DEGEM Konzert bei NODES an der Akademie der Künste in Berlin

1. Juni 2024, 19:00

FH80 Fixed Media Konzert
Folkmar Hein zum 80. Geburtstag
Thomas Seelig Fixed Media Preisträgerkonzert

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Natasha Barrett: Impossible Moments from Venice 3: The Other Side of the Lagoon. (2023), 10′, 8ch Ambisonics

Ludger Brümmer: Inferno der Stille (2000), 23′, 8ch fixed media

Verleihung des Thomas-Seelig-Fixed-Media-Preis 2024 an Clemens von Reusner

Clemens von Reusner: EREMIA (UA), 12′31″, 8ch Ambisonics

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Kirsten Reese im Gespräch mit Folkmar Hein 

Beatriz Ferreyra: Huellas entreveradas (2018/19), 15′50″, 8ch fixed media

Trevor Wishart: Globalalia (2004), 29′, 2ch fixed media

Hanna Hartman: Submarine Dreams (2014), 10′, 6ch fixed media

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zum Festivalprogramm an der Akademie der Künste 

Akademie der Künste
Hanseatenweg 10
10557 Berlin-Tiergarten
Tel. 030 200 57-2000
Online-Tickets
www.adk.de/tickets

Thomas Kessler im April verstorben

Thomas Kessler (1937 – 2024) – Ein unauffälliger Großer

Der schweizerisch-kanadische Komponist Thomas Kessler, Schüler von Paul Hindemith, Ernst Pepping und Boris Blacher, widersteht jedem Versuch, ihn in eine der üblichen musikalischen Kategorien einzuordnen. Dazu ist sein Œvre zu vielfältig, man möchte sagen: vielfarbig. Dennoch hat er es nie an Substanz fehlen lassen. Sein Werk umfasst neben elektroakustischen Stücken Instrumental- und Vokalwerke bis hin zu Kompositionen für großes Orchester, wobei er traditionelle Instrumente immer wieder mit Musikelektronik verband, was zum Teil nie dagewesene synergetische Kräfte freisetzte.

Gegen Ende der 1960er Jahre hatte Kessler das „Electronic Beat Studio“ in Berlin gegründet, ein Ort, der für das Entstehen der sogenannten „Berliner Schule“ sehr wichtig war, einem Zweig der populären elektronischen Musik. Kessler arbeitete dort vor allem mit Tangerine Dream zusammen, wovon sowohl die Musiker als auch er selbst profitiert haben. Über kurze Zeit hat er die Band sogar privat in Kontrapunkt unterrichtet. Und so hat er auch Musik gefördert, die nicht seinen persönlichen Neigungen entsprach.

Eine der wesentlichen Schwerpunkte im Leben Kesslers war die Weitergabe von Musik, als Komponist und als Lehrer. Von 1973 bis 2000 hat Kessler in Basel Komposition und Musiktheorie unterrichtet, seine Schüler waren u.a. René Wohlhauser und Wolfgang Heiniger. 1987 hat er das Elektronische Studio Basel gegründet und aufgebaut, nachdem man an der Musik-Akademie der Stadt Basel schon seit den 1950er Jahren für Akustik und Elektroakustik verstärktes Interesse gezeigt hatte. Ein Mann wie Kessler, der wenig musikalische Berührungsängste kannte, war für den Aufbau dieses Studios genau richtig.

In den Siebziger Jahren erregte er mit seinen fünfzehn Control-Stücken Aufsehen und schuf mit dieser Art der Hybrid-Komposition eine Kategorie, die über das übliche Musizieren mit Live-Elektronik hinausging, und für die man ihn wohl zu Recht als „Spezialist“ bezeichnen konnte. Die elektronischen Anteile schufen nicht nur klangliche Varianten eines Instruments durch das Hinzuziehen von Effekten; die erzielten neuen Klänge ließen das Originalinstrument wachsen und schienen ganz selbstverständlich zu dessen Ton- und Klangumfang zu gehören. Sein „Piano control“ addiert nicht einfach Klänge zum Klavier. Das Klavier vermag plötzlich Dinge zu tun, die es normalerweise nicht kann, so scheint es. Eine eigene Art der elektronischen Klangverarbeitung hat Kessler erfunden, auf kompositorischem, nicht auf technologischem Weg.

Zusammen mit dem Sounddesigner Thomas Seelig trieb Kessler dieses Genre bis in den orchestralen Bereich. Hier seien besonders die drei „Utopia“-Kompositionen erwähnt. Drei Stücke für Orchester, beim dem jeder Instrumentalist eine eigene elektronische Erweiterung live auf dem Podium in sein Spiel einbringen muss, via Mikrophon, Tablet und Lautsprecher. 72 iPads auf der Bühne! Kessler hatte keine Angst vor großen Formaten. Jedes einzelne der „Utopia“-Stücke ist Zeuge eines Weges, den Kessler gehen musste, ohne zu wissen, ob er je ankommen würde.

Seine Musik widersetzt sich Trends, nicht indem sich Kessler ihnen verweigert hat, sondern durch deren Integration. Er hat keine Genres bedient, er hat sie dienstbar gemacht. Mit der Vertonung von Saul Williams’ Poetry Slam wurde er nicht zum Mitglied der Slammer-Szene, seine Arbeit mit Elektronik machte ihn nicht zum einem der vielen Elektroakustischen Komponisten. Er hat sich in diverse musikalische Techniken eingearbeitet und sie dann in seinen Kompositionen angewandt, seinem Personalstil ist er stets treu geblieben.

Kessler konnte man als Künstler und Mensch einen „weltläufigen Mann“ nennen. Seine Wohnsitze in Kanada, Deutschland und der Schweiz hielten ihn in ständiger Bewegung. So natürlich und selbstverständlich wie sein persönlicher Auftritt sind seine Kompositionen: Die Klänge sind nie gekünstelt, sie erscheinen äußerst natürlich, neugierig, offen. Und äußerst konsequent, wie ihr Schöpfer.

Thomas Kessler war zu großen Crescendi fähig, sein Forte war stark, nie laut. Er hat in Dimensionen gearbeitet, an die sich kaum noch jemand herantraut; Thomas Kessler war das, was man einen „Macher“ nennt. Trotzdem war der Kontakt zu ihm stets konziliant, zumeist von freundlichem Tonfall geprägt. Ist das der Grund, warum er von vielen unterschätzt wurde? Kesslers Musik hat etwas sehr nachhaltiges: Beim Anhören auch der älteren seiner Kompositionen wird man feststellen, dass sie nur wenig veralten. Sogar der Einsatz von Ringmodulation, normalerweise als blanker Effekt erkennbar und für manchen Hörer hoffnungslos überholt, wird bei Kessler zu Musik. Solche Zeitlosigkeit erreichen nur die Großen der Zunft.

Thomas Kessler war ein unauffälliger Großer. Und der ist jetzt gegangen.

Michael Hoeldke

https://www.emdoku.de/de/search?query=Thomas%20Kessler&sort=author-asc&style=basic&sources=emdoku,authors

Nachruf von Jeanine Meerapfel, der Präsidentin der Akademie der Künste in Berlin

Larry Polansky (1954 – 2024) 

Der Komponist, Musikwissenschaftler, Dozent, Performer, Programmierer, Herausgeber und Verleger Larry Polansky geboren in 1954, ist am 9.Mai 2024 gestorben. Er lebte in Santa Cruz in Kalifornien (USA), unterrichtete an der UC Santa Cruz und war emeritierter Strauss-Professor für Musik am Dartmouth College sowie Co-Direktor und Mitbegründer von Frog Peak Music.
larry polansky at frog peak music
larry polansky at dartmouth college

CALL 2024 hinhören, weghören, zuhören, abhören, anhören, lauschen, sich taub stellen, verhören . . . .

Kurator: Johannes S. Sistermanns

HÖREN – in dieser Zeit
hinhören, weghören, zuhören, abhören, anhören, lauschen, sich taub stellen, verhören . . . .

Liebe DEGEM Mitglieder!

Die diesjährige Ausschreibung setzt das Initialmoment zur Komposition in die aktuelle Hörwahrnehmung des Künstlers, der Künstlerin. Komponist:innen, Klangkünstler:innen sind eingeladen, mit dem Klang (oder mit den Klängen) zu komponieren, von dem oder von denen sie hörend gefesselt oder abgestoßen sind und bei dem sie selbst nicht wissen, weshalb sie hier zuhören.

Was: Es sind Klänge, Frequenzen, Geräusche, Atmosphären, gehört von Komponist:innen, Klangkünstler:innen in

1. ihrer Eigenzeit oder/und
2. der Zeit, in der sie sich selbst aktuell vorfinden, und
3. mit denen sie bisher noch nie umgegangen sind.

Wie: Nach ihren eigenen Audioaufnahmen komponieren sie das, wozu diese Klänge sie führen oder was sie von ihnen verlangen.

Alles – zeitgenössisch, gegenwärtig, eigene Herkunft, mono- wie polythematisch, weiträumig, stimmlich, digital, verstummend, hindurch hörend … – ist individuelle Entscheidung. Die erwartbare Diversität sowie die übergangslose Faltung aufeinander folgender Kompositionen, durch die sich die nahtlos abfolgenden Stücke deutlich aufeinander beziehen, ohne dass sie damit Wesenhaftes gegenseitig spiegeln, lassen die CD selbst zum Medienobjekt mutieren. Provoziert werden unabschließbare Zwischen/Hör/Räume, welche von jedem/r Hörer:in allein nur aktiviert werden können.

Bitte prüft Eure Mail für alle technischen Details der Ausschreibung!

Deadline: 1.Mai.2024

Die CD soll im September 2024 erscheinen und am ZKM in Karlsruhe präsentiert werden.

aktuelle und ehemalige Vorstandsmitglieder

2024
Vorsitzende: Miriam Akkermann, Berlin
1. Stellvertreter: Nicola Hein, Lübeck/Berlin
2. Stellvertretende: Anne Wellmer, Den Haag
Schatzmeister: Ulf Pleines, Weimar
Schriftführerin: Teresa Carrasco, Bern
Julia Cloot, Frankfurt am Main
Michael Hoeldke, Berlin
Maria Pelekanou, Bremen

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2023
Vorsitzender: Ipke Starke, Leipzig
1. Stellvertretende: Miriam Akkermann, Berlin
2. Stellvertretende: Anne Wellmer, Den Haag
Schatzmeister: Ulf Pleines, Weimar
Schriftführer: Nicola Hein, Lübeck/Berlin
Michael Hoeldke, Berlin
Kilian Schwoon, Bremen
Julia Cloot, Frankfurt am Main

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2022
Vorsitzender: Ipke Starke, Leipzig
1. Stellvertretende: Miriam Akkermann, Berlin
2. Stellvertretende: Anne Wellmer, Den Haag
Schatzmeister: Ulf Pleines, Weimar
Schriftführer: Nicola Hein, Lübeck/Berlin
Michael Hoeldke, Berlin
Kilian Schwoon, Bremen
Julia Cloot, Frankfurt am Main

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2021 (alphabetisch)
Savannah Agger, Berlin
Julia Cloot, Frankfurt am Main
Florian Hartlieb, Bochum
Michael Hoeldke, Berlin
Jan Jacob Hofmann, Frankfurt am Main
Kilian Schwoon, Bremen
Brian Smith, Berlin
Ipke Starke, Leipzig

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2020
Vorsitzender: Ipke Starke, Leipzig
1. Stellvertretender: Florian Hartlieb, Bochum
2. Stellvertretende: Savannah Agger, Berlin
Schatzmeisters: Jan Jacob Hofmann, Frankfurt am Main
Schriftführerin: Julia Cloot, Frankfurt am Main
Michael Hoeldke, Berlin
Kilian Schwoon, Bremen
Brian Smith, Berlin

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2017 (alphabetisch)
Annesley Black, Frankfurt am Main
Florian Hartlieb, Bochum
Michael Hoeldke, Berlin
Jan Jacob Hofmann, Frankfurt am Main
Julia Mihály, Frankfurt am Main
Prof. Kilian Schwoon, Bremen
Brian Smith, Berlin
Prof. Ipke Starke, Leipzig

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2016
Vorsitzender: Ipke Starke
1. Stellvertreterin: Annesley Black
2. Stellvertreterin: Julia Mihaly
Schriftführer: Florian Hartlieb
Schatzmeister: Jan Jacob Hofmann
Michael Hoeldke
Kilian Schwoon
Brian Smith

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2015 (alphabetisch)
Marcus Beuter, Oerlinghausen
Annesley Black, Frankfurt am Main
Joachim Heintz, Hannover
Michael Hoeldke, Berlin
Jan Jacob Hofmann, Frankfurt am Main
Julia Mihály, Frankfurt am Main
Denise Ritter, Witten

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2013 (alphabetisch)
Marcus Beuter, Oerlinghausen
Annesley Black, Frankfurt am Main
Joachim Heintz, Hannover
Michael Hoeldke, Berlin
Jan Jacob Hofmann, Frankfurt am Main
Denise Ritter, Witten
Martin Schüttler, Berlin

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2012
Vorsitzender: Joachim Heintz
1. Stellvertreter: Martin Schüttler
2. Stellvertreterin: Annesley Black
Schriftführer: Marcus Beuter
Schatzmeister: Jan Jacob Hofmann (Frankfurt am Main)
Michael Hoeldke (Berlin)
Denise Ritter (Saarbrücken)

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2011
Vorsitzender: Prof. Dr. Michael Harenberg, Karlsruhe
1. Stellvertreter: Frank Niehusmann, Velbert
2. Stellvertreterin: Cathy van Eck, Zürich
Schatzmeister: Jan Jacob Hofmann, Frankfurt am Main
Schriftführer: Clemens von Reusner, Braunschweig
Denise Ritter, Saarbrücken
Martin Schüttler, Berlin

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2010
Vorsitzender: Prof. Michael Harenberg (Karlsruhe)
1. Stellvertreter: Frank Niehusmann (Velbert)
2. Stellvertreterin: Cathy van Eck (Bern)
Schatzmeister: Jan Jacob Hofmann (Frankfurt am Main)
Schriftführer: Clemens von Reusner (Vechelde)
Denise Ritter (Saarbrücken)
Martin Schüttler (Berlin)

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2007
Schatzmeister: Jan Jacob Hofmann (Frankfurt am Main)

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2006
Vorsitzender: Michael Harenberg
1. Stellvertreter: Johannes S. Sistermanns
2. Stellvertreterin: Sabine Schäfer
Schriftführer: Frank Niehusmann
Schatzmeister: Manfred Fox

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2002 (Quelle: Mitteilungen 43-45)
Rainer Bürck (Vorsitzender)
Johannes Sistermanns (1. Stellvertreter)
Michael Harenberg (2. Stellvertreter)
Manfred Fox (Schatzmeister)
Andre Bartetzki (Schriftführer)

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2001 (Quelle: Mitteilungen 39-42)
Rainer Bürck (Vorsitzender)
Johannes Sistermanns (1. Stellvertreter)
Michael Harenberg (2. Stellvertreter)
Manfred Fox (Schatzmeister)
Andre Bartetzki (Schriftführer)

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2000 (Quelle: Mitteilungen 36-38)
Rainer Bürck (Vorsitzender, Bad Urach)
Johannes S. Sistermanns (1. Stellvertreter, Erftstadt)
Michael Harenberg (2. Stellvertreter)
Manfred Fox (Schatzmeister, Berlin)
Andre Bartetzki (Schriftführer, Berlin)

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1999 (Quelle: Mitteilungen 32-35)
Rainer Bürck (Vorsitzender, Bad Urach)
Johannes S. Sistermanns (1. Stellvertreter, Erftstadt)
Werner Cee (2. Stellvertreter, Lich)
Manfred Fox (Schatzmeister, Berlin)
Andre Bartetzki (Schriftführer, Berlin)

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1998 (Quelle: Mitteilungen 28-31) – seit der Wahl am 13.12.1997
Rainer Bürck (Vorsitzender, Bad Urach)
Johannes S. Sistermanns (1. Stellvertreter, Erftstadt)
Werner Cee (2. Stellvertreter, Lich)
Manfred Fox (Schatzmeister, Berlin)
Andre Bartetzki (Schriftführer, Berlin)

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1997 (Quelle: Mitteilungen 24-27)
Folkmar Hein (Vorsitzender, Berlin)
Thomas Gerwin (Karlsruhe)
Prof. Dirk Reith (Essen)
Dr. André Ruschkowski (Salzburg)
Ludger Brümmer (Essen)

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Vorstand 1.7.1995 bis 13.12.1997:
Folkmar Hein (1. Vorsitzender)
Thomas Gerwin (1. stellv. Vorsitzender)
Dirk Reith (2. stellv. Vorsitzender)
André Ruschkowski (Schatzmeister)
Luger Brümmer (Schriftführer)

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Vorstand Juni 1994 bis 1.7.1995:
Folkmar Hein (1. Vorsitzender)
Thomas Gerwin (1. stellv. Vorsitzender)
Dirk Reith (2. stellv. Vorsitzender)
André Ruschkowski (Schatzmeister)
Tobias Kunze (Schriftführer)

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Vorstand ab 29.5.1993 bis Juni 1994 (Namensänderung zu DEGEM):
Folkmar Hein (1. Vorsitzender)
Thomas Gerwin (1. stellv. Vorsitzender)
Dirk Reith (2. stellv. Vorsitzender)
André Ruschkowski (Schatzmeister)
Martin Supper (Schriftführer)

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Vorstand 1.12.1991 bis 29.5.1993 (DecimE) :
Folkmar Hein (1. Vorsitzender)
Elena Ungeheuer (1. stellv.. Vorsitzende)
Dirk Reith (2. stellv. Vorsitzender)
Martin Supper (Schriftführer)
Helmut Zapf (Schatzmeister)

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Vorstand im Gründungsjahr 1991 bis 1.12.1991 (DecimE) :
Folkmar Hein (1. Vorsitzender)
Elena Ungeheuer 1. stellv. Vorsitzende
Lothar Voigtländer (2. stellv. Vorsitzender)
Martin Supper (Schriftführer)
Helmut Zapf (Schatzmeister)

Achtzig Jahre Folkmar Hein – Eine unvollständige Gratulation

Achtzig Jahre Folkmar Hein – Eine unvollständige Gratulation

Am 2.Februar 2024 ist Folkmar Hein, Gründer und Ehrenmitglied der DEGEM, 80 Jahre alt geworden. Achtzig Jahre! Wie gratuliert man da angemessen? Würdigt man das Arbeitsleben, die Verdienste, das „persönliche, menschliche“? Wie richtet man den Focus auf die Person, ohne die sich das Leben zahlloser Musikschaffender anders entwickelt hätte, weil die Teile des Arbeitsfeldes „Elektroakustische Musik“, die Folkmar Hein geschaffen hat, schlicht fehlen würden?

Das Lebenswerk Folkmar Heins ist so vielschichtig, dass man es nur begreift, wenn man das Zusammenwirken der einzelnen Komponenten betrachtet.

Schon sein langjähriger Arbeitgeber, die Technische Universität Berlin, ist das Ergebnis eines synergetischen Projektes. 1946 entstand aus der ehemaligen „(Königlich) Technischen Hochschule zu Berlin“ die Technische Universität, nach dem Willen der britischen Stadtkommandantur, die für Berlin-Charlottenburg zuständig war. Der neue Name ist Sinnträger für eine Ausbildungsstätte, deren Absolventen nicht nur zu Fachleuten für die Realisierung technologischer Vorhaben, sondern zu kritisch denkenden Menschen ausgebildet werden, die auch nach dem Zweck der Vorhaben fragen, für deren Errichtung sie Probleme lösen sollen.
Aus diesem Grunde sollten alle Studiengänge eine Grundausbildung in geistesgeschichtlichen Disziplinen wie Literatur, Kunst oder Musik enthalten; die synergetischen Kräfte eines Studium Generale sollten verhindern, dass die neue TU für die Errichtung einer neuen Kriegsmaschinerie instrumentalisiert werden konnte.

Folkmar Heins dortiges Wirken ab 1974 war von vornherein auf weitere kooperative Projekte ausgerichtet. „Sein“ TU-Studio arbeitete u.A. mit der Akademie der Künste zusammen, mit der HdK (Heute „UdK“) und vor allem mit dem Künstlerprogramm des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD). Auch wenn die verbundenen Institutionen nicht immer gleichmäßiges Interesse zeigten, blieben viele ihrer Mitarbeiter dem Studio stets verbunden. Ab 1982 brachten die vereinten Kräfte das Festival „Inventionen“ hervor, das über 28 Jahre Bestand haben sollte und in diesem Zeitraum zwanzig mal stattfand.
(https://www.inventionen.de).
Obwohl es die „Inventionen“ seit 2011 nicht mehr gibt, haben sie als Begegnungsstätte nachhaltige Spuren hinterlassen.

Das von 1974 bis 2009 von Folkmar Hein geleitete TU-Studio wurde 1996 völlig neu gestaltet und erhielt einen multifunktionalen Charakter. Anders als vergleichbare Einrichtungen konnte der Raum als Produktionsstätte, als Unterrichtsraum oder als kleinerer Konzertraum genutzt werden. Die als Abhörmonitore genutzten Meyer-Lautsprecher konnte man moblisieren und als Beschallungsanlage für Veranstaltungen einsetzen. Eine synergetische Idee, die gut funktioniert hat. Gleichzeitig sicherte dies gewissermaßen das Existenzrecht des Studios, da es inzwischen möglich war, professionelle Audiotechnik auch im eigenen Heim einzusetzen; denn der rasch voranschreitende Fortschritt in der digitalen Audiobearbeitung brachte einen starken Preisverfall mit sich, man konnte jetzt zu Hause elektroakustisch komponieren.
Der Unterschied: Wer im TU-Studio produzierte, konnte darüber hinaus auch eine Veranstaltungssituation auf bis zu 12 Kanälen emulieren, und das in höchster Klangqualität.

Das TU-Studio wurde unter Folkmar Heins Leitung ein Ort vielfältigster Kooperation, nicht zuletzt dadurch, dass er eine Fähigkeit zum Delegieren besitzt. Er verstand es z.B., die zugestandenen Tutorenstellen sehr kompetent zu besetzen, so konnten die zahlreichen Außenveranstaltungen professionell realisiert werden, gleichzeitig erhielten die so eingesetzten Studierenden einen Kontakt „zur Außenwelt“, sie erhielten Berufserfahrung, manchmal lange vor ihrem Studienabschluss. Auf Komponistenseite wusste man den damit verbundenen Service sehr zu schätzen, nicht zuletzt dadurch, dass man die Werke auf höchstem Aufführungsniveau zu präsentieren wusste – in der Elektroakustischen Musik nicht der Regelfall.
Folkmar Hein hat viele Menschen auf einen beruflichen Weg geschickt, der Seitenwege offenlässt und nicht an die Elektroakustische Musik gebunden ist, wohl aber an Einsichten auf gute Kooperation.

Ein ganz wesentlicher (und gewiss der nachhaltigste) Teil seines Lebenswerkes ist die „Internationale Dokumentation Elelektroakustischer Musik“, kurz „EM Doku“, an der er bis heute arbeitet, und die zum Zeitpunkt seines 80.Geburtstags etwa 60.000 Werke aufweist. (https://www.emdoku.de/de). Dazu kommt eine Mediathek mit 6.300 Titeln. Dieses im TU-Studio begonnene Projekt ist mit Hilfe etlicher Mitarbeiter und auch unter Verwendung eigener privater Mittel entstanden und zeugt abermals von Folkmar Heins Geist der Zusammenarbeit, nachzulesen auf der Impressumsseite der EM Doku.

Nach Folkmar Heins Berufsbezeichnung zu fragen, wird nie eine wirklich erschöpfende Antwort nahelegen. Gewiss sind die Bezeichnungen „Tonmeister“ oder „Toningenieur“ nicht falsch. Aber sie benennen Menschen, die eher einer dienenden Tätigkeit nachgehen, ohne wesentliche geistige Eigenbeiträge. Die künstlerische Leistung wird von anderen erbracht, ein Tonmeister bringt sie bestenfalls unverfälscht zur Geltung. Dies wird der Arbeit Folkmar Heins bei Studioproduktionen oder Veranstaltungen nicht gerecht. Er ist selbst ein Musikschaffender. Er hat dem Begriff „Klangregie“ eine Identität verliehen, die eng mit seiner Person verbunden ist. Er selbst schätzt den Terminus „Interpret“ für seine Tätigkeit am Mischpult durchaus. Man konnte sich davon überzeugen, wenn man seine Donnerstagsveranstaltung „Elektroakustische Musik Hören“ im TU Studio besucht hat: Besonders nach dem Umbau von 1996 hat er zahlreiche (auch bekannte) Werke durch seine Klangregie neu erklingen lassen, nicht durch vordergründige Effekthascherei, sondern indem er musikalische Spannungsbögen unterstrichen, betont, illuminiert – eben interpretiert hat. Dies mag daran liegen, dass er seine ersten musikalischen Studien als Cellist bestritten hatte, also als ausübender Musiker, bevor er sich der Elektroakustischen Musik zuwandte. Und so sind die von ihm interpretierten Stücke Aufführungen von großer Lebendigkeit, was nicht wenige der von ihm betreuten Studiogäste bestätigen können.

Ein weiteres Betätigungsfeld Heins ist die Förderung von Protagonisten der Elektroakustischen Musik. Neben von der Bereitschaft, Gäste der von ihm geleiteten Veranstaltungen privat zu beherbergen und zu beköstigen, bot er Schaffenden der elektroakustischen Künste die Möglichkeit, unbürokratisch Geräte aus dem Fundus des TU-Studios zur Verfügung zu stellen, damit neue Kunst entstehen konnte; und er stiftete vor einigen Jahren den „Thomas-Seelig-Fixed-Media-Preis“ für Werke der akusmatischen Musik – Folkmar Hein ist also auch Mäzen im „klassischen Sinne“. Wer weiß, welche Hürden zu überwinden sind, und welcher Aufwand betrieben werden muss, um den Weg von Ausschreibung und Beauftragung eines Werkes bis zu dessen Aufführungsreife zu gehen, weiß auch, dass ein Mäzenat eine berufliche Tätigkeit ist, weit mehr als die Position eines bloßen Geldgebers.

Folkmar Hein hat mit seinen vielfältigen Tätigkeiten die Welt der Elektroakustischen Musik nachhaltig verändert und bereichert. Wenn man nach einer angemessenen Gratulation zum Achzigsten eines Folkmar Hein sucht, so findet man vor allen Dingen, dass wir uns als Beteiligte glücklich schätzen können, dass es einen Folkmar Hein gibt. Sein Wirken als Schaffender in der Elektroakustischen Musik überschreitet stets die Grenzen des allgemein Üblichen und bietet so Kräften, die sonst nie kombiniert worden wären, eine Möglichkeit, zusammen zu wirken. Überraschungen sind bis zum heutigen Tag nie ausgeschlossen.

So gesehen sind die Glückwünsche, die hier von Herzen ausgesprochen werden, stets unvollständig. Welch ein Glück!

Herzlichen Glückwunsch, Folkmar Hein!

(Michael Hoeldke)

DEGEM News – KÖLN – Rettung des Studios für Elektronische Musik wieder ungewiss

Rettung des Kölner Studios für Elektronische Musik wieder ungewiss

Der Anfang 2022 gefasste Beschluss des Rats Köln, das Studio wieder zugänglich zu machen, harrt weiter seiner Umsetzung und scheint in seinem Bestand wieder unsicher zu sein, nachdem es nach wie vor keinen Vertragsabschluss zwischen dem Besitzer des Köln-Ehrenfelder Heliosgeländes und dem Investor Paul Bauwens-Adenauer gibt. Grund sind „höher kalkulierte Investitions- und Mietkosten“, weswegen man auch mögliche Standortalternativen prüft.

Click for more info:
https://degemnewsplus.blogspot.com/2023/08/koln-rettung-des-studios-fur.html

DEGEM News – STELLENAUSSCHREIBUNG – [ak-discourse] WiMi-Stellenangebot FG Technische Akustik im Bereich VR

Von: Moshona, Cleopatra Christina via ak discourse
Datum: Mon, 13 Feb 2023
Betreff: [ak-discourse] WiMi-Stellenangebot FG Technische Akustik im Bereich VR

Liebe Akustik-Freunde,

wir möchten auf folgende Stellenausschreibung (75%, E13 TV-L, befristet bis 31.12.2024) am Fachgebiet Technische Akustik aufmerksam machen und freuen uns auf aussagekräftige Bewerbungen:

https://www.jobs.tu-berlin.de/stellenausschreibungen/160734

Es handelt sich um ein Kooperationsprojekt mit der RWTH Aachen (Institut für Hörtechnik und Akustik). Im Projekt wird die Wirkung von Straßenverkehrsgeräuschen auf die Bewertung urbaner Situation in virtueller Realität untersucht.

Die Bewerbungsfrist endet am 17.02.2023.

Beste Grüße,

Cleopatra Moshona

___

Cleopatra Christina Moshona, M.A., M.A.

Wissenschaftliche Mitarbeiterin

Technische Universität Berlin

Fakultät V – Verkehrs- und Maschinensysteme

Institut für Strömungsmechanik und Technische Akustik

Fachgebiet Technische Akustik

Raum: HFT-TA 438
Tel.: +49 (0)30 314-70437

Sekr. TA7

Einsteinufer 25 | 10587 Berlin
https://www.tu.berlin/akustik

DEGEM News – NEWS – Klang Art Studio Info

Von: Andreas Suberg
Datum: Fri, 17 Dec 2021
Betreff: Klang Art Studio Info

Dear DEGEM Members,
we are pleased to announce the current GLASTRONIK – même CD production with electroacoustic and installative performative compositions (2011-2021)
by Andreas H.H. Suberg with the participating musicians Francesca Santangelo, Jochen Schorer, A.H.H. Suberg and Olaf Tzschoppe.
Publisher: Klang Art Studio

We wish you a peaceful Christmas season and a good start in 2022
Andreas H.H. Suberg

klangart-studio@t-online.de
www.ahhsuberg.de

DEGEM News- FWD – [ak-discourse] Einladung zum Forschungskolloquium am 26.10.2021 – Videokonferenz

Von: Marc Voigt via ak discourse
Datum: Fri, 22 Oct 2021
Betreff: [ak-discourse] Einladung zum Forschungskolloquium am 26.10.2021 – Videokonferenz

Liebe Kollegen und Studierende, liebe Interessenten an Veranstaltungen
am Fachgebiet Audiokommunikation,

am kommenden Dienstag, 26.10.2021, 16:00 Uhr s.t. (Zoom) stellt
Annika Neidhardt (TU Ilmenau) ihre Forschungsarbeit zum Thema „Perception of early reflections in position-dynamic binaural auralizations of small rooms“ vor. Dazu möchten wir Sie sehr herzlich einladen. Eine Kurzzusammenfassung darüber finden Sie, wie immer, am Ende dieser E-Mail.

Aufgrund der aktuellen Gesundheitslage findet dieses
Forschungskolloquium als Videokonferenz statt, hierfür nutzen wir die
Software Zoom in einer für die TU Berlin angepassten Version,
installieren sie dazu bitte die Client-Software für ihr System, die
ausführlichen Zugangsdaten finden sie nochmals am Ende dieser E-Mail.

Zoom-Meeting beitreten
https://tu-berlin.zoom.us/j/2651160292?pwd=ZWxYMHBsSFBEdEhQUXljWXB1WlVkUT09

Meeting-ID: 265 116 0292
Kenncode: 20211026

Viele Grüße
Marc Voigt

Annika Neidhardt: Perception of early reflections in position-dynamic binaural auralizations of small rooms

Small rooms like offices, seminar rooms or living rooms are common environments for users of Mixed Reality devices. With the goal to develop efficient approaches for the dynamic binaural audio-rendering in such systems, it is important to know, how humans perceive the acoustics of small rooms when they walk around. It is known that the sensitivity to the physical details of the sound field is limited. My PhD-thesis deals with the question, how humans perceive the acoustics of small rooms at different positions in the room and especially during walking. I will present the studies I conducted with three different test scenarios and discuss the results in the context of general knowledge about the perception of early reflections and position dynamic binaural auralizations of small rooms for Mixed Reality applications.

Audio Kommunikation lädt Sie zu einem geplanten Zoom-Meeting auf der TU Berlin Zoom Instanz ein.

Thema: Forschungskolloquium
Uhrzeit: 26.Okt..2021 16:00 Amsterdam, Berlin, Rom, Stockholm, Wien

Zoom-Meeting beitreten
https://tu-berlin.zoom.us/j/2651160292?pwd=ZWxYMHBsSFBEdEhQUXljWXB1WlVkUT09

Meeting-ID: 265 116 0292
Kenncode: 20211026

Über SIP beitreten
sip:2651160292.20211026@fr.zmeu.us

Über H.323 beitreten
213.19.144.110 (Amsterdam
Niederlande)
213.244.140.110 (Deutschland)
Kenncode: 20211026
Meeting-ID: 265 116 0292

Marc Voigt
IT-Administration

DEGEM News – BERLIN – Amproprification VI: MISSA PAPAE MARCELLI

Von: Maximilian Marcoll
Datum: Sun, 5 Sep 2021
Betreff: Amproprification VI: MISSA PAPAE MARCELLI

Liebe Degem,

es ist mir eine ganz besondere Freude auf folgende Veranstaltungen hinzuweisen:
Am Fr. 10. und Sa. 11.9.,  jeweils um 19h und 21h
wird im Rahmen des CTM Festivals im Berliner HAU1
die Gesamtfassung meiner
 
Amproprification #6: Missa Papae Marcelli, Giovanni Pierluigi da Palestrina
 
aufgeführt werden.
AuditivVokal Dresden
Olaf Katzer, Musikalische Leitung
Pia Dederichs & Lena Schmid, Bühne
Florian Zwissler, Technische Leitung

(Die Konzerte dauern jeweils ca 40 Minuten.)

 
Mit herzlichen Grüßen
 

MM

______________________________
http://www.marcoll.de
http://www.deadcomposers.net