birmingham und in die Kunsthalle Bremen. Nach Gastprofessuren in Paris, Oxford und Berlin lehrte sie von 1994 bis 2013 als Professorin für Audiovisuelle Kunst an der Hochschule der Bildenden Künste Saar und gründete dort den Studienbereich Klangkunst. Seit 1997 ist sie Mitglied der Akademie der Künste Berlin.

Ausgezeichnet wurde sie u. a. mit dem Ehrenpreis des Deutschen Klangkunstpreises (2008), dem SR-Medienkunstpreis (2009), dem Karl-Sczuka-Preis (2016) sowie 2021 mit dem Preis der Biennale Musica di Venezia und dem Giga-Hertz-Hauptpreis des ZKM Karlsruhe für ihr Lebenswerk. 2013 war sie Stadtklangkünstlerin der Stadt Bonn.

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Jakob Gruhl | jakob@zimmt.net | Tel: +49 176 96870709