An alle GEMA Mitglieder – Informationsveranstaltung

am 23. Januar 2025 um 15:30 informiert die GEMA am Standort Berlin über den aktuellen Stand der Reformüberlegungen zur Verteilung und zur Kulturförderung im Live-Bereich. Dort soll es ein Update zum aktuellen Stand des Reformvorhabens (Reform Live und Neuausrichtung der kulturellen Förderung) geben.

Wo: GEMA Berlin, Keithstraße 7, 10787 Berlin
Wann: 23. Januar 2025 um 15:30 Uhr
Link zum Programm auf GEMA website

Anfang Februar bietet die GEMA eine Informationsveranstaltung im Online-Format an.
Weitere Termine werden folgen. Link zu Veranstaltungen zu dem Thema auf der GEMA website:
GEMA Informationsveranstaltungen

Dokument mit Überlegungen zum aktuellen Stand von der GEMA website
Dokument mit Überlegungen zum aktuellen Stand der Reformuberlegungen

Die WEBSITE AG

Seit Januar 2024 trifft sich die Website AG in unregelmäßigen Abständen online, um einen Plan für eine neue Website zu erarbeiten. Expertise zu technischen Aspekten, aber auch Ideen zur Finanzierung und inhaltliche Vorschläge sind willkommen.

Kontakt via [ website-ag AT degem.de ].

Die EMDoku AG

Seit dem Sommer 2023 trifft sich die EMDoku AG regelmäßig online, um Verbesserungen an der Datenbank zu machen. Vorschläge, Ergänzungen, Verbesserungen, Korrekturen, Übersetzungen ins Englische und Verifikationen sind willkommen, ebenso wie Expertise auf dem Gebiet von Datenbank-Strukturen und Medienarchiven.

Bei Interesse an der EMDoku mitzuarbeiten, schicken Sie bitte eine Mail an [ emdoku-ag AT degem.de ]

 
EMDOKU Jahresbericht 2024

DIE GEMA AG

DIE GEMA – eine UMFRAGE usw.

Welche DEGEM Mitglieder haben bei der GEMA die Höherstufung eigener Werke beantragt, und wer war mit solch einem Antrag erfolgreich? Zu diesem Thema und zu vielen anderen wird die GEMA AG mit Johannes Sistermanns ihre Arbeit wieder aufnehmen.

Die GEMA AG ist erreichbar via [ gema-ag AT degem.de ].

Vorstandswahlen 2024

Nach 8 Jahren haben sich Ipke Starke und Kilian Schwoon aus dem Vorstand der DEGEM verabschiedet.
Wir sind Ipke Starke und Kilian Schwoon unendlich dankbar und lassen sie nur ungern ziehen.
Neu in den Vorstand gewählt wurden Prof. Teresa Carrasco (Bern) und Maria Pelekanou (Bremen). Wie Micha Harenberg bei der Mitgliederversammlung am 29.September betonte, ist dies ein historischer Moment, da zum ersten Mal seit Bestehen der DEGEM die weiblichen Vorstandsmitglieder in der Mehrzahl sind. Herzlich Willkommen Teresa Carrasco und Maria Pelekanou im Vorstand der DEGEM.

.

Jahreskonzert 28.9.2024

Konzert III: Jahreskonzert DEGEM »Elektroakustische Musik – die Vielfältige«

kostenfrei

Datum: 28.9.24
Uhrzeit: 20:00 Uhr
Ort: Kubus

Clemens von Reusner »REEHD«, (2022), 8-Kanal Fixed Audio Ambisonics, 7′11′′

Gerald Eckert »Verschränkung – ins Offene II«, (2024), Stereo auf 4-Kanal Fixed Audio, 9′34′′

Javier Alejandro Garavaglia »QUANTIC LANDSCAPE«, (2023), Fixed Audio 48.2, 10′09′′

Jan Jacob Hofmann »Oscillation of Life«, (2023), Fixed Audio Ambisonics, Fassung für Klangdom, 10′44′′

Nicola Leonard Hein »Twisted Circuits | Rhythm Traces«, (2024), Live-Performance für Synthesizer und Live-Elektronik 49.4, max. 15′

– Pause –

Verleihung des Ehrenpreises der deutschen Schallplattenkritik an Ludger Brümmer

Ludger Brümmer »Deconstructing Double District«, (2011), Fixed Media und Video, 4’50’’

Hyewon Son »Re-«, (2024), Fixed Audio 7.1, 12′56′′

Claudia Robles-Angel »somewhere… nowhere«, (2023), Fixed Audio Ambisonics 43.1, 10′45′′

Tim Helbig »ephemeral realities (moments)«, (2023), Solo-Performance für experimentelle Instrumente und Mehrkanal-Live-Elektronik, ca. 11′

Hiromi Ishii »Ryojinfu«, (2013), 3D Fixed Audio, Fassung für Klangdom und Zirkonium, 10′09′′

 

Kuratiert von Ludger Brümmer, Artemi-Maria Gioti und Viola Yip.

Symposium 28.9.2024

Symposium: »Futurisms. Perspectives on Emerging Forms of Experimental Music«

kostenfrei

Datum: 28.9.24
Uhrzeit: 12 Uhr
Ort: Vortragssaal

12 Uhr 
Begrüßung von Miriam Akkermann und Nicola L. Hein

12:30 – 14 Uhr 
Vorträge »Futurisms I. From Now to Tomorrow | Emergence and Experiment«
Christoph Seibert: »Über Musik, Daten und darüber hinaus«
Michael Edwards: »Learning to Forget the Past; Yearning to Forget the Future«
Anna Schürmer: »Futuring«

Moderation
Miriam Akkermann

14:15 – 15:30 Uhr 
Panel-Diskussion »Futurisms II. Studios for Electronic Music and Beyond«
Impulse und Diskussionen von und mit Svetlana Maraš, Teresa Carrasco und Ludger Brümmer

Moderation
Nicola L. Hein

16 – 17:30 Uhr 
Vorträge »Futurisms III. Performativity, Telematics, Technology and the Human«
Alexandra Murray-Leslie: »Uploading the Human: The Intersection of Telematics, Audiovisual Art and Pop Music in Cross Cultural Collaboration«
Rama Gottfried: »Animism and Digital Expression: Exploring Human-Object Relations Through Performance and Scenographic Composition«
George Lewis: »Spooky Interaction at a Distance: Telematic Afrofuturism«

Moderation
Nicola L. Hein

17:45 – 18:30 Uhr 
Abschlussdiskussion mit Publikum und Vortragenden

Moderation
Miriam Akkermann

DEGEM @ ZKM

Le temps s’ouvre – Die sich öffnende Zeit, Festival für elektronische Musik,

26.-29. September 2024
28.9. Symposium: »Futurisms. Perspectives on Emerging Forms of Experimental Music«
28.9. Jahreskonzert DEGEM »Elektroakustische Musik – die Vielfältige«
29.9. DEGEM Mitgliederversammlung
ZKM, Karlsruhe

+    +    +              +   +   +              +    +    +              +   +   +

Thomas-Seelig-Fixed-Media-Preis an Manuella Blackburn

Manuella Blackburn

Den Thomas-Seelig-Fixed-Media-Preis 2025 erhält die britische Komponistin Manuella Blackburn, die sich in ihren Werken, ihrer Forschung und ihrer pädagogischen Tätigkeit besonders auf die akusmatische Musik konzentriert. Konzepte der Spektromorphologie und des Microsounds adaptiert und kombiniert sie auf überzeugende Weise und schafft so eine funkelnde und mitreißende Musik. Oft ist die Inspiration durch visuelle Erlebnisse im Alltag wichtig. Außerdem lotet sie inter- und transkulturelle Fragen des Sampling in ihrer Musik und ihren Schriften intensiv aus.

Jury: Hanna Hartman, Folkmar Hein und Kilian Schwoon

weiterlesen…

AUSSCHREIBUNG / CALL FOR MUSIC – DEGEM-Konzert am 28.09.2024

DEGEM-Konzert am 28.09.2024 im Rahmen der DEGEM Mitgliederversammlung am ZKM Karlsruhe

Liebes Degem-Mitglied,

das DEGEM Mitglieder-Konzert wird in diesem Jahr auf Einladung von Ludger Brümmer im Rahmen eines Festivals anlässlich seiner Pensionierung gemeinsam mit der DEGEM Mitgliederversammlung wieder am ZKM in Karlsruhe stattfinden. Teilnahmeberechtigt sind alle DEGEM Mitglieder. Ihnen soll in diesem Konzert wieder eine Plattform geboten werden, sich musikalisch zu präsentieren. Pro Mitglied ist eine Einsendung möglich.

Konzert und Proben finden am Samstag, den 28.09.2024 am ZKM in Karlsruhe statt. Die Proben sind für den Nachmittag geplant, das Konzert beginnt um 20 Uhr. Im Rahmen des Festivals bereiten wir außerdem wieder ein Symposium zu aktuellen Fragen der Elektroakustischen Musik vor.

Ebenso wie in den letzten Jahren sind diese Veranstaltungen zeitlich an die jährliche Mitgliederversammlung gekoppelt, die am darauffolgenden Sonntag, den 29.09.2024 ebenfalls im ZKM-Gebäude abgehalten wird.

Erwünscht sind elektroakustische Werke für Setups von Stereo bis Klangdom sowie Live-Elektronik oder Performances in solistischer Besetzung.

Konzertort ist der Kubus des ZKM-Gebäudes in der Lorenzstraße 19. Neben dem 49.4- Lautsprecher-Setup des Kubus gibt es die Möglichkeit zur Videoprojektion (1 Kanal); es können also auch audiovisuelle Werke eingesandt werden. Mikrofonierung ist möglich; Instrumente müssen mitgebracht werden. Je nach Bedarf stehen ein Flügel und ein Prä- parationsflügel zur Verfügung.

Die Praxis des anonymen Auswahlverfahrens wollen wir nach den guten Erfahrungen der letzten Jahre auch in diesem Jahr fortführen. Wir bitten deshalb darum, auf namentliche Kennzeichnung der eingereichten Materialien zu verzichten (bitte auch die Metadaten der eingereichten Dateien überprüfen) und stattdessen alle Dateien mit einem sechsstelligen Zahlencode zu kennzeichnen. Der Klarname darf nur in der Biografie erscheinen, die die Jury nicht erhält. Visuelle Erkennbarkeit bitte ebenfalls vermeiden. Außerdem sollten Titel unkenntlich gemacht werden, falls sie Rückschlüsse auf die Autorschaft ermöglichen (z.B. über eine Netzsuche). In diesem Falle bitten wir darum, ein weiteres Dokument mitzuschicken, in dem alle für Programmheft und Aufführung nötigen Angaben enthalten sind.

Honorare und Reisekosten werden wie folgt für maximal zwei vor Ort beteiligte Personen an einem ausgewählten Werk gezahlt (ergänzend gilt die „Allgemeine Richtlinien zur Erstattung von Reisekosten durch die DEGEM“):

  • –  für die Klangregie 150 €
  • –  für eine/n zusätzlich auftretende Musiker:in 300 €
  • –  für Fahrtkosten pro Person max. 200 €
  • –  für max. eine Übernachtung pro Person max. 70 €

 

Anonymisiert einzureichende Materialien:

  • –  Audiodatei(en) im WAV-Format, 48kHz (bitte keine komprimierten Formate):
    • *  bei Stereokompositionen: Audiofile im WAV-Format
    • *  bei Mehrkanalkompositionen: Stereomixdown sowie Einzelspuren als Audiofiles im WAV-Format
  • –  ggfs. Noten, Improvisationskonzept, Mitschnitt/Produktion bei live-elektronischen und performativen Arbeiten
  • –  Technical Rider inkl. Skizze der Lautsprecheraufstellung und Kanalzuordnung (bei mehrkanaligen Arbeiten)
  • –  kurzer erläuternder Text
  • –  Biografien der beteiligten Künstler:innen mit Klarnamen (nicht für die Jury)
  • –  Ggf. zusätzliche Datei mit Titel und weiteren Angaben (nicht für die Jury)

 

Das Material ist zum Download bereitzustellen (z. B. wetransfer oder dropbox).

Bitte den Download-Link an folgende Email senden: <degemkonzert24@degem.de>.

Einsendeschluss ist der 23. Mai 2024 (Datum des E-Mail-Eingangs).

Die ausgewählten Werke werden Anfang Juli bekanntgegeben.

Für Fragen zur Ausschreibung steht Ipke Starke <starke@degem.de> zur Verfügung.

Wir freuen uns auf ein reges Interesse an der Ausschreibung!

Mit besten Grüßen im Namen des Vorstandes

Ipke Starke (Vorstandsvorsitzender DEGEM)

 

– Die Mail mit dem Ausschreibungstext als PdF wurde am 10. April 2024 um 23:19 verschickt –

DEGEM Konzert bei NODES an der Akademie der Künste in Berlin

1. Juni 2024, 19:00

FH80 Fixed Media Konzert
Folkmar Hein zum 80. Geburtstag
Thomas Seelig Fixed Media Preisträgerkonzert

+    +    +              +   +   +              +    +    +              +   +   +

Natasha Barrett: Impossible Moments from Venice 3: The Other Side of the Lagoon. (2023), 10′, 8ch Ambisonics

Ludger Brümmer: Inferno der Stille (2000), 23′, 8ch fixed media

Verleihung des Thomas-Seelig-Fixed-Media-Preis 2024 an Clemens von Reusner

Clemens von Reusner: EREMIA (UA), 12′31″, 8ch Ambisonics

+    +    +       PAUSE       +   +   +

Kirsten Reese im Gespräch mit Folkmar Hein 

Beatriz Ferreyra: Huellas entreveradas (2018/19), 15′50″, 8ch fixed media

Trevor Wishart: Globalalia (2004), 29′, 2ch fixed media

Hanna Hartman: Submarine Dreams (2014), 10′, 6ch fixed media

+    +    +              +   +   +              +    +    +              +   +   +

zum Festivalprogramm an der Akademie der Künste 

Akademie der Künste
Hanseatenweg 10
10557 Berlin-Tiergarten
Tel. 030 200 57-2000
Online-Tickets
www.adk.de/tickets

Thomas Kessler im April verstorben

Thomas Kessler (1937 – 2024) – Ein unauffälliger Großer

Der schweizerisch-kanadische Komponist Thomas Kessler, Schüler von Paul Hindemith, Ernst Pepping und Boris Blacher, widersteht jedem Versuch, ihn in eine der üblichen musikalischen Kategorien einzuordnen. Dazu ist sein Œvre zu vielfältig, man möchte sagen: vielfarbig. Dennoch hat er es nie an Substanz fehlen lassen. Sein Werk umfasst neben elektroakustischen Stücken Instrumental- und Vokalwerke bis hin zu Kompositionen für großes Orchester, wobei er traditionelle Instrumente immer wieder mit Musikelektronik verband, was zum Teil nie dagewesene synergetische Kräfte freisetzte.

Gegen Ende der 1960er Jahre hatte Kessler das „Electronic Beat Studio“ in Berlin gegründet, ein Ort, der für das Entstehen der sogenannten „Berliner Schule“ sehr wichtig war, einem Zweig der populären elektronischen Musik. Kessler arbeitete dort vor allem mit Tangerine Dream zusammen, wovon sowohl die Musiker als auch er selbst profitiert haben. Über kurze Zeit hat er die Band sogar privat in Kontrapunkt unterrichtet. Und so hat er auch Musik gefördert, die nicht seinen persönlichen Neigungen entsprach.

Eine der wesentlichen Schwerpunkte im Leben Kesslers war die Weitergabe von Musik, als Komponist und als Lehrer. Von 1973 bis 2000 hat Kessler in Basel Komposition und Musiktheorie unterrichtet, seine Schüler waren u.a. René Wohlhauser und Wolfgang Heiniger. 1987 hat er das Elektronische Studio Basel gegründet und aufgebaut, nachdem man an der Musik-Akademie der Stadt Basel schon seit den 1950er Jahren für Akustik und Elektroakustik verstärktes Interesse gezeigt hatte. Ein Mann wie Kessler, der wenig musikalische Berührungsängste kannte, war für den Aufbau dieses Studios genau richtig.

In den Siebziger Jahren erregte er mit seinen fünfzehn Control-Stücken Aufsehen und schuf mit dieser Art der Hybrid-Komposition eine Kategorie, die über das übliche Musizieren mit Live-Elektronik hinausging, und für die man ihn wohl zu Recht als „Spezialist“ bezeichnen konnte. Die elektronischen Anteile schufen nicht nur klangliche Varianten eines Instruments durch das Hinzuziehen von Effekten; die erzielten neuen Klänge ließen das Originalinstrument wachsen und schienen ganz selbstverständlich zu dessen Ton- und Klangumfang zu gehören. Sein „Piano control“ addiert nicht einfach Klänge zum Klavier. Das Klavier vermag plötzlich Dinge zu tun, die es normalerweise nicht kann, so scheint es. Eine eigene Art der elektronischen Klangverarbeitung hat Kessler erfunden, auf kompositorischem, nicht auf technologischem Weg.

Zusammen mit dem Sounddesigner Thomas Seelig trieb Kessler dieses Genre bis in den orchestralen Bereich. Hier seien besonders die drei „Utopia“-Kompositionen erwähnt. Drei Stücke für Orchester, beim dem jeder Instrumentalist eine eigene elektronische Erweiterung live auf dem Podium in sein Spiel einbringen muss, via Mikrophon, Tablet und Lautsprecher. 72 iPads auf der Bühne! Kessler hatte keine Angst vor großen Formaten. Jedes einzelne der „Utopia“-Stücke ist Zeuge eines Weges, den Kessler gehen musste, ohne zu wissen, ob er je ankommen würde.

Seine Musik widersetzt sich Trends, nicht indem sich Kessler ihnen verweigert hat, sondern durch deren Integration. Er hat keine Genres bedient, er hat sie dienstbar gemacht. Mit der Vertonung von Saul Williams’ Poetry Slam wurde er nicht zum Mitglied der Slammer-Szene, seine Arbeit mit Elektronik machte ihn nicht zum einem der vielen Elektroakustischen Komponisten. Er hat sich in diverse musikalische Techniken eingearbeitet und sie dann in seinen Kompositionen angewandt, seinem Personalstil ist er stets treu geblieben.

Kessler konnte man als Künstler und Mensch einen „weltläufigen Mann“ nennen. Seine Wohnsitze in Kanada, Deutschland und der Schweiz hielten ihn in ständiger Bewegung. So natürlich und selbstverständlich wie sein persönlicher Auftritt sind seine Kompositionen: Die Klänge sind nie gekünstelt, sie erscheinen äußerst natürlich, neugierig, offen. Und äußerst konsequent, wie ihr Schöpfer.

Thomas Kessler war zu großen Crescendi fähig, sein Forte war stark, nie laut. Er hat in Dimensionen gearbeitet, an die sich kaum noch jemand herantraut; Thomas Kessler war das, was man einen „Macher“ nennt. Trotzdem war der Kontakt zu ihm stets konziliant, zumeist von freundlichem Tonfall geprägt. Ist das der Grund, warum er von vielen unterschätzt wurde? Kesslers Musik hat etwas sehr nachhaltiges: Beim Anhören auch der älteren seiner Kompositionen wird man feststellen, dass sie nur wenig veralten. Sogar der Einsatz von Ringmodulation, normalerweise als blanker Effekt erkennbar und für manchen Hörer hoffnungslos überholt, wird bei Kessler zu Musik. Solche Zeitlosigkeit erreichen nur die Großen der Zunft.

Thomas Kessler war ein unauffälliger Großer. Und der ist jetzt gegangen.

Michael Hoeldke

https://www.emdoku.de/de/search?query=Thomas%20Kessler&sort=author-asc&style=basic&sources=emdoku,authors

Nachruf von Jeanine Meerapfel, der Präsidentin der Akademie der Künste in Berlin

Larry Polansky (1954 – 2024) 

Der Komponist, Musikwissenschaftler, Dozent, Performer, Programmierer, Herausgeber und Verleger Larry Polansky geboren in 1954, ist am 9.Mai 2024 gestorben. Er lebte in Santa Cruz in Kalifornien (USA), unterrichtete an der UC Santa Cruz und war emeritierter Strauss-Professor für Musik am Dartmouth College sowie Co-Direktor und Mitbegründer von Frog Peak Music.
larry polansky at frog peak music
larry polansky at dartmouth college