DEGEM News – FWD – Newsletter: Musikalische Ausblicke auf die aktuellen und kommenden VÖs sowie live Termine

Von: Judith Kobus
Datum: Thu, 7 Nov 2024
Betreff: Newsletter: Musikalische Ausblicke auf die aktuellen und kommenden VÖs sowie live Termine

Liebe Kollegen und Kolleginnen,

den derzeitigen Geschehnisse zum Trotz möchten wir hier sowohl über die CD-Veröffentlichungen als auch live-Termine der nächsten Monate informieren, um dennoch – oder gerade deshalb – musikalische Perspektiven zu schaffen.

Bei Interesse an einer digitalen oder CD-Bemusterung von den VÖs, gerne eine kurze Mail an mich und auch für weiteres Material oder Fragen stehe ich sehr gerne zur Verfügung.

Mit herzlichen Grüßen

Judith Kobus

AKTUELL:

CD * Eva Klesse Quartett „Stimmen“ (enja / edel) * 01. November 2024

Einfühlsam, ausdrucksstark, mutig und zart. Vier Worte, die während des Nachdenkens über das Eva Klesse Quartett und seine Protagonist*innen ohne Zögern auf Papier fallen. Zehn Jahre nach dem Erscheinen ihres ersten Albums XENON in 2014 veröffentlicht die Band im Herbst 2024 mit STIMMEN ihr sechstes, womöglich bislang persönlichstes und politischstes Album. Gemeinsam mit den drei Gastmusiker*innen Michael Schiefel (Stimme), Zuza Jasinska (Stimme) und Philipp Rumsch (Sound Design, Electronics) kreieren Evgeny Ring (Saxophon), Philip Frischkorn (Klavier), Marc Muellbauer (Kontrabass) und Eva Klesse (Schlagzeug) einen komplexen Klangkosmos in der Form eines musikalischen Essays, der die Konfrontation mit Schmerz, Trauer, Wut und Verzweiflung nicht scheut und gleichzeitig immer wieder von Hoffnung erzählt.

Besetzung: Evgeny Ring [sax, comp], Philip Frischkorn [p, comp], Marc Muellbauer [bass], Eva Klesse [dr, comp] feat. Michael Schiefel [voc], Zuza Jasinska [voc], Philipp Rumsch [sound design, elec]

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CD * Johannes Enders „The Creator Has A Master Plan B“ (enja / edel) * 01. November 2024

Es ist diese unglaubliche Präsenz, die Johannes Enders an Pharoah Sanders fasziniert, diese Energie, mit der er die Aura eines Ortes zum Positiven verändern konnte. So hatte sich der 1944 in Arkansas geborene und im Spätsommer 2022 in Los Angeles gestorbene Tenorsaxophonist und Charismatiker eingeschrieben in die Geschichte der modernen Musik. Er formulierte seine Spielart eines spirituellen Jazz, steigerte melodiöse Schönheit bis zum Schrei und sprach mit nach innen gewendeter Sinnlichkeit beschwörend von etwas Größerem.
Von dieser emotionalen Intensität hat sich dieses Trio inspirieren lassen, ohne die anregende Quelle simpel zu kopieren. In neun Eigenkompositionen und der von Sanders gern interpretierten Standard-Ballade „It’s easy to Remember“ gestalten sie ihren imponierenden Brückenschlag, indem sie eine eigene Deutung formulieren, ausschreiten und elastisch zum Klingen bringen.

Besetzung: Johannes Enders [sax], Joris Teepe [bass], Billy Hart [dr]

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CD * Alessio Cazzetta „Love Death and the Eternal Blues“ (Unit / Membran) * Wegen einer Brasilien-Tour verschoben auf den 14. November 2024!!

Jeder Mensch ist die Summe seiner Erfahrungen und Alessio Cazzetta könnte ein Buch über die seinen schreiben. Doch für einen wie ihn, der in der Schweiz zu den versiertesten Komponisten und Gitarristen seiner Generation zählt, lag es auf der Hand, die Gefühle, Eindrücke und deren Verarbeitung in klingende Kunst zu verwandeln. «Love, Death & The Eternal Blues» lädt die Hörerin, den Hörer ein, in diesem gewaltigen Kosmos zu baden und so dieselbe Katharsis zu empfinden, mit der sich ihr Schöpfer selbst beschenkt hat.
«Love, Death & The Eternal Blues» ist trotz seines markanten und unzweideutigen Titels kein Album eines Klagenden. Im Gegenteil: Die acht Stücke sind das Ergebnis einer kompositorischen Auseinandersetzung mit der eigenen Befindlichkeit, die in der Folge durch die kollektive Energie der Musiker den «ewigen Blues» als lebensbejahende Grundhaltung definiert.

Besetzung: Alessio Cazetta [guit, comp], David Binney [a-sax], Fernando Brox [fl], Iannis Obiols [p, keys], Kuba Dworak [bass], Iago Fernández [dr]

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CD * Sebastian Studnitzky & das Kammerorchester der Philharmonie Odesa „MEMENTO ODESA“ (XJazz Music / Membran) * 15. November 2024

Sebastian Studnitzkys Projekt „Memento Odesa“ ist eine ergreifende modern-klassische Hommage an die Stadt Odesa und ihrer Bewohner inmitten des russischen Angriffskrieges. Aufgenommen im Juli 2023 in der Philharmonie Odesa mit dem Odesa Symphonic Orchestra unter der Leitung von Volodymyr Dikiy, spiegelt die Musik den unbeugsamen Geist eines belagerten Volkes im Extremzustand wider, wobei die Erinnerungen an eine ferne Vergangenheit und die Ungewissheit der Zukunft eingefangen wird.

Besetzung: Kammerorchester der Philharmonie Odesa, Volodymyr Dikiy [dir], Sebastian Studnitzky [p & tp] Andrii Pokaz [p], Anastasiia Pokaz [voc], Paul Kleber [b], Tim Sarhan [perc]

Live: 25.11. Frankfurt: St. Bonifatiuskirche, 26.11. Pforzheim: Matthäuskirche, 27.11. Dresden – Schauspielhaus 28.11. Berlin: Philharmonie, 29.11. Bochum: Christuskirche, 30.11. Hamburg: Laeiszhalle

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CD / Vinyl * ADHD „Nine“ (enja / edel) * Verschoben auf den 22. November 2024!!!

Mit ADHD bekommt der mitteleuropäische Normalsterbliche zumindest eine vage Ahnung davon, wie die Inselbewohner im hohen Norden Europas über Jahrhunderte hinweg die langen und eisigen Winter überstehen konnten. – Sie erzeugen ihre Energie einfach aus sich selbst heraus. Dieser ungebremste Strom menschlicher Schwingungen, der sich über alle Genregrenzen hinwegsetzt und Jazzfans ebenso fasziniert wie Rockfans und Raver, folgt einer uralten menschlichen Sehnsucht, deren nonverbaler Impuls älter ist als jede Sprache und doch ganz in der Gegenwart verwurzelt ist. Die Weite des Kosmos und die Unendlichkeit der Zeit kumulieren in diesem Happening der totalen Musik ebenso wie eine tiefe Mystik der freien Imagination und eine unermüdliche Auseinandersetzung mit zeitgenössischen Themen.

Besetzung: Ómar Guðjónsson [bass/guit], Óskar Guðjónsson [sax], Thómas Jónsson [keys], Magnús Trygvason Eliassen [dr/perc]

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CD * Claude Meier „Garn“ (rabbithillrecords/ membran) * 24. Januar 2025

Mit Loopwheel veröffentlicht die Schweizer Band Garn ihr zweites Album und lädt zu einer klanglichen Reise durch vielschichtige, lebendige Soundlandschaften ein. Garn ist mehr als nur eine Band – sie ist ein Kollektiv von Musikern, die ihre Einflüsse aus Jazz, Rock und experimenteller Musik zu einer einzigartigen Erzählung verweben. Das Ensemble kreiert Musik, die ebenso intensiv und vielschichtig ist wie die schroffe Landschaft der Schweizer Alpen, aus der sie stammt. Im Zentrum des neuen Albums steht die Auseinandersetzung mit Produktionsprozessen, sowohl in der Musik als auch in der materiellen Welt. Der Titel des Albums verweist auf eine traditionelle Methode der Stoffherstellung, die Geduld und Handwerkskunst erfordert. Ähnlich wie bei der Herstellung eines fein gewobenen Stoffes nimmt sich die Band Zeit, um Klänge und Texturen zu formen – manchmal ist es gerade die Unregelmäßigkeit, die den Charakter der Musik ausmacht.

Besetzung: Marc Stucki [sax], Urs Müller [guit], Fabian M. Müller [p], Claude Meier [bass], Christoph Steiner [dr]

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CD * Makiko Hirabayashi Weavers „Gifts“ (enja / edel) * 24. Januar 2025

Es ist das zehnte Album in Eigenregie der in Tokio geborenen, seit über 30 Jahren in Kopenhagen grundierten Pianistin und Komponistin. Der Vorgänger „Meteora“ – in Triobesetzung – war inspiriert von der gleichnamigen klösterlichen Einsiedelei im Nordwesten Griechenlands. Gifts – eingespielt im Quartett der Weavers – ist eine Art Memoir der eigenen musikalischen Sozialisation.
Makiko wächst in Tokio und Hongkong auf, erfährt eine klassisch fundierte Instrumentalbildung und entdeckt am Berklee College in den USA ihre Liebe zum Jazz. 2023 ereilt sie als mittlerweile international vielfach ausgezeichnete Musikerin ein Kompositionsauftrag für die Händel-Festspiele in Halle/Saale, und der entpuppt sich als musikalischer Flashback. Ihre Mutter war in Makikos Kindheit und Jugend als Chorsängerin in die jährlichen Aufführungen des „Messias“ eingebunden. So steht der Rückbezug auf Händel in diesem Album für die Musikalität als Gabe oder Geschenk, aber vielleicht auch als eine Substanz, die ihre eigenen, gelegentlich zersetzenden Kräfte entfaltet.

Besetzung: Fredrik Lundin [t- & ms-sax], Makiko Hirabayashi [p], Thommy Andersson [bass], Bjørn Heebøll [dr & perc]

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CD * Marcel Lüscher „Make Things Happen“ (Unit / Membran) * 30. Januar 2025

Ein erstaunlich optimistischer Titel für ein doch eher melancholisch getuntes Album. Aber das ist vielleicht der grundsätzlichen Ambivalenz der Melancholie geschuldet: mit dem Rücken zur Fahrtrichtung der Zukunft entgegen, dabei alles Zurückgelassene noch lange im Blick. Oder es ist diese eher skandinavische Klangästhetik, die das neue Album des Schweizer Saxophonisten und Holzblasgeneralisten Marcel Lüscher prägt.

Das Muskelspiel, die ausgestellte Virtuosität ist Lüscher fremd. Es geht um die Gestaltung des Klangs und die kreative Suche nach der tragenden Melodie. Dass Virtuosität hierbei durchaus auch eine Rolle spielt, ist Lüschers Ton – ganz gleich ob auf dem Saxophon oder Klarinette wie Bassklarinette – mit jeder Note anzuhören. Das sanfte Aushauchen des Vergangenen, das energisch-offene Schreien und Fauchen dem Neuen entgegen. Eine Gestaltung mit Tiefe und Unmittelbarkeit.

Besetzung: Marcel Lüscher [t-, b-sax, cl], Thomas Lüscher [p], Björn Meyer [b], Kaspar Rast [dr].

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CD * Marton Juhasz „Metropolis“ (Unit / Membran) * 07. Februar 2025

Als der mit allen Wassern gewaschene Schlagzeuger Marton Juhasz 2017 in die Schweiz zog, um Teil des „Focusyear“ Programms des Basler Jazzcampus zu werden, ist er nicht in eine Metropole gezogen, sondern in eine kuschelige Kleinstadt. Und trotzdem benennt er sein neues Album: Metropolis. Was hat es damit auf sich? Nun, Marton sieht die Welt durch das in unserer globalen Gesellschaft immer wichtiger werdende – verbindende und gleichzeitig allzu oft auch trennende Internet – zu einer einzigen grossen „Metropolis“ zusammenwachsen. Eine „Metropolis“, in der jedermann Zugriff auf alle Musik der Welt, alle Bücher der Welt, alles Wissen der Welt hat. Aus diesem Gefühl eines (musikalischen) Überflusses und Überangebotes, und auch aus einem leichten Unbehagen ob einer um sich greifenden musikalischen Beliebigkeit und Kurzlebigkeit heraus, hat Marton Juhasz auf „Metropolis“ den Versuch unternommen, seine profunde Auseinandersetzung mit verschiedenen Musikkulturen und Zeitepochen der Jazzgeschichte in eine Musik fliessen zu lassen, die er als „post modern contemporary jazz fusion“ definiert.

Besetzung: Charley Rose [sax], Fabio Gouvea [guit], Lorenzo Vitolo [keys], Jeremie Krüttli [bass], Marton Juhasz [dr]

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LIVE:

Konzert * Vincent Peirani:

Wie jede Form der Popularmusik ist der Jazz eine Musik starker Persönlichkeiten. Die internationale Anerkennung des Akkordeonisten Vincent Peirani beruht auf dieser wesentlichen, grundlegenden Eigenschaft. Sein musikalisches Charisma, seine höchst eigenwillige Vorstellungskraft, die Konzeption seiner Kunst- Ergebnis einer Karriere ohne Scheuklappen, hat schon sehr früh alle Gemüter berührt.

23. November * Ludwigshafen „Sissoko Segal Parisien/Peirani“: Jazzfestival

Festival * Internationales Jazzfestival Münster * 03.-05.01.2025

Festival * 3 Tage Jazz * Saalfelden * 24.-26.01.2025

Festival * Sparks & Visions * Regensburg * 24.-26.01.2025

VERGANGEN:

CD * Charlotte Lang „The Journey“ (Unit Alpha Edition / Membran) * 25. Oktober 2024

4 Zentimeter – so lang ist der menschliche Gehörgang. Keine weite Strecke, aber auf diesen 4 Zentimetern kann viel passieren. Wenn Töne durch den Gehörgang reisen, können sie erfreuen, erschüttern, glücklich oder traurig machen, sogar Leben verändern. Eine Reise muss also nicht unbedingt weit sein, um große Spuren und Inspirationen zu hinterlassen. Wenn die Melodien und Grooves von Charlotte Lang ihre Reise durch den Gehörgang antreten, spürt man sofort: Hier geht es um etwas, hier ist eine Erzählerin am Werk, die etwas zu sagen hat. In diese Klänge sind Geschichten hinein komponiert, große und kleine, konkrete und abstrakte. Klar ist: Charlotte Langs Debutalbum „The Journey“ ist herausragend, denn selten hört man einer Musik die Persönlichkeit, die dahintersteht, so stark an.
Besetzung: Charlotte Lang [a-/b-sax, b-cl, fl, comp] André Sudol [dr: 1, 2, 5, 6] / Nitzan Birnbaum [dr: 3, 4, 7], Ciara Moser [e-bass: 1, 2, 5, 6], Nadav Lavie [double bass: 3, 4, 7], Jude Poorten [guit: 1, 5, 6], Ebba Dankel [p: 4, 7]
Feat: Farayi Malek [voc: 1], Katie Webster [a-sax: 2, 6], Lukas Reinert [tb: 4]

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CD * Julian Argüelles „DoubleSpeak“ (Escapade Records / Proper) * 25. Oktober 2024

Seit den 1980er Jahren hat der Saxophonist/Komponist Julian Argüelles seine Position in der ersten Reihe der zeitgenössischen Musiker mit einer Karriere behauptet, die eine umfassende Musikalität mit einer unendlich neugierigen, suchenden Veranlagung verbindet. Ob er nun für große Ensembles wie die HR und die NDR Big Band komponiert, mit John Taylor, Carla Bley und Kenny Wheeler die Grenzen der Musik auslotet oder in die reichen Traditionen Südafrikas eintaucht, sein musikalisches Schaffen ist stets geprägt von einem großzügigen Umgang mit seinem Publikum und einem forschenden Sinn für Abenteuer. DoubleSpeak lädt den Hörer ein, Julian bei der jüngsten Station seiner Reise zu begleiten und seine unverwechselbare Stimme in einem völlig neuen kreativen Rahmen zu präsentieren.

Besetzung: Julian Argüelles [sax] feat: Steve Argüelles [dr], Helge Norbakken [dr, perc] & Martin France [dr, perc]

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c u b u s – m u s i c

judith kobus
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50670 cologne

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DEGEM News- STELLENAUSSCHREIBUNGEN – [ak-discourse] Jobs: 2 PhDs and 1 Postdoc at the GEMM))) Gesture Embodiment and Machines in Music resaerch cluster at Luleå Universtiy of Technology

Von: Lepa, Steffen via ak discourse
Datum: Tue, 5 Nov 2024
Betreff: [ak-discourse] Jobs: 2 PhDs and 1 Postdoc at the GEMM))) Gesture Embodiment and Machines in Music resaerch cluster at Luleå Universtiy of Technology

Dear AK community,

[with the customary apologies for crossposting, please share]

GEMM))) – the Gesture Embodiment and Machines in Music research cluster I am part of at Luleå University of Technology – is hiring one postdoc in music performance and two PhDs, one in performing arts and the other in audio engineering. The group and work environments are great, lots of room for creativity and experimental work, and access to a massive hyperorgan. Check out the three full ads below for more details, requirements, etc.

Deadline is the 15th of November.

Postdoc position in music performance, with specialization in gesture analysis: https://www.ltu.se/en/about-the-university/work-with-us/job-vacancies?rmjob=8501#item-8501
PhD student in music Performance, with specialization in audio engineering: https://www.ltu.se/en/about-the-university/work-with-us/job-vacancies?rmjob=8498#item-8498
Doctoral student in musical design with specialization in performing arts (the ad is in Swedish): https://www.ltu.se/om-universitetet/arbeta-hos-oss/lediga-jobb?rmjob=8494#item-8494

Best,

Federico

Federico Ghelli Visi, PhD

​New instrument: The Sophtar
a networkable feedback string instrument with embedded machine learning
NIME 2024 paper: https://www.federicovisi.com/wp-content/uploads/visi-sophtar-nime-2024-V3-cr-opt-links.pdf
Video: https://www.youtube.com/watch?v=Ee8vI8oFm9o

New journal article out:Networking concert halls, musicians, and interactive textiles: Interwoven Sound Spaces https://doi.org/10.1080/14626268.2024.2311906

www.federicovisi.com

DEGEM News – FWD – [ausland depesche] coming Winter workshops, concerts and shows ❴AUSZUG❵

Von: weekly ausland newsletter
Datum: Mon, 4 Nov 2024
Betreff: [ausland depesche] coming Winter workshops, concerts and shows

❴AUSZUG❵
Upcoming events in ausland: Concerts, inclusion workshops, performance and residency showings:

accessibility info here: https://www.ausland.berlin/accessibility


Sunday, 10 November, 2024 – 16:04

POETRY\\\SOUND IM STUDIO IM HOCHHAUS: Valentina Ramona de Jesús – Caroline Cecilia Tallone

poetry: Ramona de Jesús (Lesung ca. 20 Minuten auf Deutsch und Spanisch) sound: Caroline Cecilia Tallone ***DIE VERANSTALTUNG FINDET IM studio im HOCHHAUS STATT*** ***THE EVENT WILL TAKE PLACE AT studio im HOCHHAUS***

https://ausland.berlin/de/event/poetrysound-im-studio-im-hochhaus-valentina-ramona-de-jesus-caroline-cecilia-tallone

Monday, 11 November, 2024 – 10:00

All the rivers Flash residency: UNS //

A work on an invocation ritual through food and sound to provoke reflection on colonial power dynamics: Inspired by ‘UNS’, a Sufi practice, we create an immersive performance intertwining communal dining with sonic offerings.

https://ausland.berlin/de/event/all-the-rivers-flash-residency-3

Friday, 15 November, 2024 – 20:00

All The Rivers Show: Uns//

https://ausland.berlin/de/event/all-the-rivers-uns

Saturday, 16 November, 2024 – 19:30

J.a.b: Just Another Bruital Night xii

J.A.B. NIGHT (JUST ANOTHER BRUITAL NIGHT) is the illegitimate daughter of BRUITAL NIGHT. live on stage: – ISABEL RÖßLER – ISABEL ANDERS – BUSÆXUS – ROYAL SPACEPORN – TEARS OF FIRE

tickets sliding scale at door only

https://ausland.berlin/de/event/jab-xii

Sunday, 17 November, 2024 – 10:00

All the rivers Flash residency: #yodo – you only die once

a performance on Dying, Death, Grief & Care by & with Luana Madikera, Virginnia Krämer and Michaela Maxi Schulz

https://ausland.berlin/de/event/all-the-rivers-flash-residency-virginnia-kraemer-luana-madikera-michaela-maxi-schulz

Thursday, 21 November, 2024 – 17:00

All the rivers Show: #yodo – you only die once

a performance on Dying, Death, Grief & Care by & with Luana Madikera, Virginnia Krämer and Michaela Maxi Schulz

https://ausland.berlin/de/event/all-the-rivers-show-yodo-you-only-die-once

Keep safe and warm, see you there!

DEGEM News – FWD – Stellenausschreibung Professur Elektroakustische Komposition (Gustav Mahler Privatuniversität für Musik, Klagenfurt)

Von: Hanns Holger Rutz
Datum: Mon, 4 Nov 2024
Betreff: Stellenausschreibung Professur Elektroakustische Komposition (Gustav Mahler Privatuniversität für Musik, Klagenfurt)

Werte Kolleg*innen,

hier eine interessante Stelle bei uns:

https://gmpu.ac.at/uploads/jobs/Ausschreibungstext_Univ.Prof._ELAK_04.11.2024_DE_und_EN_fin.pdf

bzw. https://gmpu.ac.at/universitaet/jobs/jobs

mit der Bitte um Weiterleitung. Deadline 01.12.2024.

Beste Grüße

Hanns Holger Rutz


Univ.-Prof. Dr. Hanns Holger Rutz
Artistic Research

Gustav Mahler Privatuniversität für Musik (GMPU)
Mießtaler Straße 8, 9020 Klagenfurt, AT
E hanns-holger.rutz@gmpu.ac.at
T +43 50536 16576

Simultaneous Arrivals (FWF AR 714-G)
https://simularr.net

DEGEM News FWD – [Neuemusik]Gazette Neue Musik in NRW – Ausgabe November 2024

Von: neuemusik@kulturserver-nrw.de
Datum: Sat, 2 Nov 2024
Betreff: [Neuemusik]Gazette Neue Musik in NRW – Ausgabe November 2024

Wenn diese Gazette in ihrem Mailprogramm nicht korrekt angezeigt wird, können Sie sie auch hier lesen:

https://kulturserver-nrw.de/de_DE/neue-musik-in-nrw-ausgabe-november-2024

November 2024

Gewesen: Ensemble CrushZeitinsel mit Beat Furrer in Dortmund  Innocence von Kaija Saariaho in Gelsenkirchen
Angekündigt: NOW!-Festival in Essen – Schönes Wochenende in Düsseldorf – In Front-Festivval in Aachen u.v.a.m.

(möchten Sie diese Gazette monatlich neu per E-Mail erhalten? Dann senden Sie bitte eine Mail an neuemusik-join@list.kulturserver-nrw.de )

[Ensemble Crush]

Gleich mehrfach kann bzw. konnte man in diesen Tagen dem Ensemble Crush begegnen, das seit seiner Gründung 2013 bereits eine beeindruckende Anzahl von Projekten realisiert hat. Als Ensemble in Residence war es im Earport von Gerhard Stäbler und Kunsu Shim zu Gast, 2021 und 2022 bespielte es im Rahmen des Festivals KlangBegegnung den Pavillon von Thomas Schütte in Krefeld und 2021 beteiligte es sich am Joseph Beuys Jubiläum mit dem Projekt ‚Ensemble Crush + Beuys‘ Erdklavier‘. Bei diesem wird ausgehend von Beuys‘ Gedanken, „dass man Bilder hört und Skulpturen mit den Ohren wahrnimmt“, ein Klanglabyrinth kreiert, in dem sich Klänge und Aktionen, Neues (Cage) und weniger Neues (Stravinsky, Satie) zu einem Gesamterlebnis verbinden. Zuletzt tourte das Konzept als Erdklavier 2.0 durch verschiedene Kirchenräume in NRW und traf u.a. im Rahmen der samstäglichen Marktmusik in der Mönchengladbacher Citykirche auf ein zahlreiches und aufgeschlossenes Publikum.
Mit seinem Festival
KlangBegegnung beehrte Crush im September seinen Heimathafen Duisburg und widmete sich gemeinsam mit der Sopranistin Irene Kurka zwei sehr unterschiedlichen Komponisten. Am ersten Tag stand Salvatore Sciarrino im Fokus, dessen feinsinnige musikalische Handschrift durch die solistisch bzw. klein besetzten Werke besonders gut zur Geltung kam. In Let me die before I wake entfaltet die Klarinette ein zartes und zittriges Zirpen, in das einige markante Gesten eingebettet sind, L’orrizonte luminoso di Aton für Flöte wirkt wie hingehaucht, Sei capriccifür Violine ist zwar von Paganini inspiriert, beantwortet dessen Virtuosität jedoch mit äußerster Brüchigkeit, wobei wie hinter einem Schleier melodische Ansätze erkennbar werden. Ommagio a Burri für Altflöte, Bassklarinette und Violine ist dem Künstler Alberto Burri gewidmet und so wie dieser aus Alltagsmaterialien etwas fantastisch Neues kreierte, so können wir bei Sciarrino hören, wie sich einfache Gesten verflüssigen und ein flackerndes Eigenleben entfalten. Den Höhepunkt des Abends bildeten Auszüge aus Vanitas für Stimme, Cello und Klavier. Unter Verwendung verschiedenster Texte (u.a. Opitz) beleuchtet Sciarrino den barocken Vanitasgedanken in einer Mischung aus Ergebenheit und Aufbegehren. Irene Kurka tastet die Worte ab und formt sie zu ornamentalen Gebilden, die von Cello und Klavier mal umschattet und gespiegelt, mal mit harschen Einschlägen und schrillen Turbulenzen attackiert werden.
In eine ganz andere Welt führt uns Marius Bajog, dem der zweite Abend gewidmet war. Der 1993 geborene Bajog studierte an der Folkwang Universität bei Günter Steinke und Michael Edwards und versteht sich als Komponist, Musiker und Sprachkünstler. Texte spielen in seiner Arbeit eine wichtige Rolle und liegen auch den Stücken
Röhricht am Ufer und dem in Duisburg uraufgeführten order within zugrunde. Trotz weitgehender Sprachverständlichkeit lässt Bajog die Bedeutung offen; man fühlt sich in eine Szenerie versetzt, folgt den ausgelegten Spuren, verirrt sich und kommt doch voran. Für Irene Kurka entsteht so eine Bühne, auf der sie – sprechend, singend, lachend, säuselnd – ihre ganze Wandlungsfähigkeit ausspielen kann. Auch beim Auftaktkonzert des NOW!-Festivals in der Essener Neue Musik Zentrale am 26.10. war das Ensemble Crush präsent und im November gibt es weitere Gelegenheiten der Begegnung: Mit dem Projekt Motion Crush ist es am 8.11. im Duisburger Lehmbruck Museum und am 15.11. im Essener RabbitHole Theater zu Gast.

[Zeitinsel mit Beat Furrer in Dortmund]

Das Konzerthaus Dortmund widmet sich einmal im Jahr in besonderem Maße der zeitgenössischen Musik, indem es im Rahmen einer sogenannten Zeitinsel das Schaffen eines lebenden Komponisten bzw. einer lebenden Komponistin in den Fokus stellt. In der Vergangenheit wurden bereits Arvo Pärt, Ondřej Adámek, Sofia Gubaidulina und György Kurtág vorgestellt, wobei aus Alters- oder Gesundheitsgründen nicht alle persönlich anwesend sein konnten. Doch in diesem Jahr hatte das Publikum Glück, denn Beat Furrer, der im Dezember seinen 70. Geburtstag feiert, war nicht nur als Komponist, sondern auch als Gesprächspartner und als Dirigent zu erleben. Der Schweizer Furrer hat schon früh sein Glück in Österreich gefunden, wo er 1985 das Klangforum Wien mitbegründete und bis 2023 an der Universität Graz Komposition lehrte. Auch landschaftlich hat er hier seine Heimat entdeckt. Wenn er sich nicht gerade in Wien aufhält, zieht er sich in ein altes Forsthaus im steirischen Naturpark mit dem wunderschönen Namen Gesäuse zurück und gibt sich dort ganz der Musik und der Natur hin. In Dortmund waren vor allem Werke für Stimme zu hören, wobei mein Lieblingschor, das Chorwerk Ruhr, mit dem Enigma-Zyklus den Auftakt machte. Diesem liegen Texte aus Leonardo da Vincis Profezie zugrunde, den sogenannten Prophezeiungen, bei denen es sich um Beobachtungen handelt, die, indem sie im Futur formuliert sind, Rätselcharakter erhalten. Furrer bringt die in der Neuen Musik bekannten stimmlichen Variationsmöglichkeiten zum Einsatz, er lässt die Sänger und Sängerinnen nicht nur singen, sondern flüstern, hauchen, geräuschvoll atmen und sprechen, doch dies wird nie zum Selbstzweck sondern ist eingebunden in eine hochdifferenzierte Stimmbehandlung, deren Ergebnis einfach schöne Musik ist. Manchmal sind die Stimmen ganz nah am Text, z.B. wenn sie sich bei ‚qual frenesia‘ (welcher Wahnsinn) plötzlich aufbäumen, manchmal verflüssigen sie sich zu vielschichtigen rhythmischen Bewegungen. Im Konzerthaus wurden der Enigma-Zyklus mit älteren Chorwerken von Orlando di Lasso, Giovanni Gabriele und Antonio Lotti kombiniert und vom Publikum mit Standing Ovations gefeiert.
Cantando Admont, ein weiteres hochkarätiges Vokalensemble, interpretierte gemeinsam mit dem Klangforum Wien den Zyklus Akusmata, dessen Ergänzung als Auftragskomposition des Dortmunder Konzerthauses seine Uraufführung erlebte. Wieder bilden rätselhafte alte Texte den Grundstock; diesmal ist es Pythagoras, der uns geheimnisvolle Anweisungen erteilt. „Schau nicht in den Spiegel beim Schein der Lampe. Rühr das Feuer nicht mit dem Messer auf“, heißt es da. Aus kleinen Gesten entstehen kurze Tumulte, die Stimmen werden von instrumentalen Akzenten wie von Sternschnuppen durchkreuzt oder wie von einem Echo umschattet, die Flöte schwingt sich zu einem quirligen Solo auf. Alles wirkt haarfein austariert und man kann sich regelrecht vorstellen, wie Furrer in der Abgeschiedenheit an jedem Klang und jeder Note feilt.
Bei der Happy Hour des WDR spielte die junge niederländische Geigerin Noa Wildschut mit dem WDR Sinfonieorchester unter der Leitung von Ilan Volkov Furrers Violinkonzert. Zum Auftakt besetzen sie die entgegengesetzten Bereiche des Registers, während das Orchester in der Tiefe rumort, steigt die Geige aus höchster Höhe herab, im zweiten Satz treiben sie sich gegenseitig an, die Violine wirkt als wäre sie auf der Flucht. SchubertsSinfonie Nr. 4, offenbar ein Zugeständnis an das ’normale‘ Klassikpublikum, konnte da für meine Ohren nicht mithalten.
Leider nicht ganz überzeugt hat mich die konzertante Aufführung von Furrers Oper Begehren, die um Eurydikes und Orpheus‘ Schicksal nach seinem verhängnisvollen, rückwärtsgewandten Blick in der Unterwelt kreist und in unseren Gefilden schon einmal im Rahmen der Ruhrtriennale mit einem Bühnenbild von Zaha Hadid zur Aufführung kam. Doch in Dortmund waren die beiden Solisten (Sarah Aristidou und Christoph Brunner) akustisch zu wenig präsent, vor allem in den so wichtigen fragilen, tastenden Passagen verloren sich ihre Stimmen im Chor- und Instrumentalklang. Trotz dieser kleinen Enttäuschung habe ich das verlängerte Wochenende in Dortmund sehr genossen. Letztlich ist Furrers Musik mit ihren filigranen Tonziselierungen, ihrer Bezugnahme auf alte Texte und Mythen und ihrer Hingabe an den Klang eine Flucht, eine Zeitinsel im wahrsten Sinne des Wortes, die sich vom aktuellen Tosen der Weltmeere fern hält. Ob das jetzt altmodisch, angesichts der aktuellen Lage besonders willkommen oder einfach nur schön ist, kann jeder selbst entscheiden.

[Innocence von Kaija Saariaho in Gelsenkirchen]

Bereits am 28.09. hatte Kaija Saariahos Oper Innocence im Musiktheater im Revier in Gelsenkirchen Premiere und zwar (nach der Uraufführung am 3.7.21. beim Festival d’Aix-en-Provence) als deutsche Erstaufführung. Saariaho hat sich für ihre fünfte (und aufgrund ihres frühen Todes letzte) Oper ein ungewöhnliches Sujet erwählt, für das die bekannte estnische Schriftstellerin Sofi Oksanen das Libretto verfasste. Im Mittelpunkt steht ein Amoklauf in einer Schule, der auch nach zehn Jahren keinen der Beteiligten loslässt. Zwei Parallelhandlungen gewähren uns Einblick in die Welt der Überlebenden und der Familie des Täters. Während letztere die Hochzeit des Bruders feiert und dabei vergeblich um Normalität ringt, sind erstere ganz in ihren Traumata verkapselt. Im Bühnenbild von Ines Nadler kommt dies anschaulich in einem zweistöckigen Setzkastensystem zum Ausdruck, das gleichzeitig die Isolation aller Beteiligten zum Ausdruck bringt. Die von farbig-leuchtenden Trennwänden geprägte klare Struktur, in deren Hintergrund in großen Lettern der Titel Innocence prangt, erscheint wie ein Kartenhaus, das jederzeit einstürzen kann, wie der verzweifelte Versuch, eine auseinanderfallende Welt zusammenzuhalten. Die Handlung kommt ins Rollen durch den etwas konstruiert wirkenden Kniff, die Mutter eines der Opfer als Aushilfskellnerin bei der Hochzeitsfeier einzusetzen. Schon bald bröckeln die Fassaden aus Verdrängung, Idealisierung, Dämonisierung und was sonst so zu Gebote steht und mit ihnen auch die klare Trennung zwischen Opfer und Täter. Letzterer entpuppt sich als Mobbingopfer, mehrere Mitwisser outen sich – unschuldig ist zum Schluss niemand mehr. Als wollten sie die Vielschichtigkeit des Geschehens noch steigern, haben Saariaho und Oksanen die Personen verschiedenen Nationen zugeordnet, so dass insgesamt neun Sprachen auf der Bühne präsent sind. Das geht nicht ohne Übertitel und so gibt es viel zu lesen, doch meine Befürchtung, dass dadurch die Aufmerksamkeit von der Bühne abgezogen wird, erfüllt sich zum Glück nicht. Saariaho gelingt es mit ihrer Musik, das Ganze im Fluss zu halten, mal tröpfelt sie mit pochenden Gesten Unbehagen ins Getriebe, mal verbreiten schrille Signale Alarmstimmung. Die Vielfalt der Sprachen erzeugt eine zusätzliche Farbigkeit, die auch musikalisch aufgegriffen wird. Am markantesten bei Markéta, die sich als Schlüsselfigur erweist. Während ihre Mutter, besagte Kellnerin, sie zum unschuldigen Engel stilisiert, stellt sich heraus, dass sie den Täter im Vorfeld drangsalierte. Für diesen Part konnte die finnische Folksängerin Erika Hammarberg gewonnen werden, die in ihrem Gesang auf karelische Spottlieder zurückgreift und mit gellendem, sprunghaftem Duktus den Nimbus des Unschuldslamms konterkariert. Eine besondere Rolle kommt dem Chor zu (mal wieder das Chorwerk Ruhr), obwohl er die meiste Zeit nur schemenhaft im Hintergrund zu erahnen ist. Wie in einer griechischen Tragödie schaltet er sich ein, hüllt die Handelnden dabei jedoch in eine besänftigende klangliche Aura und schafft so – während die Personen in ihrem Schmerz verschlossen sind – einen verbindenden Raum. Elisabeth Stöppler zeigt uns in ihrer Inszenierung Menschen wie du und ich in Alltagskleidung und genau diese mit dem abstrahierenden Bühnenbild kontrastierende Nahbarkeit getragen von der Kraft der Musik (Neue Philharmonie Westfalen unter der Leitung von Valtteri Rauhalammi) sorgt für einen berührenden Abend.
Im Schlussbild entsteht ein Arrangement, das an Leonardos letztes Abendmahl erinnert, und tatsächlich hat sich Saariaho von diesem zu ihrer Auseinandersetzung mit den Themen Schuld, Opfer und Ausgrenzung inspirieren lassen. Doch während Religionen und Ideologien gut darin sind, eindeutige Opfer und Täter zu präsentieren (der einzige Schuldige weit und breit ist immer ein gewisser J. kenntlich an seinem Geldsack), ist die Welt leider etwas komplizierter.

[Termine im November]

Köln

In der Philharmonie stehen Arvo Pärt am 3.11., der Cellist Abel Selaocoe & Manchester Collective am 8.11., das WDR Sinfonieorchester in der Reihe ‚Musik der Zeit‚ mit Nikolaus A. Huber, Johannes Maria Staud und Gordon Kampe am9.11., Luciano Berio, Rebecca Saunders und Julia Wolfe am 10.11., Alfred Schnittke am 24.11. und Jörg Widmann am 26.11. auf dem Programm. In der Alten Feuerwache erwarten uns vom 31.10. bis 2.11. das E-Mex-Ensemble und das oh ton-Ensemble mit ‚A Tribute to Ruth Crawford‘, am 11.11. die Stationen, am 14.11. Scott Fields mit seiner Operette Pekar und vom 15. bis 17.11. das Bonecrusher Festival. Die Kunststation Sankt Peter kündigt neben den normalen Lunchkonzerten am 2., 16., 23. und 30.11. vom 4. bis 9.11. ein LunchkonzertSpezial an, bei dem Sara Cubarsi J.S. Bachs Solowerke für Violine mit zeitgenössischer Musik verbindet. Außerdem interpretiert das Ensemble neuMerz am 8.11. Mathias Spahlingers Requiem ‚Über den frühen Tod des Fräuleins Anna Augusta Markgräfin zu Baden‘, Kristi Becker spielt am 15.11. im Rahmen der Ausstellung Farbspeicher von Dorothee Joachim und am 22.11. tritt das Improvisationsensemble der Hochschule für Musik und Tanz Köln auf. Die Musikfabrik veranstaltet am 8.11.gemeinsam mit der Thomas-Morus-Akademie Bensberg den Workshop spielbar und ist am 23.11. mit Uraufführungen von Arnulf Herrmann und Lisa Streich beim WDR zu Gast. Die reiheM geht im November gleich dreimal an den Start: am 6.11. mit dem Londoner Quartett O Yama O, am 19.11. mit Judith Hamann & Sholto Dobie und am 28.11. mit der Gruppe Mu. Das Atelier Dürrenfeld/Geitel kündigt neben den Soundtrips NRW am 5. und 28.11. die Plattform nicht dokumentierbarer Ereignisse mit Lê Quan Ninh am 12.11. an und noch bis zum 9.11. führt das von der KlarinettistinAnnette Maye kuratierte 11. Multiphonics Festival in die Welt der Holzbläser und darüber hinaus – mit Abstechern nach Wuppertal und Düsseldorf.
Das Ensemble Dégénéré stellt am
2.11. in der Kulturkirche Sankt Gertrud ein partizipatives Audio-Feature mit Konzert vor, die Hochschule für Musik und Tanz präsentiert am 14.11. einen Klassenabend Neue Musik und am 20.11.Aleatorik mit Studierenden der Klasse von Prof. Paulo Alvares, am 27.11. findet die nächste Soirée Sonique mit der Klangkolchose NRW statt (am 30.11. auch in Essen) und das Simon Rummel Ensemble kommt am 28.11. mit alten Pullovern in die Tersteegenkirche. Beim Chamber Remix treffen am 3.11. Barbara Schachtner und Roger Hanschel auf Joss Turnbull, am 15.11. ist Barbara Schachtner in anderer Runde im Block 7 zu Gast und am 20.11. im Museum Kolumba.
Einblicke in die freie Szene bekommt man bei ON Cologne und Noies, der Zeitung für neue und experimentelle Musik in NRW, fast tägliche Konzerte veranstaltet das Loft, jeden 2. und 4. Dienstag im Monat sendet FUNKT ein Radioformat mit Elektronik und Klangkunst aus Köln (am 12.11. mit Florian Hollerweger und am 26.11. mit Bidisha Das) und jeden 1. und 3. Mittwoch im Monat wird der Ebertplatz von der Reihe Bruitkasten bespielt. Weitere Termine und Infos finden sich bei kgnm, Musik in Köln und impakt, sowie Veranstaltungen mit Jazz und improvisierter Musik bei Jazzstadt Köln.

Ruhrgebiet

Am 10.11. und 30.11. kommen die Soundtrips NRW ins Bochumer Kunstmuseum.

Am 10.11. präsentieren Irene Kurka und das Bottroper Klangturm-Ensemble im Klangturm Malakoff zeitgenössische Musik und Tanz.

Noch bis zum 30.11. finden im domicil in Dortmund die Jazztage statt. Mit dabei sind The Dorf am 21.11. sowie Anna Webber & Shimmer Wince am 28.11. In der Parzelle erwarten uns die Soundtrips NRW am 2.11. und das Asasello Quartett am 22.11.

Am 8.11. setzt das Ensemble Crush das Lehmbruck Museum in Duisburg in Bewegung und im Lokal Harmonie stehen u.a. Nicola L. Hein und Viola Yip am 3.11., die Soundtrips NRW am 11.11. sowie Saadet Türköz und Thilo Schölpenam 20.11. auf dem Programm.

Noch bis zum 10.11. lässt das NOW!-Festival Essen vibrieren. Mit dabei sind u.a. die Musikfabrik am 2.11. und 9.11., Enno Poppes Streik für 10 Drumsets, das gerade in Donaueschingen aus der Taufe gehoben wurde, am 2.11., das Trio Abstrakt am 3.11., das WDR Sinfonieorchester am 8.11. und das Gürzenich-Orchester am 10.11. Die Folkwang Universität ist am 1.11. mit einem Konzert im Folkwang Museum, am 3.11. bei The Monochrome Project (neues Werk von Professor Thomas Neuhaus) und am 9.11. (neues Werk von Roman Pfeifer) beteiligt. Außerdem stehen in der Folkwang Universität Tape Sessions am 7.11. und 28.11. und ein Konzert für Lautsprecherorchester am 21.11. auf dem Programm. In der Neue Musik Zentrale ist am 2.11. eine Konzertperformance mit Luisa Fernanda Alfonso und Peter Rubel zu erleben, die Stationen machen am 14.11. in Essen Station und im Rabbit Hole Theater stehen das PART-Ensemble am 3.11., das Ensemble Crush am 15.11., ein Mittagsschlafkonzert mit Verena Hentschel am 17.11. und das kleine Festival Absurd Big (u.a. mit dem Simon Rummel Ensemble) am 30.11. auf dem Programm.

Die Petrikirche in Mülheim an der Ruhr veranstaltet am 17.11. ein micro metting, bei dem auch die Gruppe Momentmitmischt. Das Makroscope kündigt u.a. ein Konzert mit dem Duo Jooklo (mit Virginia Genta als aktuelle Improviserin in Residence in Moers) am 9.11. und die Mülheimer Zóngtage für abseitige Musik am 22.11. und 23.11. an.

Weitere Termine hält der Umlandkalender bereit.

Düsseldorf

Beim IDO-Festival kann man sich auf eine mystische Nacht am 2.11. und eine Orgelnacht am 29.11. freuen. Die Tonhalle nähert sich vom 8. bis 10.11. mit seinem Festival Schönes Wochenende dem Thema Krieg und Frieden. Mit dabei sind u.a. das Rheinstimmen Ensemble, die Kölner Vokalsolisten, das notabu ensemble und das Minguet Quartett. Am 9.11. wird The Pool, ein ehemaliges Schwimmbad und heutiger Ausstellungsraum, bespielt und am 10.11. kommt ein abendfüllendes Werk von Bojan Vuletic zur Uraufführung. Die Soundtrips NRW sind am 9.11. und 27.11. im Theatermuseum zu Gast und am 10.11. wird in der Kirche St. Antonius im Rahmen eines Gedenkkonzerts zur Pogromnacht der von Andrea Guterres vertonte Gedichtzyklus Dear God, I Think It’s Time We Talked aus der Taufe gehoben. Die Klangräume widmen sich mit zwei Konzerten Franz Kafka: Am 23.11. stellen die Sopranistinnen Irene Kurka und Natalie Mol und das ART Ensemble NRW Kafkavertonungen vor und am 30.11. kommen die Finalwerke eines Kompositionswettbewerbs zu Franz Kafka zu Gehör. Außerdem findet am 8.11. der 57. Salon Neue Musik statt.

Sonstwo

Mit der Reihe Stationen organisiert ein Arbeitskreis lokaler Neue-Musik-Vereinigungen im Landesmusikrat NRW seit 2012 einmal im Jahr eine Tournee durch mehrere Städte in NRW.  Bei der diesjährigen Tour, die nach Münster, Aachen, Köln, Bielefeld und Köln führt, dreht sich alles ums Blech.

Die Reihe Soundtrips NRW schickt herausragende Solisten und Solistinnen durchs Land und lässt sie auf wechselnde Gäste treffen. Im November machen sich Caroline Kraabel  und John Edwards vom 1.11. bis 11.11. und Angélica Castelló vom 27.11. bis 7.12. auf den Weg.

Die Aachener Gesellschaft für zeitgenössische Musik lädt vom 7. bis 10.11. zum In Front Festival. Zu hören gibt es eine Klanginstallation von Peter Kiefer, die Stationen, das Neue Musik Ensemble Aachen, das Aurora Oktett, das New Piano Trio u.v.a.m. Außerdem erwarten uns in Aachen die Reihe ‚Hören und Sprechen über Neue Musik‘ am 22.11. und das Ensemble Aroura Nr. π am 23.11.

Auch in Bielefeld bringen die Stationen am 12.11. Blech zum Klingen, am 22.11. treten im Rahmen einer langen Nacht drei Pianistinnen und Pianisten in Interaktion mit Mitgliedern des Cooperativa Ensembles und außerdem veranstaltet die Cooperativa Neue Musik am 4.11. einen Jour fixe. In der Zionskirche stehen Konzerte für Chor am 2.11., für Viola und Akkordeon am 3.11. und für Violine und Harfe am 10.11. auf dem Programm.

Im Bonner Dialograum Kreuzung an Sankt Helena erwarten uns die Soundtrips NRW am 6.11. und am 28.11. und dasAsasello Quartett am 15.11.

Irene Kurka und Mitglieder des E-Mex-Ensemble sind am 29.11. im Museum Goch zu Gast.

Das Krefelder Theater am Marienplatz verbindet in der neuen Spielzeit jeweils freitags um 22 Uhr Texte und Musik.

Im Mönchengladbacher Zentrum für offene Kulturarbeit BIS finden im Rahmen einer Klang-Plakataktion am 17.11.zwei Werkstattkonzerte mit dem ART Ensemble NRW statt. Außerdem ist das Streichtrio des ART Ensemble NRW am 10.11. in der Musikschule Willich zu Gast.

Virginia Genta (aktuelle Improviserin in Residence beim Moers Festival) und David Vanzan sind am 15.11. in Moersals Jooklo Duo zu erleben.

Sasja und das Reich jenseits des Meeres, ein Musiktheater für junge Menschen von Gordon Kampe, hat am 10.11. am Theater Münster Premiere. In der Musikhochschule stehen die Stationen am 3.11. und neue Töne der Vielfalt für Violine am 25.11. auf dem Programm. In der Black Box erwarten uns die Soundtrips NRW am 3.11., Jan Klare und Mitstreiter am 15.11., das Sandro Sáez Trio am 22.11. und das Simon Rummel Ensemble am 24.11. Bereits am 3.11.steht Jan Klare mit Meat.Karaoke.Quality.Time im Theater im Pumpenhaus auf der Bühne.

Das Studio für Neue Musik der Uni Siegen lädt am am 21.11. zu einem Orgelkonzert in der Nicolaikirche ein.

Multisensorale Landschaften sind am 9.11. in der Reihe ’soundscaping‘ im Lichtturm in Solingen zu entdecken.

Der Wuppertaler ort feiert vom 14. bis 17.11. mit dem Global Village Festival Peter Kowalds 80. Geburtstag. Außerdem stehen eine Gesprächskonzert-Matinee mit Christoph Irmer und Nicola L. Hein am 3.11., die Soundtrips NRW am 4.11. und Wegkreuzungen zwischen Partita Radicale, Fabian Neubauer und Carlota Ramos am 28.11. auf dem Programm.

Weitere Termine mit improvisierter Musik finden sich bei NRWJazz.

 

Impressum:

Konzept, Redaktion & Umsetzung: Petra Hedler
neuemusik@kulturserver-nrw.de

Partnerprojekt der Stiftung kulturserver.de gGmbH
Lothringerstr. 23
52062 Aachen
http://ggmbh.kulturserver.de
redaktion@kulturserver.de

DEGEM News – FWD – [ak-discourse] WG: Submissions open for Music Encoding Conference 2025

Von: Lepa, Steffen via ak discourse
Datum: Wed, 30 Oct 2024
Betreff: [ak-discourse] WG: Submissions open for Music Encoding Conference 2025

Liebe Liste,

Hiermit möchte ich die soeben eröffnete Submission-Phase für die kommende Music Encoding Conference 2025 ankündigen:

Autor:innen sind eingeladen Abstract-Einreichungen für Paper, Poster, Panel und Workshops einzureichen. Sämtliche Einreichungen sind über unsere ConfTool-Webseite einzureichen. Einreichungen sind bis zum 13. Dezember 2024 möglich.
Weitere Details entnehmen Sie bitte dem Call for Proposals:
https://music-encoding.org/conference/2025/call/

The Music Encoding Conference brings together members from music encoding, analysis, performance, and research communities, including musicologists, theorists, librarians, technologists, music scholars, teachers, and students, providing an opportunity for all participants to learn from and engage with each other.
The conference will be held 3-6 June 2025 at City University of London, UK, jointly organised by Goldsmiths University of London and City University of London on behalf of the Music Encoding Initiative community.

Mit besten Grüßen,
Anna Plaksin
Programme Committee Chair, MEC 2025

DEGEM News – FWD – Neue Publikation: KLÄNGE DES AUGENBLICKS – 44 Jahre Ensemble für Intuitive Musik Weimar

Von: Michael von Hintzenstern
Datum: Tue, 29 Oct 2024
Betreff: Neue Publikation: KLÄNGE DES AUGENBLICKS – 44 Jahre Ensemble für Intuitive Musik Weimar

„KLÄNGE DES AUGENBLICKS – 44 Jahre Ensemble für Intuitive Musik Weimar“ (256 Seiten A4, farbig, 44,— Euro)
In Opposition zur DDR-Kulturpolitik gegründet, aber in engem Kontakt zu Karlheinz Stockhausen in der BRD: Das Ensemble für Intuitive Musik Weimar (EFIM) blickt in einer Dokumentation auf seine 44-jährige Geschichte zurück. In 125 Konzerten wurde von 1980 bis 1990 eine als „spätbürgerlich-dekadent“ bezeichnete Musik aufgeführt. Dabei schildert Ensemblemitglied Hans Tutschku, wie sich die Live-Elektronik der Gruppe von über 44 Jahre entwickelt hat.
Ausgehend vom Bauhaus standen aber auch synästhetische Projekte im Fokus. Nach der Wende folgten Tourneen in 30 Länder.
Die Dokumentation beleuchtet inhaltliche Schwerpunkte in der Geschichte der vierköpfigen Gruppe für Instrumental-, Vokal- und Orgelmusik mit Live-Elektronik, die sich in der DDR für tabuisierte Avantgardemusik einsetzte, zunächst in illegalen Galerien und Kirchen auftrat, es aber 1989 bis ins Theater im „Palast der Republik“ in Ostberlin schaffte.
Aus der über 100 Briefe umfassenden Korrespondenz mit Stockhausen sind für den Inhalt relevante Handschriften ebenso abgebildet, wie Schreiben des Bauhäuslers Kurt Schmidt oder des Pioniers elektrischer Musikerzeugung Oskar Sala. Projekte von Dada bis Fluxus, Parkmusiken, Open Airs, Wandelkonzerte, Tanztheater-Kooperationen, Klanginstallationen, Filmproduktionen, Tourneen in vier Kontinenten, Workshops, Stasi-Protokolle und noch viel mehr werden in einzelnen Kapiteln und einem dazu gehörigen Index-Anhang sowie einem Personenregister vorgestellt. So gibt es Einblicke in die grenzüberschreitende Musikgeschichte in beiden deutschen Staaten, die Ensemble-Gründer und Autor Michael von Hintzenstern erlebbar machen möchte. Die Gestaltung (Dokumente, Faksimiles von Briefen, Kritiken und Fotos) lag in den Händen von Julia Scorna.
Bestellung über den Autor: 50 Euro inklusive Versandkosten
michaelvonhintzenstern@gmail.com

DEGEM News – FWD – [ak-discourse] Vortrag von Sebastian Schlecht entfällt

Von: Brinkmann, Fabian via ak discourse
Datum: Thu, 31 Oct 2024
Betreff: [ak-discourse] Vortrag von Sebastian Schlecht entfällt

Liebe Leute,

der für heute um 16:15 Uhr geplante Vortrag von Sebastian Schlecht muss lieder krankheitsbedingt ausfallen.

LG, Fabian


Fabian Brinkmann
Form of address: Fabian, no pronouns

Lead: Binaural Processing and Perception Team
Audio Communication Group
Technische Universität Berlin

mail: fabian.brinkmann@tu-berlin.de
phon: +49 30 314 70336

DEGEM News – OFFENBURG – 30.10.2024 :: KONK PACK @ SOUND PATTERN ATTITUDE WITH LABORATORY FOR MEDIA ECOLOGY

Von: Ephraim Wegner
Datum: Tue, 29 Oct 2024
Betreff: 30.10.2024 :: KONK PACK @ SOUND PATTERN ATTITUDE WITH LABORATORY FOR MEDIA ECOLOGY

SOUND PATTERN ATTITUDE WITH LABORATORY FOR MEDIA ECOLOGY

Die vom Labor für Medienökologie und dem Labor für Klangwelten der Hochschule Offenburg veranstalteten Konzerte widmen sich musikalischen und anderen performativen Formaten abseits vom Mainstream. Exploriert werden hierbei Interaktionen zwischen den Akteuren, deren Instrumentarium sowie dem Bühnengeschehen und dem Publikum. Selbst entwickelte Instrumente, Spieltechniken oder ungewöhnliche Aufführungssituationen eröffnen andere Perspektiven, verschieben den Fokus von sich reproduzierenden Mustern und sollen zum gemeinsamen Erleben und zur Diskussion anregen.

Die Veranstaltungen werden durch Workshops mit den Studierenden der Hochschule Offenburg ergänzt. Darüber hinaus werden aktuelle Tools und ästhetische Konzepte der beiden Gastgeber in den Programmen erprobt.
Zu Gast waren bisher u.a.: Thomas Wenk, Harald Kimmig, Nicola L. Hein, Viola Yipp …

30.10.2024, 19.00 Uhr, Kantine (Kesselhaus), Am Kesselhaus 1, 77652 Offenburg

KONK PACK :: Tim Hodgkinson, Roger Turner, Thomas Lehn

KONK PACK vereint drei bedeutende Persönlichkeiten der zeitgenössischen Musik. Seit einem Vierteljahrhundert verblüfft die Gruppe das Publikum auf Festivals und Konzerten in aller Welt mit der schieren Energie ihres rasanten Zusammenspiels und erntete zahlreich Kritikerlob.
Seit 1997 touren Konk Pack regelmäßig durch Europa, absolvierten vier große Tourneen durch die USA und wurden von Lee Henderson vom The Wire Magazine als „eine der aufregendsten Improvisationsgruppen der Welt“ bezeichnet. Die Gruppe hat fünf Tonträger veröffentlicht und ist auf großen Musikfestivals von Vancouver bis Belgrad aufgetreten. Die Musik, die sie einzeln gemacht haben, ist Grund genug, dieses Trio zur Kenntnis zu nehmen, aber die Musik, die sie gemeinsam machen, lässt das Publikum staunen und inspirieren.

Markus Birkle und Ephraim Wegner

begeben sich erneut in einer gemeinsamen Improvisation in die Auseinandersetzung mit dem digitalen Instrument aus der Entwicklungsserie „Spherical Instruments“ zur Klang- und Bilderzeugung. Das Instrumentarium wurde bereits in unterschiedlichen Entwicklungsstadien in den Projekten De/Globalize, Becoming River und in Puppeteering AI eingesetzt. Während Ephraim Wegner unterschiedliche Parameter des Klang- und Bilderzeugers exploriert, improvisiert Markus Birkle mit der E-Gittare zu elektronischen Klang- und Bildwelten zwischen analog und digital.

Eine Band aus Studierenden der Hochschule Offenburg.

Biografien:

Tim Hodgkinson wird zunehmend als zeitgenössischer Komponist gelobt, dessen Werke auf internationalen Festivals für zeitgenössische Musik aufgeführt werden und der eine Reihe von Stücken für Ensemble beim Mode-Label veröffentlicht hat, aber er engagiert sich auch stark für eine intensive und energiegeladene Aufführungspraxis. In seiner mehr als dreißigjährigen Arbeit hat er sich in einer Reihe von maßgeblichen Projekten platziert, sei es als Mitbegründer der bahnbrechenden Gruppe Henry Cow, als Saxophonist der einflussreichen Avant-Metal-Band God oder als Bassklarinetten-Solist in den spektralen Kompositionen von Iancu Dumitrescu. Sein Lap-Steel-Gitarrenspiel bleibt völlig unkategorisierbar und bringt gedämpfte und nicht so gedämpfte Anklänge an Rockmusik und andere Ethnien.

Über Jahrzehnte hinweg hat Roger Turner die berühmte vulkanische Kraft und fein geschliffene Präzision seiner Schlagzeugarbeit in Ensembles eingebracht, die oft echte Verbindungen mit Musikern auf beiden Seiten des Atlantiks geschaffen haben. Darüber hinaus hat er ausgiebig im mikroskopischen Laboratorium der akustischen Duo-Situation gearbeitet, wo er einen hochentwickelten Sinn für Details und für dynamische Kontrolle erworben hat. Er gehört zu der ausgewählten Gruppe von Weltklassespielern, die gemeinsam die Sprache des zeitgenössischen Schlagzeugs neu definiert haben. In Turners Händen können winzige Spannungsbögen die musikalische Richtung der Gruppe bestimmen und dem Publikum eine neue Ebene der Erfahrung eröffnen.

Thomas Lehn, der sowohl als Konzertpianist mit zeitgenössischem Repertoire als auch als Aufnahmetechniker ausgebildet wurde, entfaltet eine enorme Musikalität durch sein einzigartiges Instrument, den analogen Synthesizer. Dieses Instrument ermöglicht ihm einen extrem engen und unmittelbaren Kontakt mit allen Aspekten der Klangmodifikation – eine breite Palette lebendiger elektronischer Klänge, die mit unübertroffener Geschwindigkeit und Geläufigkeit produziert werden. Thomas Lehn steht für eine Entwicklung der elektronischen Klangerzeugung im Bereich der konzertanten Aufführung, die Maßstäbe für das gesamte Medium setzt. Es ist daher nicht verwunderlich, dass er ein unverzichtbares Mitglied vieler der aktivsten und bedeutendsten Projekte in dieser höchst internationalen und dynamischen Szene ist.

Markus Birkle – deutscher Gitarrist und Professor für Audioproduktion und Sounddesign an der Hochschule Offenburg – prägt die deutsche Musikszene seit über zwei Jahrzehnten als Gitarrist der Hip-Hop-Legenden Die Fantastischen Vier entscheidend mit. Mit seinem unverwechselbaren Stil, der mühelos zwischen Pop, Rock und Avantgarde oszilliert, schlägt er eine Brücke zwischen verschiedenen musikalischen Welten. Durch seinen innovativen Zugang zu Sound und Klang bereichert Markus Birkle die deutsche Musikgeschichte nachhaltig.

Ephraim Wegner, geboren 1980, ist ein freier Musiker, Komponist und Medienkünstler. Seit 1997 widmet er sich der Kombination von Bildverarbeitung und digitaler Tongenerierung, wobei er verschiedene Eingabemedien berücksichtigt. Wegner arbeitet in den Programmiersprachen c++, Java, JavaScript, Python, OpenGL, Csound und Pure Data und entwickelt Programme, die auf verschiedenen Endgeräten in musikalischen Improvisationen, algorithmischen und notierten Kompositionen, interaktiven Installationen oder experimentellen Computerspielen eingesetzt werden.
Er hat mit verschiedenen Musikern, Ensembles, Festivals und Institutionen zusammengearbeitet, darunter das Institut für Neue Musik/MHS Freiburg, das Institut für Alte Musik/HFK Bremen, das Institute for Computer Music and Sound Technology/ZHdK Zürich und das Exzellenz-Cluster BrainLinks-BrainTools/Albert-Ludwigs-Universität Freiburg.
Seine Arbeiten wurden unter anderem im Rahmen des Festivals Acht Brücken in Köln und bei den Donaueschinger Musiktagen präsentiert.

Ephraim & Astrid Wegner
Dorfstraße 38
79194 Heuweiler

0157 30335712 || 0152 09841232

www.e-wegner.net
www.anti-matter-plant.org
www.cronicaelectronica.org

DEGEM News – FWD – [ak-discourse] Einladung zum Vortrag ‚Advances in Artificial Reverberation‘ von Prof. Dr. Sebastian Schlecht

Von: Brinkmann, Fabian via ak discourse
Datum: Mon, 28 Oct 2024
Betreff: [ak-discourse] Einladung zum Vortrag ‚Advances in Artificial Reverberation‘ von Prof. Dr. Sebastian Schlecht

Liebe Freund*innen der Audiokommunikation,

am Donnerstag den 31.10. um 16.15 Uhr im H 3001 wird Sebastian Schlecht einen Vortrag zu
Advances in Artificial Reverberation
 
halten. Sebastian Schlecht ist Professor an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen/Nürnberg und ein absoluter Experte für Feedback-Delay-Netzwerke – eine effizientes und gut klingendes Verfahren, um Räume hörbar zu machen. Der Vortrag beginnt mit einer kurzen generellen Einführung und kann auch ohne Vorkenntnisse besucht werden.
 
 
Abstract: In this talk, we delve into the latest developments in artificial reverberation, focusing on the algorithmic design and perceptual requirements for creating convincing acoustic auralizations. We explore feedback delay networks (FDNs), a key technique in algorithmic reverberation, highlighting their mathematical foundations and implementation challenges. Additionally, we address the perceptual demands of position-dependent reverberation in multi-room environments, emphasizing how listeners perceive spatial attributes and the importance of these perceptions in designing effective reverberation systems. A key highlight is the introduction of common slope methods, an efficient parametrization approach that enhances computational efficiency while maintaining high auditory fidelity. We also cover the replication of room impulse responses (RIRs) with artificial reverberators, discussing the design considerations and the rigorous perceptual testing required to match real acoustic spaces.
 
LG, Fabian

Form of address: Fabian, no pronouns
Audio Communication Group
Technische Universität Berlin
phon: +49 30 314 70336

DEGEM News – RADIO – MONOPASS | WDR 3 | Studio Elektronische Musik

Von: [Mark Polscher]
Datum: Wed, 23 Oct 2024
Betreff: MONOPASS | WDR 3 | Studio Elektronische Musik

WDR 3 | Studio Elektronische Musik:

Radiophones Konzert
MONOPASS

Oxana Omelchuk: Synthesizer, Theremin

Luís Antunes Pena: Synthesizer, Digital Processing
Mark Polscher: Synthesizers

Florian Zwißler: Synthesizers

WDR 3 | Studio Elektronische Musik | The Artist’s Cut
1. Teil | 19. Oktober 2024 | 23.03 – 00.00 Uhr | WDR 3
2. Teil | 02. November 2024 | 23.03 – 00.00 Uhr | WDR 3

Regie u. Realisation: Katja Teubner
Redaktion: Frank Hilberg

Weitere Informationen:
WDR 3
Monopass

Herzliche Grüße
Mark Polscher
http://www.polscher.de

[Link für Audios: https://www1.wdr.de/suche/index.jsp?q=MONOPASS]

DEGEM News – FWD – [ak-discourse] PhD Position in Microrhythm Research at RITMO

Von: Lepa, Steffen via ak discourse
Datum: Tue, 22 Oct 2024
Betreff: [ak-discourse] PhD Position in Microrhythm Research at RITMO

Dear all,

We are happy to announce a PhD position in Microrhythm [1] at RITMO.

Application deadline: 11 November 2024.

Do not hesitate to get in touch if you have any questions. Please forward to relevant candidates.

Best,
Anne Danielsen
Professor, Department of Musicology, University of Oslo, Norway http://people.uio.no/anneda

Deputy director, RITMO Centre for Interdisciplinary Studies in Rhythm, Time and Motion http://www.uio.no/ritmo

Links:
——
[1]
https://www.jobbnorge.no/en/available-jobs/job/268016/doctoral-research-fellowship-in-microrhythm